Region: Geretsried
Sports

Rettet den Wassersport in Geretsried - Keine Nutzungsgebühren für Vereine im neuen Hallenbad!

Petition is directed to
1. Bürgermeister Michael Müller und Rat der Stadt Geretsried
2.664 Supporters 1.444 in Geretsried
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  1. Launched September 2020
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  3. Filed on 22 Oct 2020
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Alle wassersport-treibenden Vereine der Stadt Geretsried freuen sich seit Jahren auf die Eröffnung des neuen Hallenbades zu Beginn 2021 ….

… genauer gesagt …. sie haben sich gefreut und sind jetzt entsetzt.

Denn es gibt seit Juli d.J. einen Vorschlag des Ausschusses für Kultur, Jugend und Sport, der eine Erhebung von Gebühren für diese Vereine in stattlicher Höhe vorsieht.

Und dieses trotz vollständig anderslautenden Aussagen des 1. Bürgermeisters vom Februar 2020 !

Die Gebühren für Sportstätten waren 2013 für alle Vereine abgeschafft worden – das ist gut so und sollte nach Aussage des Bürgermeisters definitiv auch so bleiben.

Doch jetzt wurden plötzlich Nutzungsgebühren für das neue Hallenbad angekündigt – für die Geretsrieder Wassersportvereine ein harter Schlag. Jede Schwimm-Bahn soll laut eines Gutachtens pro Stunde 36€ kosten, die Vereine sollen 30% dessen selbst tragen.

Nach Kalkulation dieser Belastung ist jedoch klar – das wird für keinen der vier Geretsrieder Vereine finanzierbar sein. Hier sei besonders zu betonen, dass alle vier Vereine vollkommen ehrenamtlich agieren. Mit den bisherigen Einnahmen und Ausgaben können die Vereine sich stabil halten, ohne dabei einen überwältigenden Gewinn zu machen – den sie auch wegen ihres Status der Gemeinnützigkeit gar nicht machen dürften. Kämen die Nutzungsgebühren zu den Ausgaben hinzu, stünden die Vereine sehr schnell im klaren Minus – z.B. hätte allein die DLRG 17.000 Euro zusätzlich zu finanzieren.

Damit wären finanziell am Ende :

  • die DLRG Geretsried mit 500 Mitgliedern

    • die jedes Wochenende und Feiertags Wachstunden am Starnberger See leistet
    • die 365 Tage im Jahr / 24 Stunden am Tag in Bereitschaft ist, um Menschen in Not in unseren Seen und Flüssen zu helfen
    • die seit Bestehen Tausenden von Kindern in unserem Landkreis das Schwimmen beigebracht hat
  • der WSV 72 Geretsried mit 150 Mitgliedern und ca. 100 aktiven Schwimmern

    • der die Stadt Geretsried auf Bezirks- und Landesebene erfolgreich vertritt
    • mit einem Trainingsangebot für Schwimmer von 5 bis 70 Jahren
  • die Reha Sportgruppe Geretsried

    • mit einem breitgefächerten Sportangebot
    • für Menschen, die gesundheitlich auf diese Bewegung angewiesen sind
  • der Tauchclub Oberland

    • der als Mitglied des Bayerischen Landes-Sportverbandes eine Unterwasser Rugby Mannschaft trainiert und Jugendlichen die Nähe zur Unterwasserwelt und deren Schutz vermittelt
    • der als Mitglied diverser Tauchverbände das Tauchen, mit und ohne Gerät, vom Schnorchelunterricht für Kinder bis zum Tauchlehrer unterrichtet

Das Bundesland Bayern ist seit Jahren trauriger Spitzenreiter in der bundesweiten Statistik Ertrunkener in Binnengewässern. Wie kann man auf die Idee kommen, Organisationen, die dagegen den Kampf antreten, derart in Schwierigkeiten zu bringen ?

Setzt man die Kosten einmal in Relation, wird das Ganze noch unverständlicher: Insgesamt würden die Vereine mit ca. 36.000€ belastet werden, ein Beitrag, der angesichts der berechneten 1,6 Mio€ Betriebskosten ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

Angesichts von Millionen, die man hingegen bereit ist, für andere Projekte auszugeben, muten solche Missverhältnisse bizarr an.

Die bis dato in den Medien genannten Fakten :

  • Das Bad wird sehr hohe Betriebskosten haben
  • Das Bad wird ja dann von den Stadtwerken Geretsried betrieben
  • Die Stadtwerke müssen sich, schon rein aus bilanz-rechtlichen Gründen , über Nutzungsgebühren refinanzieren

sind alle seit Jahren bekannt und begründen keine argumentative „180-Grad Drehung“ von Februar auf Juli.

Schließlich könnte die Stadt Geretsried die Nutzungsgebühren zu 100% übernehmen, um die Vereine zu unterstützen und zu erhalten.

Die Rechtfertigung, Gebühren würden dazu beitragen, dass ein grundloses Überbuchen des Bades durch Vereine verhindert würde, ist a priori gegenstandslos, da es solche Überbuchungen nie gab und es zudem auch effizientere Mittel und Wege gäbe, dieses zu verhindern.

Reason

Beginnen wir die Begründung mit zwei Zitaten :

[...] Offenheit, Toleranz, Zusammenhalt – mancherorts mögen das lediglich Worte sein, bei uns in Geretsried werden sie gelebt. Sie bestimmen unser Tun und unser Handeln. Sie schlagen sich nieder in ehrenamtlichem Engagement – im Sozialen, im Kulturellen, im Sport. Ihr Wert für unsere Stadtgesellschaft ist kaum in Worte zu fassen, [... ]

.. aus dem Grußwort des 1. Bürgermeisters zum Jubiläum der Stadt 2020

[...] Die Stadt Geretsried möchte im Jahr 2030 den Förderpreis des Landes Bayern als „sport- und bewegungsfreundlichste Stadt Bayerns“ erhalten. [...]

.. aus der Mission zur Sportentwicklungsplanung der Stadt , 5.2.2020

Angesichts dieser lobenswerten Worte kommt es uns vor wie eine absurde Satire, dass es jetzt einen Vorschlag aus demselben Stadtrat gibt, der die Wassersportvereine Geretsrieds in den finanziellen Ruin treiben wird.

Zusammengefasst :

Jedweder Vorschlag zu Gebührenerhebung

  • steht entgegengesetzt zu den Werten und Missionen der Stadt ( s.oben )

  • verstößt gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz für Sportvereine ( 4 sollen zahlen , alle anderen bezahlen nichts )

  • wird den Wassersport, die Wasserrettung und das Schwimmen-Lernen in Geretsried und Umland mittelfristig zum Erliegen bringen

    und gehört daher abgelehnt.

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