Region: Bayern
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Rettungsschirm / Bürgschaft für insolvente pundr

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Bayerische Staatsregierung

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Die Petition wurde abgeschlossen

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Die Petition wurde abgeschlossen

  1. Gestartet 2018
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Petition richtet sich an: Bayerische Staatsregierung

Drei maßgebliche Teilgesellschaften der pundr in Grünwald haben am 19.03.2018 Insolvenzantrag gestellt. Es ist einer der größten Anlegerskandale der Bundesrepublik zu befürchten. Betroffen sind AnlegerInnen, die sich gutgläubig auf die Prüfpflicht der BaFin nach den Vorgaben der europäischen Rahmenrichtlinie verlassen habe, die auch den sog. "grauen Kapitalmarkt" -nach den Erfahrungen der Prokon-Insolvenz oder der sog. "Göttinger Gruppe"- einbezieht. Nach Informationen des Handelsblattes soll die P&R Equipment & Finance Corp. in den vergangenen Tagen Geldtransfers in Richtung Grünwald schuldig geblieben sein. Möglicherweise geriet das Management um Geschäftsführer Martin Ebben deshalb unter Zugzwang. Was aus der schweizerischen Gesellschaft nun wird, ist zurzeit noch unklar.

Aus den Prospekten geht hervor: 2016 hatte die P&R Equipment & Finance Corp. rund 991,7 Millionen Euro Verpflichtungen gegenüber den deutschen P&R-Gesellschaften – aus Verträgen, die noch bis 2022 laufen. Demgegenüber verfügte sie nur über Eigenkapital von rund 27 Millionen Euro. Der wichtige Rahmenvertrag zwischen der deutschen und der schweizerischen Seite war für Anleger bislang nicht einsehbar. Dass die BaFin nur die Vollständigkeit der Angaben im Anlegerprospekt nach Wertpapierhandelsgesetz prüft (was bei pundr auch nicht gegeben war) und nicht deren inhaltliche Solidität, führt den Anlegerschutz ad absurdum. Die Anlegerinnen und Anleger sind zu solchen Anlagen aufgrund der seit Jahren anhaltenden miserablen, europäischen Zinspolitik faktisch gezwungen, um wenigstens die unausweichlichen Inflationsverluste annähernd auszugleichen. Mit Anlagen in "sichere Finanzprodukte" ohne Risiko ist dies längst nicht mehr zu realisieren, wenn den faktischen Herausforderungen einer zunehmend mobileren Gesellschaft mit dem Verlust von Sicherheiten Rechnung getragen werden soll, welche die politischen Akteure voraussetzen, genauso wie die Bereitschaft, Vorsorge für Pflege und Alter zu treffen. Ein Beispiel für die nicht ausreichend Prüfung der BaFin neben der oben bereits aufgeführten ist die rechtlich unzulässige Nachschusspflicht, welche im Anlageprospekt der pundr regelmäßig falsch dargestellt wurde. Der bayerische Freistaat möge wie im Fall der bayerischen Landesbank eine Hypothek gegenüber den betroffenen Anlegern aufbringen, um die Insolvenz für die Anlegerinnen und Anleger mit dem geringstmöglichen Schaden abzuwenden.

Begründung

  • Drohender Totalverlust von Alters- und Pflegerücklagen
  • Versagen staatlicher Prüfinstitutionen (BaFin)
  • Hohe Systemrelevanz eines Privatunternehmens mit unvorhersehbaren Konsequenzen für die bayerische Wirtschaft
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 20.03.2018
Sammlung endet: 19.05.2018
Region: Bayern
Kategorie: Wirtschaft

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