S 19/345 - Kein Kahlschlag im Hulsberg-Viertel

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

7 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

7 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

  1. Gestartet 2018
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Dies ist eine Online-Petition der Bremischen Bürgerschaft.

Petition richtet sich an: Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

Kein Kahlschlag im Hulsberg-Viertel in Bremen für das neue Hulsberg-Quartier! Circa 14 Hektar Fläche werden frei, wenn das neue Klinikum an der Bismarckstraße fertig gestellt ist. Auf dem Gelände stehen derzeit circa 370 Bäume. Einige davon sind über 100 Jahre alt. Laut Bebauungsplan sollen davon über 200 Bäume gefällt werden. Wir wollen, dass die Bäume bleiben. Eine grüne Lunge für den Hulsberg! Die auf dem Gelände im Randbereich geplanten Parkhäuser sind deutlich zu groß und vor allem zu hoch. Ein Beispiel: Das Parkhaus im Bereich der Friedrich-Karl-Straße / Am Schwarzen Meer darf mit einer Höhe von über 15 Meter gebaut werden. Nicht geklärt ist, wie der Fahrzeugverkehr in dem Bereich geregelt werden soll. Schon jetzt ist die Friedrich-Karl-Straße zu Berufszeiten ein Nadelöhr. Wir fordern kleinere Parkhäuser und eine detaillierte Planung damit das alte Hulsberg-Quartier nicht an den PKWs des neuen Quartiers erstickt. Lasst die Bäume leben - für die Menschen in der Stadt, für ein gesundes und wohnfreundliches Klima im Hulsberg-Viertel!

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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 20.04.2018
Sammlung endet: 02.06.2018
Region: Freie Hansestadt Bremen
Kategorie:  

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 10 vom 11. September 2020

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Stadtbürgerschaft
    keine Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: S 19/345

    Gegenstand: Kein Kahlschlag im Hulsberg-Viertel

    Begründung:
    Die Petentin verfolgt mit ihrer Petition eine Reduzierung geplanter Baumfällungen im neuen
    Hulsberg-Viertel. Auf dem Gelände stünden 370 Bäume, von denen über 200 Bäume gefällt werden
    sollten. Diese Bäume seien die grüne Lunge für den Hulsberg. Zudem seien die geplanten
    Parkhäuser deutlich zu groß und vor allem zu hoch. Die Petentin fordert kleinere Parkhäuser und
    eine detalliertere Planung. Die öffentliche Petition wird von 23 Mitzeichnern und Mitzeichnerinnen
    unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu der Petition eine Stellungnahme der Senatorin für Klimaschutz,
    Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau sowie der seinerzeitigen städtischen
    Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung, Energie und Landwirtschaft eingeholt. Er
    hat, um sich selbst ein Bild von der Örtlichkeit zu machen, einen Ortstermin durchgeführt. Unter
    Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung zusammengefasst
    wie folgt dar:

    Der Petitionsausschuss sieht keine Möglichkeit, der Petition zum Erfolg zu verhelfen. Der auf dem
    Gelände befindliche Baumbestand hat sich aufgrund der Nutzung des Geländes zu
    Krankenhauszwecken entwickelt. Allerdings ist der vollständige Erhalt der Bäume mit den
    Planungszwecken und auch dem wichtigen Ziel, die Bevölkerung mit Wohnraum zu versorgen, nicht
    zu vereinbaren. Der Ausschuss ist überzeugt, dass bei der Planung sehr genau abgewogen wird, in
    welchem Umfang der Baumbestand erhalten werden kann. Auch ist aufgrund des
    Freiraumkonzeptes, in dem „grüne Finger“ die grüne Mitte mit den Rändern des Quartiers verbinden,
    eine Verbesserung des Luftaustausches mit den Rändern des Quartiers zu erwarten. Der Ausschuss
    erwartet deshalb keine Verschlechterung des Mikroklimas auf dem Hulsberg.

    Angesichts des Konzeptes, das Hulsberg-Quartier als autofreies Quartier zu entwickeln, sieht der
    Ausschuss auch die Notwendigkeit, an den Rändern des Quartieres Hochgaragen zu erstellen. Da
    diese dezentral erstellt werden, sieht der Ausschuss keine Gefahr, die bisherigen Quartierausgänge,
    insbesondere die Friedrich-Karl-Straße, zu überfordern.

    Der Petitionsausschuss hätte begrüßt, wenn zumindest die zwei Hainbuchen hätten erhalten werden
    können, die die Wohnung der Petentin zum Quartier abgrenzen. Allerdings hat hier eine Rückfrage
    bei dem Senatsressort ergeben, dass dieses nur durch einen Rückschnitt möglich wäre, da
    anderenfalls sehr starke, wirtschaftlich nicht vertretbare, Änderungen beim Bau der Hochgarage
    erforderlich wären. Ein Rückschnitt wäre wiederum mit einer Verringerung der Standsicherheit
    verbunden, so dass ein erhebliches Risiko bestünde, dass die Baumgruppe später auf die Bebauung
    zu fallen drohe.

    Begründung (PDF)

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243 Unterschriften
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