Diese Petition im Namen vieler Musical- und Kulturbegeisterter fordert inständig: Führt Restplatz Tickets ein. Damit macht ihr den Weg ins Musical frei für ALLE Geldbeutel und Menschen! Von dieser Veränderung würden ALLE Beteiligten profitieren.

So sieht die aktuelle Lage aus: Die Zeiten, in denen Mega-Musicals wie Cats die größten Häuser füllen, sind seit vielen Jahren vorbei. Schade für Produzentinnen und Darstellerinnen, aber vor allem natürlich für unser Publikum. Die Darstellerinnen spielen immer öfter vor leeren Rängen und Frust macht sich breit – im Zuschauersaal ebenso wie auf der Bühne, wo zusätzlich noch die Angst um den Arbeitsplatz im wahrsten Sinne des Wortes „mitspielt“. Der Grund: Die Auslastung der Spielhäuser sinkt teilweise auf unter 50%. Werfen wir zum Beispiel einen Blick auf das Theater am Potsdamer Platz: 2016 wurde es zur Miete freigegeben, denn es lohnt sich für Musicalproduktions-Riese Stage Entertainment nicht mehr, das Theater zu bespielen. Erste Ausbildungsstätten für Musical-Darstellerinnen schließen bereits. Die Gründe für den ausbleibenden Erfolg des Musicals sind sicherlich zahlreich und enthalten berechtigte Vorwürfe an der Umsetzung des Genres auf deutschen Bühnen. Aber…

Fakt ist: Es gibt keinen Grund Plätze leer zu lassen! Wir fordern KEINE Senkung der Ticket Preise. Wir wollen DIE Plätze, die ansonsten unbesetzt bleiben würden, mit Menschen füllen.

Wir als Musicaldarsteller*innen haben den Eindruck, dass Verantwortliche in der Branche sich fälschlicherweise „schämen“, das Breitenpublikum anzusprechen. Woher das kommt, ist uns ein Rätsel, wo man doch mitunter acht Vorstellungen die Woche verkaufen muss.

Unsere dringende Forderung lautet also:

  • Die Vergabe von Restplatz-Karten (30 Minuten vor Show-Beginn gibt es Tickets um die 20 Euro, Prinzip „first come, first serve“)

  • Eine Ticket-Lotterie (der Preis: Tickets dürfen zu stark reduzierten Preisen gekauft werden)

Auch mit der Co-Existenz von Restplatz Tickets ist das Musical noch immer ein hochklassiges Produkt künstlerisch anspruchsvoller Unterhaltungskultur. Dass mit diesem Konzept die Tickets auch nicht "verramscht" werden, beweisen Häuser in New York, Wien und London, wo man sich bereits von der gestrigen Preispolitik verabschiedet hat. Die bessere Auslastung der dortigen Theater bewirkt, dass es auch wenig aufwändig produzierte und unbekannte Stücke auf die Bühnen und vor volle Zuschauersäle schaffen. Denn das Publikum geht bei der Chance auf einen "guten Deal" auch mal ein Risiko ein.

Ins Leben gerufen von: Julia Vieregge und Konstantin Zander, Betreibende des Podcasts „Und bitte.“

Reason

Wenn auch Ihr Lust habt wieder in einem vollen Musical Theater zu sitzen, schenkt uns Eure Zeit und unterschreibt! Hier noch ein wenig food for thought: Ein halb leerer Zuschauerraum führt zu schlechterer Stimmung im Saal, die wiederum die Leistung auf der Bühne schmälern kann, was schlussendlich die Stimmung noch mehr dämpft. Enthusiastische, mündliche Weiterempfehlungen für das Genre Musical bleiben dementsprechend leider aus.

In einem durchgehenden Spielbetrieb ist es ohnehin schwer so viele Theater mit deutschem Publikum zu füllen, da es internationalen Musical Tourismus in Deutschland, bedingt durch die Sprache, natürlich kaum gibt. Man ist also auch darauf angewiesen die Zuschauer mehrfach in das gleiche Stück zu locken.

Wir sind überzeugt, dass die Einführung von Restplatz-Karten einen positiven Effekt auf die live Entertainment Branche haben wird. Es wird weder das Image des so genannten „Premium Produkts“ schmälern, noch den Verkauf von Vollpreis-Tickets reduzieren. Im Gegenteil. Ein volles Haus garantiert beste Stimmung im Saal und kurbelt durch positive Mundpropaganda die Vollpreis-Kartenverkäufe an. Potentielle Besucher werden bei gut verkauften Stücken lieber "auf Nummer sicher gehen" und Vollpreis-Karten kaufen, bevor es für den gewünschten Abend vielleicht gar keine Karten mehr gibt. Mit günstigen Restplatz-Karten öffnet man auch endlich dem Publikum die Pforten, das sich die Stücke liebend gern mehrfach ansehen möchte.

Nun ist es aber höchste Zeit wirklich etwas zu verändern, erst recht wenn wir noch die nächsten Jahre Musicals genießen und die junge Generation dieser wunderbaren Kunstform näher bringen wollen.

Thank you for your support, Konstantin Zander from Berlin
Question to the initiator

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News

pro

Not yet a PRO argument.

contra

Anstatt einer Petition, die nicht unbedingt bei denjenigen "gegen" die sie sich reicht ankommt, könnte man auch einfach mal nicht in die Stage Theater gehen, sondern stattdessen die kleineren Theater unterstützen. Diese haben oftmals für weniger Geld bessere Qualität, auch wenn da nunmal nicht Darsteller* xyz spielt. Solange bei den hohen Preisen immer noch genügend Leute in die Stage Theater rennen (wohl angezogen von berühmten Namen), wird sich m.E. an der Preispolitik nichts ändern.

Why people sign

  • 7 h. ago

    Damit ich einer breiten Masse den Zugang zum Musical ermöglichen kann.

  • 7 h. ago

    Ich möchte helfen, die Musicalkultur in Deutschland aufrecht zu erhalten und zu verbessern. Ein Musical ist am schönsten, wenn das Theater voll ist. Ich möchte, dass die Musicalszene in Deutschland lebendiger wird und uns auch in Zukunft erhalten bleibt.

  • 2 days ago

    Ich liebe Musicals und höre fast nur Musicallieder. Ich bin ein Fan durch und durch seit 2010 als ich (damals 10 Jahre alt) das erste mal im "König der Löwen" war. Leider kann ich nur ein- bis zweimal im Jahr in eines rein, was für mich als Fan viel zu wenig ist. Diese tolle Berufsbranche darf einfach nicht aussterben, nur weil die Ticketpreise nicht erschwinglich sind für die Mehrheit und man sich deshalb auch nicht auf ein unbekanntes Stück einlassen möchte.

  • 2 days ago

    Wir sind Musicalfans und finden die Idee großartig

  • 2 days ago

    Weil alle Gesellschaftsschichten verdienen, in den Genuss von Kultur zu kommen. Wenn die privaten Häusern vor allem dem jüngeren Publikum den Zugang verwehrt, stirbt das Genre Musical in den kommenden Jahren in Deutschland aus.

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