Culture

Rettet das Café Köm in SPO vor dem Abriss und stoppt die Syltifizierung von St.Peter-Ording

Petition is directed to
Bürgermeister Jürgen Ritter
777 88 in Sankt Peter-Ording
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  1. Launched June 2022
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Vorwort:

Ich komme inzwischen nun seit fast 20 Jahren regelmäßig nach St.Peter-Ording. Damals mit meinen Eltern, heute mit meinen Freunden. Ich liebe diesen Ort, die raue Nordsee, die immer Überraschungen über hat. Ich liebe SPO, nicht nur wegen der Nordsee und der unbeschreiblichen Weite des Strandes, sondern auch, weil es anders ist, als die ganzen zugebauten und überlaufenden Ostseebäder, die durch den Tourismus Boom fast jeglichen Charme verloren haben oder auf dem besten Wege dahin sind. Natürlich geht an einem nicht vorbei, dass auch SPO im Wandel ist. Immer mehr wird gebaut, Häuser, Wohnungen, Hotels etc. Bis jetzt hab ich das alles auch als möglicherweise notwendigen Wandel, eine Modernisierung gesehen. Inzwischen betrachte ich die Entwicklung jedoch mit Sorge und Bedenken, dass die Ortschaft gerade dabei ist, ihre Einzigartigkeit, ihren Charme, ihre Idylle zu vergessen und vielleicht für immer aufzugeben. Aufzugeben, weil anscheinend Geld und Profit eine inzwischen immer größere Rolle hier im Ort spielen, ohne Rücksicht auf den Ort selber.

Das Problem:

Nun soll wohl DER Kult-Treffpunkt in SPO, das Café Köm, was seit über 30 Jahren fester und wichtiger Bestandteil des Ortes darstellt, Opfer diesen Profit-Booms werden. Es soll nächstes Jahr für eine neue, nicht benötigte Hotelanlage des Grundstückeigeners Herr Uwe Kirchner abgerissen werden. Und anstatt sich eine Mischnutzung einfallen zu lassen, die das Cafe Köm und sein geschichtsträchtiges Gebäude, welches schon 1935 erbaut wurde, neben dem Hotel weiter koexistieren lassen, oder sogar gemeinsam diesen Köm Spirit leben, wird es einfach abgerissen und in eine Öde Umgebung verwandelt!

Das Café Köm besuche ich genau so lange, wie ich SPO besuche, weil es in diesem Ort einzigartig ist. Ein Restaurant, was bis zu später Stunde erstklassiges Essen anbietet, mit super leckeren Cocktails und Drinks gepaart mit einer gemütlichen und coolen Atmosphäre mit tollen Betreibern und Kellnern, direkt am Strand in Ording. Einfach ein cooler Ort, der auch jüngere Leute, wie mich, anspricht. Der auch Sonderaktionen wie Partys etc. veranstaltet. Ich meine, was gibt es besseres, als nach einem langen schönen Strandtag in genau so einer Lokation einzukehren? Und auch gerade in Verbindung mit einer Jugend- und Familienfreundlichen Unterkunft wie dem Ording Beach direkt nebenan, ist das eine unschlagbare Kombination. Einfach spontan ohne großen Weg Abends noch was essen oder trinken? Ab ins Köm! Noch was nach 21 Uhr in Ording Unternehmen? Ab ins Köm! Wo sonst herrscht denn in Orten außerhalb von Städten, wie SPO, auch nach 21 Uhr noch Leben?

Köm ist Kult, Köm ist Kindheit, Köm ist Küste, Köm ist SPO. Langjährige Besucher bekommen Tränen bei dem Gedanken, dass dies nächstes Jahr nun nicht mehr da sein soll, auch ich! 

Reason

Mal etwas härter formuliert: Stirbt das Köm, stirbt ein wichtiger Teil Sankt Peter-Ordings und des Charmes, den diese Ortschaft ausmacht. Die coolen, charmanten und vor allem bezahlbaren Locations werden einfach immer weniger! Dazu kommt, dass das Café Köm in einem geschichtsträchtigen Gebäude mit einer Bewegten Vergangenheit untergebracht ist, das man lieber unter Denkmalschutz stellen sollte, anstatt es einfach still und heimlich abreißen lassen zu wollen! So wurde es schon 1935! erbaut! (Danke an Swen Darmer für den tollen Hinweis, und der SHZ, für den schönen Artikel, in der auch die Geschichte des Gebäude Thematisiert wird)

Dies ist ein weiterer Schritt der Entwicklung, die Sylt und viele Ostseebäder schon hinter sich haben.

Diese stetige Entwicklung und Wegfall von attraktiven Locations wie dem Café Köm und Events wie die damaligen Beach-Partys sowie groß Events wie dem Kitesurf World Cup führt natürlich auch dazu, dass jüngere oder weniger wohlhabendere Leute abgeschreckt und sehr wohlhabendere aber ältere und weniger aktive Menschen angezogen werden. Das wiederum führt zu einer kontinuierlichen Verteuerung des Ortes, welche schon seit Jahren drastisch zu sehen und vor allem am Geldbeutel zu spüren ist. Am Ende kann sich kein normal Sterblicher und auch gerade Familien, die meistens noch mehr aufs Geld schauen müssen, SPO mehr leisten! Auch Menschen, die eigentlich gerne bereit und in der Lage sind, für eine gute Zeit sowie Dienstleistungen den entsprechenden Preis zu bezahlen und dennoch Leben und Spaß in die Ortschaft bringen! Ein Prozess, den Sylt schon hinter sich hat. Die "Syltifizierung", bei dem sich am Ende selbst die Einheimischen und Mitarbeiter die Ortschaft nicht mehr leisten können.

Insgesamt würde sich die Gemeinde mit dieser Entwicklung wahrscheinlich selber am meisten schaden, wenn künftig SPO nur noch ausschließlich wohlhabenden Leuten vorbehalten wäre.

Die Rettung des Köms wäre genau einer dieser ersten notwendigen Initial-Schritte, um dem entgegen zu wirken und den Einwohnern sowie Gästen zu zeigen, dass SPO weiterhin einzigartig und besuchenswert sein möchte! 

Die Gemeinde und Sie als Bürgermeister müssen genau das entscheiden: Möchte Sankt Peter-Ording weiterhin ein geiler einzigartiger und besuchenswerter Ort für alle sein, oder bloß eine schlechte Kopie von eben diesem profitvergifteten Sylt sein? Möchten Sie wirklich durch Projekte, an denen große Investoren, Kapitalgesellschaften, Immobiliengesellschaften und andere Profithaie mit dran hängen, Haus und Hof öffnen für eben solche Menschen, denen die Ortschaft augenscheinlich absolut egal ist und denen nur der Profit und somit der absolute Ausverkauf St.Peter-Ordings interessieren? 

Um es mit den knackigen Worten der Strandbar 54 Grad Nord abzuschließen, dessen Eigentümer ebenfalls Uwe Kirchner ist:

Who the f**K is Sylt.

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Einmal das Grundgesetz, das Eigentum schützt, und die freie Marktwirtschaft, die dem Besitzer es überlässt wie er es verwertet.

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