Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss (und Landesregierungen)
Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene auf, die Weidetierhaltung wirksam vor der unkontrollierten Ausbreitung des Wolfes zu schützen und die rechtliche sowie wirtschaftliche Sicherheit für Tierhalter wiederherzustellen. Unsere Kernforderungen sind:
- Aktives Bestandsmanagement: Einführung einer rechtlich sicheren und ökologisch sinnvollen Bestandsobergrenze für Wölfe.
- Investitionssicherheit: Verbindliche Einstufung von Wolfsereignissen als „höhere Gewalt“, um existenzbedrohende Rückforderungen von Agrarsubventionen zu verhindern.
- Rechtssicherheit und Versicherbarkeit: Auflösung des rechtlichen Widerspruchs zwischen gesetzlicher Weidepflicht und fehlendem Schutz sowie Haftungsschutz für Halter bei Panikausbrüchen der Tiere.
- Schutz der ländlichen Struktur: Anerkennung der Weidetierhaltung als unverzichtbare Basis für Biodiversität, heimische Lebensmittelversorgung und regionale Wirtschaftskreisläufe.
Begründung
Die Weidetierhaltung ist das Rückgrat unserer ländlichen Kulturlandschaft, doch sie steht aufgrund einer realitätsfernen Wolfspolitik vor dem wirtschaftlichen und ökologischen Aus.
Wirtschaftlicher Kahlschlag und Investitionsstau:
Wir beobachten bereits einen deutlichen Rückgang landwirtschaftlicher Betriebe. Aufgrund der ungewissen Zukunft ist die Investitionsbereitschaft punktuell rückläufig, was durch die weltwirtschaftliche Lage und gestiegene Kosten (z. B. Dieselpreise) verschärft wird. Die Angst, Agrarsubventionen aufgrund widersprüchlicher Vorgaben zurückzahlen zu müssen, führt dazu, dass Kapital „in der Hinterhand“ behalten wird, anstatt es in die Modernisierung zu investieren. Davon betroffen sind auch der Hallen- und Stallbau, das regionale Handwerk, Tierärzte und der Landhandel. Dies gefährdet die heimische Lebensmittelversorgung, vernichtet Arbeitsplätze und führt zum Wegbrechen von Steuereinnahmen im ländlichen Raum.
Rechtliche Ausweglosigkeit und Versicherungsfalle:
Besonders bio-zertifizierte Betriebe stehen vor einem Dilemma: Sie sind gesetzlich zur Weidehaltung verpflichtet, werden aber mit dem Wolfsrisiko allein gelassen. Da die staatlichen Schutzvorgaben in der Praxis oft nicht umsetzbar sind, greifen viele Versicherungen im Schadensfall nicht. Die Halter tragen das volle finanzielle Risiko allein – auch bei Pferden, die als Fluchttiere besonders gefährdet sind.
Sicherheitsrisiko für Mensch und Tier:
In Tourismusgebieten stellt sich die Sicherheitsfrage neu. Es fehlen Belege, dass Wölfe in einem Blutrausch, in dem sie völlig unkontrolliert agieren, eine sichere Trennung zwischen Nutztier und Mensch einhalten. Dieses Risiko für Anwohner und Urlauber muss ernsthaft bewertet werden.
Ökologisches Fundament in Gefahr:
Ohne Weidetiere stirbt die Artenvielfalt. Insekten, Vögel und seltene Pflanzen benötigen gepflegte Weideflächen. Eine rein maschinelle Bearbeitung kann diese Leistung nicht ersetzen.
Logistischer Wahnsinn und Wertverlust:
Massive Zäune verschandeln die Landschaft und behindern das Wild. Der Einsatz von Schutzhunden ist aufgrund mangelnder Verfügbarkeit und notwendiger 24/7-Überwachung (zum Schutz von Passanten) physisch unmöglich. Zudem führt der Wolfsdruck zu einem massiven Wertverlust landwirtschaftlicher Liegenschaften, was die Hofübergabe an junge Nachfolger nahezu unmöglich macht.
Helfen Sie mit, unsere Heimat, unsere Tiere und unsere landwirtschaftliche Existenz zu bewahren!