S 20/127 - Erhalt alten Baumbestandes

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

45 Unterschriften

Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

45 Unterschriften

Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

  1. Gestartet 2020
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Dies ist eine Online-Petition der Bremischen Bürgerschaft.

Petition richtet sich an: Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

Erhalt des alten Baumbestandes im Naturschutzgebiet westliches Hollerland/Jan Reiners Weg. In den vergangenen zwei Jahren wurden systematisch die dem Weg nächsten, großen Bäume entlang des Jan-Reiners-Weges abgeholzt. Dies diente augenscheinlich einer fortlaufenden Wegverbreiterung, wobei weder zwischen gesunden noch toten Bäumen unterschieden wurde, was in einem Naturschutzgebiet absolut inakzeptabel ist. Aktuell sind neben kranken Bäumen bereits wieder die wegnähesten gesunden Bäume des alten Baumbestandes zur Abholzung markiert. Zusätzlich wurde durch eine systematische, maschinelle Begradigung des Grüns entlang des verbreiterten Wegbereichs der aktuelle Baum- und Buschbestand schwer beschädigt, wobei sowohl Rinden zerkratzt, als auch Äste zersplittert wurden, dann jedoch so belassen wurden. Somit droht diesen Pflanzen ebenfalls ein weiteres Absterben. Ich fordere eine Stellungnahme und eine sofortige Einstellung der aktuellen Abholzungen im Naturschutzgebiet und einen Ersatz des bereits zerstörten Baumbestandes durch Neupflanzungen.

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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 23.09.2020
Sammlung endet: 05.11.2020
Region: Freie Hansestadt Bremen
Kategorie:  

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 19 vom 2. Juli 2021

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Stadtbürgerschaft
    keine Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe-Nr.: S 20/127

    Gegentand: Erhalt eines alten Baumbestandes

    Begründung:
    Die Petentin setzt sich für den Erhalt des alten Baumbestandes im Naturschutzgebiet westliches
    Hollerland/Jan Reiners Weg und einen Ersatz für bereits abgeholzte Bäume durch
    Ersatzanpflanzungen ein. Sie trägt vor, in den vergangenen zwei Jahren seien systematisch
    entlang des Jan-Reiners-Weges große in der Nähe des Weges stehende Bäume abgeholzt
    worden. Dies habe augenscheinlich einer fortlaufenden Wegverbreiterung gedient. Bei den
    Baumfällungen sei nicht zwischen gesunden und toten Bäumen unterschieden worden. Das sei in
    einem Naturschutzgebiet absolut inakzeptabel. Auch im Oktober 2020 seien neben kranken
    Bäumen bereits wieder gesunde Bäume des alten Baumbestandes, die nahe am Weg stehen, zur
    Abholzung markiert. Zusätzlich sei durch eine systematische, maschinelle Begradigung des Grüns
    entlang des verbreiterten Wegbereichs der aktuelle Baum- und Buschbestand schwer beschädigt
    worden. Rinden seien zerkratzt und Äste zersplittert worden. Den betroffenen Pflanzen drohe ein
    weiteres Absterben. Die Petition wird von 48 Personen durch eine elektronische Mitzeichnung
    unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen der Petentin eine Stellungnahme der Senatorin für
    Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau eingeholt. Außerdem hatte
    die Petentin die Möglichkeit, ihr Anliegen im Rahmen der öffentlichen Beratung mündlich zu
    erläutern. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Beratung
    zusammengefasst folgendermaßen dar:

    Im Winter 2018/2019 wurden im Jan-Reiners-Wanderweg Fällarbeiten durchgeführt. Sie dienten
    nach Angaben der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und
    Wohnungsbau nicht der Verbreiterung des Weges. Man habe ausschließlich abgestorbene oder
    nicht mehr verkehrssichere Bäume gefällt.

    Zur Vorbereitung weiterer Unterhaltungsmaßnahmen wurden die Bäume einer Erst- und einer
    Zweitkontrolle unterzogen. Dabei wurden von nach der Erstkontrolle vorgeschlagenen 23 zu
    fällenden Bäumen im Rahmen der Zweitkontrolle sieben Bäume von der Fällliste gestrichen. Auch
    hier sind die Fällungen nach Angaben des Fachressorts, an deren Richtigkeit der Ausschuss
    keinen Zweifel hat, aus Gründen der Verkehrssicherheit beziehungsweise Bestandspflege
    notwendig. Die Arbeiten werden eng mit der Naturschutzbehörde abgestimmt, weil ein Teil des
    Jan-Reiners-Wanderweges im Naturschutzgebiet verläuft.

    Der wegebegleitende Gehölzstreifen wird vom Umweltbetrieb Bremen ebenfalls aus Gründen der
    Verkehrssicherheit geschnitten. Da es unwirtschaftlich ist, zweimal jährlich Schnittmaßnahmen
    durchzuführen, wurde im Winter der Gehölzstreifen zurückgenommen, so dass ein Abstand zum
    Jan Reiners-Wanderweg von 1,50 m erzielt wird. Dadurch wird sichergestellt, dass nicht bereits im
    späten Frühjahr Jahrestriebe in den Weg hineinragen und ein einmaliger Schnitt im Spätsommer
    ausreichend ist.

    Die Arbeiten werden maschinell mit einem Ausleger durchgeführt. Das Ergebnis ist auch nach
    Auffassung des Ausschusses optisch nicht befriedigend. Dadurch wird aber der Gehölzbestand
    nicht gefährdet, weil die Gehölze durch Stockaustrieb wieder regenerieren.

    Begründung (PDF)

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49 %
243 Unterschriften
145 Tage verbleibend

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