Sielwallfähre auch im Winter!- Von der Straße aufs Wasser! Jedes Jahr geht die Saison der Sielwallfähre im Oktober zu Ende. Danach fährt die Fähre nur noch an den Wochenenden oder gar nicht mehr. Die nächste Saison beginnt erst wieder im März des Folgejahres. Die Sielwallfähre wird nicht nur im Sommer für Freizeitvergnügen genutzt, sondern unzählige Pendlerinnen benutzen sie täglich, um zu ihrer Arbeit oder anderen Beschäftigungen zu fahren. Viele Kinder nutzen die Fähre, um in ihre Schulen oder Kindergärten zu kommen. Erwachsene und Kinder aus der Neustadt und der östlichen Vorstadt brauchen diese Verbindung ganzjährig für zahlreiche Aktivitäten auf beiden Seiten des Flusses. Das ist ab November nicht mehr möglich. Dann wird der gesamte Verkehr von der Neustadt in die östliche Vorstadt und andere Stadtgebiete und umgekehrt über die Wilhelm-Kaisen-Brücke abgewickelt. Die Gefährlichkeit dieses Nadelöhrs für Fahrradfahrende und Fußgänger ist längst bekannt. Im Winter gilt dies um so mehr, als Dunkelheit, Glätte, Nässe, Wind und ein erhöhter Autoverkehr die Brücke noch gefährlicher machen. Oft kommt es zu Unfällen und Beinahe-Unfällen. Die Pläne der Politik, Brücken über die Weser zu bauen, sind bekannt und zu begrüßen, gelten aber zur Zeit als nicht finanzierbar, zudem würde die Realisierung viele Jahre brauchen. Die Sielwallfähre ist eine schon existierende und viel genutzte Möglichkeit, umweltfreundlich und autofrei und damit sicher die beiden Weserseiten zu verbinden. Um das Konzept einer fahrradfreundlichen Stadt weiter wirkungsvoll umsetzen zu können, muss diese Fährverbindung ganzjährig gewährleistet sein. Schaut man in andere Städte – etwa nach Hamburg, Berlin, Kopenhagen oder Rotterdam- wird ersichtlich, dass auch der Personenschiffsverkehr Teil des ÖPNV sein kann. Das kann und soll auch in Bremen so sein. Brücken müssen gebaut werden- die Schiffe existieren schon – es kann sofort losgehen! Wir fordern, dass von Seiten der Politik der ganzjährige Betrieb der Sielwallfähre ermöglicht wird.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kathrin Schmidt-Bäumler
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