• Von: Absolut Digital GmbH und Co. KG
  • An: Petitionsausschuss im Bundestag
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Gesellschaft mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 1.261 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Rettung der deutschen Sprache– Keine Gefährdung durch Marken-Monopole auf einzelne Adjektive

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Um den freien Gebrauch der deutschen Sprache zu erhalten und zu schützen, fordern wir, dass vom Deutschen Marken und Patentamt wie auch dem Europäischen Markenamt HABM keine Schutzrechte auf einzelne Adjektive der deutschen Sprache vergeben werden.

Gemeinsam wollen wir verhindern, dass Unternehmen markenrechtliche Ansprüche auf einzelne Vokabeln des täglichen Sprachgebrauchs erheben dürfen. Schutzrechte dürfen nicht zum Nachteil der Sprache vergeben werden, um sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen vor Abmahnwellen und Klagen zu schützen.

Begründung:

Derzeit klagt die „The Absolut Company AB“ gegen die „Absolut Digital GmbH und Co. KG“ mit ihrem Produkt „Absolut Radio“ wegen der Verwendung des Wortes „absolut“ im Sendernamen. Der schwedische Spirituosen-Hersteller hat sich den Begriff „absolut“ schützen lassen. „Der gute Ruf der Vodka-Marke werde ausgenutzt, die Namensgebung könne bei Verbrauchern zu Verwechslungen führen und der Schutz von Minderjährigen sei nicht zu gewährleisten“, so argumentierten Sprecher des Konzerns bereits 2008, im Rechtstreit mit dem britischen Radiosender „Absolute Radio“. Wie genau sich die Parteien einigten ist unklar, der Sender trägt jedoch noch heute seinen Namen. Gerüchteweise wurde kolportiert, dass Gelder geflossen sind.

Alle Bundesbürger verwenden Adjektive wie „absolut“ im Alltag, ohne dass sie mit einem Unternehmen oder einem Produkt assoziiert werden. Im Duden wird „absolut“ unter anderem mit „vollkommen, souverän, unbedingt“, etc. umschrieben. Oft wird der Begriff auch verwendet, um eine Tatsache zu bestätigen oder zu bekräftigen.

Der „Absolut“-Streitfall könnte auf Grund seiner Präzedenzwirkung nur der Anfang sein. Ähnliche Worte wie „super“, „bestimmt“, „perfekt“, etc. könnten folgen.
Zusammen müssen wir uns dafür stark machen, dass genau solche Begriffe nicht durch ausufernde Markenrechte aus dem Sprachgebrauch verdrängt werden, ferner, dass ein Unternehmen durch Wort-Monopole Anspruch auf deren Verwendung und Gebrauch geltend machen kann.

Alleine in Deutschland gibt es etwa 400 Unternehmen, die den Begriff „absolut“ im Namen tragen. Es darf nicht passieren, dass diese durch eine Markenrechtsvergabe auf ein Adjektiv um ihren Namen fürchten müssen.

Unterstützen Sie daher mit Ihrer Unterschrift unser Anliegen zum Schutz unserer Sprache und Wörter, damit Sie und alle anderen weiterhin die Wörter sagen und verwenden dürfen, die Sie sagen wollen und nicht die, die Ihnen die Unternehmen vorschreiben.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Regensburg, 15.04.2013 (aktiv bis 15.10.2013)


Neuigkeiten

Liebe(r) absolute(r) Befürworter/-in, ++ Update ++ WAS HAT SICH SEIT MEINER UNTERSCHRIFT GETAN? Verschiedenste Medien aus Print, Online, Funk und TV wurden auf den Fall „Absolut“ aufmerksam. Unter anderen haben Sat.1 Bayern, TVA, OTV, die Süddeutsche ...

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Debatte zur Petition

PRO: Die Kommentare sind ein erschütternder Beweis dafür, wie man Leute mit unsachlichen Darstellungen anstacheln und für seine eigenen Zwecke einspannen kann. Absolut traurig, ich dachte, das hätte Deutschland endgültig hinter sich.

PRO: Daß Absolut Radio die Rechtslage völlig übertrieben darstellt, haben hier ja schon genug andere klar gemacht. Ich möchte nochmal darauf hinweisen, daß diese Petition auch formal Schrott ist, denn der Bundestag kann nicht das DPMA oder HABM anweisen, Marken ...

CONTRA: Während wir hier für die gute Musik von Absolut Radio kämpfen, haben die unseren Lieblingssender kaputt formatiert. Absolut Relax, was soll das denn bitteschön sein? Lahmer Dudelfunk, den die Welt nicht braucht. Das ist also der Dank!! Also, für mich ...

CONTRA: Sorry, liebe Unterzeichner, ich weiss, ihr meint es alle nur gut. Aber gut gemeint ist ja bekanntlich das Gegenteil von gut gemacht. Hier geht es um Marken (nicht Patente, wie manche geschrieben haben), und die gelten für Waren und Dienstleistungen. Und ...

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Petitionsverlauf

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