Adressat: Senator für Inneres und Sport, Bremische Bürgerschaft

Folgende Nachricht soll eine Beschwerde darstellen.

Meines Erachtens ist es vom Bürger nicht hinnehmbar diverse Male von Mitarbeitern des Stadtamtes bzw. des Bürger Service-Center Mitte abgewiesen zu werden, aufgrund eines Aufnahmestopps und das bereits um 12 Uhr an einem Dienstag, teilweise auch schon ab 11:00 Uhr oder gar 10:00 Uhr. Es ist wahrlich nicht die Schuld der Mitarbeiter ihrer Behörde, es trifft wohl eher die Behördenleitung bzw. das zuständige Ressort SIS und die regierende Politik im Bundesland Bremen, die aufgrund fehlender Investionen im Bereich Personal nicht mehr für die Funktionsfähigkeit ihres Verwaltungsapparates garantieren kann, zumindest nicht ab 12:00 Uhr Mittags.

Dennoch trifft die Kritik auch die Behördenleitung, da von ihrem Amt eine stringente Führung, ein angepasstes Personalmanagement und arbeitsökonomische Maßnahmen anzustreben wären, um die Funktionsfähigkeit garantieren zu können. Dafür, unter anderem ist diese Stelle der Behördenleitung dementsprechend besoldet, um eben auch bei einer Haushaltsnotlage und Ressourcenknappheit einen entsprechenden Betrieb zu gewährleisten. Dafür benötigt es eventuell verschiedener Maßnahmen, wie einer Evaluation der Art und Weise von Arbeitsvorgängen und Mitarbeiterbefragungen, zur Optimierung und Erhöhung der Produktivität. Jeder Betrieb in der freien Wirtschaft wäre längst insolvent bei einer derartigen Arbeitspolitik, die sie fahren.

Am meisten Leid tun mir hierbei neben den Bürgern, die sich frei nehmen müssen oder mehrfach auf ihre Mittagspause verzichten, um dann doch wieder weg geschickt zu werden, die Mitarbeiter. Denn die Angestellten und Beamten ihres Amtes stehen im Dienst und Treueverhältnis und haben das Recht auf amtsangemessene Beschäftigung und müssen dennoch einen nahezu nicht zu bewältigen "Haufen" an Arbeit verrichten, um den Anforderungen gerecht zu werden. Werden sie aber Nicht, denn sie sind tagtäglich den Anfeindungen und Beschimpfungen des normalen Bürgers ausgesetzt, der zu Recht seinen Unmut darüber auslässt, wie mit ihm umgegangen wird, im Sinne, dass er immer wieder auf die sog. "lange Bank" geschoben wird! Der Druck von hinten seitens der Leitung oder Teamleitung und von vorne von den Leuten vor dem Tresen, auch das führt nicht zur Arbeitszufriedenheit eines Mitarbeiters, wenn man es mal aus Arbeits- und Organisationspsychologischer Sicht betrachtet und beeinträchtigt somit erheblich die Arbeitsmotivation und folglich die Produktivität und erhöht die Krankheitstage!

Meiner Meinung nach besteht ein unzumutbarer Zustand in ihrem Amt, betreffend dem Bürger als auch den Mitarbeitern oder dem sog. "Beschäftigungsvolumen"! Meine Recherche hat mich darüber hinaus auf eine Petition aus dem Jahr 2012 aufmerksam gemacht, nachdem Besserung seitens des SIS und entsprechende Maßnahmen bezüglich des Personalmanagement versprochen wurden. Diese Maßnahmen scheinen nicht gewirkt zu haben.

Ich sehe mich als Bürger dieser Stadt in der Pflicht diesen Mangel anzusprechen und erhoffe Besserung!

Mit freundlichen Grüßen,

Philip Dreyer

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 3 vom 20. November 2015

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Stadtbürgerschaft
    kein e Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: S 18/311

    Gegenstand:
    Beschwerde über die Personalsituation im Stadtamt

    Begründung:
    Der Petent moniert die unzureichende Personalsituation im Stadtamt. Seiner Auffassung nach sei es
    für die Bürger nicht hinnehmbar, im Bürger -Service -Center abgewiesen zu werden, weil sie erst im
    späteren Verlauf der Öffnungszeit gekommen seien. Der Senat habe die Funktionsfähigkeit des
    Verwaltungsapparates zu garantieren. Nach Auffassung des Petenten liege ein wesentliches Problem
    im Personalmanagement. Die Petition wird von 29 Mitzeichnern und Mitzeichnerinnen unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme des Senators für
    Inneres und Sport eingeholt. Außerdem hatte der Petent die Möglichkeit, sein Anliegen im Rahmen
    der öffentlichen Beratung persönlich zu erläutern. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das
    Ergebnis der parlamentarischen Prüfung zusammengefasst wie folgt dar:

    Das Bürger -Service -Center bearbeitet jährlich über 280.000 Anliegen, von denen etwa 170.000 eine
    Bearbeitungszeit von weniger als fünf Minuten erfordern. Die Belastung des Bürger -Service -Centers
    hat durch eine erhebliche Zunahme bei den Kraftfahrzeugzulassungen und die melde- und
    personenstandsrechtliche Erfassung von Personen, die als Flüchtlinge nach Bremen gekommen sind,
    in der letzten Zeit erheblich zugenommen. Das Stadtamt versucht, mit Terminvereinbarungen nach
    Möglichkeit Wartezeiten zu verhindern und auch eilbedürftige Angelegenheiten zu berücksichtigen.
    Kunden ohne Termin werden Tageszeiten genannt, zu denen sie bedient werden können. Gleichwohl
    kann es zu Spitzenzeiten und insbesondere in der Urlaubszeit vorkommen, dass die Zahl der so
    genannten Spontankundinnen und Spontankunden so hoch ist, dass nicht vertretbare Wartezeiten
    entstehen und/oder die Aufnahme neuer Kundinnen und Kunden während der Öffnungszeiten
    gestoppt werden muss, weil die Bearbeitung ihrer Anliegen mit den am jeweiligen Tag zur Verfügung
    stehenden personellen Ressourcen nicht mehr sichergestellt werden kann.

    Das Bürger -Service -Center Mitte arbeitet momentan daran, die Ablauforganisation zu verbessern.
    Allerdings sind einige der damit zusammenhängenden Prozesse sehr komplex und bedürfen einer
    längeren Planungs -, Abs timmungs - und Umsetzungsphase. Darüber hinaus hat das Stadtamt einen
    Mehrbedarf an Mitarbeitern angemeldet.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.