Region: Saarland

Saarbahn-Streiks: Schluss mit der Eskalation – wir brauchen wieder einen verlässlichen ÖPNV!

Petition is addressed to:
GDL und Saarbahn/KAV

921 Signatures

17 %
861 from 5,000 for quorum in Saarland Saarland

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  1. Launched 21/08/2026
  2. Time remaining > 4 months
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Petition addressed to: GDL und Saarbahn/KAV

Seit Monaten wird der Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Saarbahn bzw. dem Kommunalen Arbeitgeberverband Saar auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen.
Immer neue Streiks, teilweise sehr kurzfristige Ankündigungen und unklare Streikenden machen den öffentlichen Nahverkehr für viele Menschen inzwischen kaum noch planbar.
Besonders betroffen sind Schülerinnen und Schüler, ihre Familien sowie Berufstätige, die auf Bus und Saarbahn angewiesen sind.
Eltern müssen morgens wissen, ob ihr Kind zur Schule kommt – und vor allem, wie es wieder nach Hause kommt. Arbeitnehmer müssen wissen, ob sie ihren Arbeitsplatz erreichen können. Menschen, die bewusst auf das Auto verzichten oder gar keines besitzen, müssen sich auf den öffentlichen Nahverkehr verlassen können.

Dabei geht es längst nicht nur um Familien mit Schulkindern. Tausende Menschen sind auf einen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr angewiesen, um zur Arbeit, zur Ausbildung, zu Terminen oder einfach durch ihren Alltag zu kommen.
Uns geht es ausdrücklich nicht darum, das Streikrecht infrage zu stellen oder einer Seite im Tarifkonflikt pauschal die Schuld zu geben.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben das Recht, für angemessene Arbeitsbedingungen und Bezahlung einzutreten. Gleichzeitig trägt ein öffentliches Verkehrsunternehmen Verantwortung gegenüber den Menschen, deren Mobilität von ihm abhängt.
Nach zahlreichen Arbeitskampfmaßnahmen ist jedoch offensichtlich: Die bisherige Strategie führt zu keiner Lösung. Die Leidtragenden sind zunehmend diejenigen, die auf Bus und Saarbahn angewiesen sind.
Deshalb fordern wir:

  1. GDL und Saarbahn/KAV müssen unverzüglich wieder ernsthafte Verhandlungen aufnehmen.
  2. Beide Seiten sollen einer unabhängigen Schlichtung zustimmen, wenn eine direkte Einigung weiterhin nicht möglich ist.
  3. Die politisch Verantwortlichen der Landeshauptstadt Saarbrücken müssen ihren Einfluss nutzen, um auf eine schnelle Lösung des festgefahrenen Konflikts hinzuwirken.
  4. Bis zu einer Einigung muss ein verlässliches und frühzeitig kommuniziertes Mindestangebot insbesondere für den Schüler- und Berufsverkehr sichergestellt werden.

Tarifkonflikte gehören zu einer sozialen Marktwirtschaft. Aber ein monatelanger Konflikt ohne erkennbare Perspektive darf nicht dazu führen, dass zehntausende Menschen ihren Alltag nicht mehr verlässlich organisieren können.
Wir erwarten von allen Beteiligten, Verantwortung zu übernehmen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und diesen Konflikt endlich zu lösen.
Der öffentliche Nahverkehr ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Menschen im Saarland müssen sich wieder darauf verlassen können.

Reason

Als Mutter eines Schulkindes erlebe ich inzwischen regelmäßig, dass nicht verlässlich absehbar ist, ob und wie mein Kind zur Schule und wieder nach Hause kommt. Jeder neue Streik bedeutet erneut organisieren, Fahrgemeinschaften suchen, Termine verschieben oder selbst Fahrdienste übernehmen. Für Berufstätige ist das kaum dauerhaft zu leisten. Und noch schwieriger ist die Situation für Familien, die diese Möglichkeit gar nicht haben.

Thank you so much for your support, Nina Klückmann, Saarbrücken
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Petition details

Petition started: 21 Aug 2026
Collection ends: 02/20/2027
Region: Saarland
Topic: Traffic & transportation

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News

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
    letzten Donnerstag hatte ich Gelegenheit, mit Oberbürgermeister Uwe Conradt über die aktuelle Situation bei der Saarbahn und unsere Petition zu sprechen.
    Das Wichtigste: Herr Conradt ist sich seiner Verantwortung – auch als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Stadtwerke – bewusst und hat zugesagt, noch einmal persönlich zu versuchen, die Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen.
    Gleichzeitig schilderte er die Situation als sehr festgefahren. Ein wesentliches Problem sieht er darin, dass die GDL vor Ort keine regionale Vertretung hat und Entscheidungen zentral getroffen werden. Auf der anderen Seite sind die finanziellen Möglichkeiten der hoch verschuldeten Stadt begrenzt – eine Lösung kann daher nur in einem Kompromiss liegen.
    Eine gewisse Hoffnung setzt Herr Conradt auf die weitere Entwicklung rund um die Tarifeinheit bzw. das Tarifeinheitsgesetz, durch die sich möglicherweise im Oktober eine neue Situation ergeben könnte. Die Chancen auf eine schnelle Einigung beurteilt er allerdings eher skeptisch.

    Dass er die Auswirkungen auf Familien und insbesondere Schulkinder kennt, wurde ebenfalls deutlich – auch seine eigenen drei Kinder sind auf die Saarbahn angewiesen.

    Mein Fazit: Das Problem ist angekommen. Eine schnelle Lösung gibt es leider nicht, aber der OB will noch einmal selbst versuchen, Bewegung in den Konflikt zu bringen. Und wir bleiben dran – denn die vielen Unterschriften und Kommentare zeigen, wie dringend eine verlässliche Lösung gebraucht wird.

    Ansonsten merkt euch schonmal den 22. Oktober, 16:30 Uhr vor! Dann wird es eine weitere Aktion geben - gemeinsam mit gemeinsam stark e.V. Start

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
    zunächst einmal vielen Dank für Ihre Unterstützung! In weniger als zwei Wochen haben bereits fast 500 Menschen die Petition für einen wieder verlässlichen und planbaren ÖPNV in Saarbrücken unterschrieben.
    Besonders wichtig sind dabei die vielen Kommentare. Sie zeigen sehr eindrücklich, dass es hier nicht einfach um „Ärger über einen Streiktag“ geht. Immer wieder geht es um dasselbe Problem: die Unplanbarkeit. Schule, Arbeitswege, Arzttermine und der ganz normale Familienalltag lassen sich kaum organisieren, wenn Streiks immer kurzfristiger angekündigt werden.
    Ich möchte Sie deshalb kurz darüber informieren, was sich seit dem Start der Petition getan hat:
    Ich habe mich mit unserem Anliegen direkt an Oberbürgermeister Uwe Conradt gewandt und ihn gefragt, was die Landeshauptstadt konkret tun kann, um auf eine Deeskalation des Konflikts und vor allem auf mehr Planbarkeit für die Fahrgäste hinzuwirken. Schließlich gehört die Saarbahn zum kommunalen Stadtwerke-Konzern und der öffentliche Nahverkehr ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge.
    Herr Conradt hat meine Nachricht gelesen und mich daraufhin zu seiner Bürgersprechstunde am 24. September eingeladen. Diesen Termin werde ich wahrnehmen.
    Gleichzeitig habe ich gegenüber dem Bürgerreferat deutlich gemacht, dass mir ein persönliches Gespräch allein nicht ausreicht. Der 24. September ist noch einige Wochen entfernt. Mein eigentliches Anliegen ist, dass möglichst schnell etwas gegen die derzeitige Unplanbarkeit unternommen wird und die Stadt ihre Möglichkeiten nutzt, um auf die Beteiligten einzuwirken.
    Ich werde Sie selbstverständlich darüber informieren, was sich daraus ergibt und was Herr Conradt im Gespräch dazu sagt.
    Bis dahin hilft es sehr, wenn Sie die Petition weitergeben. Je mehr Menschen unterschreiben, desto deutlicher können wir zeigen, dass es sich nicht um den Ärger Einzelner handelt, sondern um ein Problem, das viele Menschen in Saarbrücken und der Region betrifft.
    Und noch einmal meine Bitte: Schreiben Sie gerne einen Kommentar zur Petition. Gerade die konkreten Beispiele zeigen besonders deutlich, welche Auswirkungen die fehlende Planbarkeit auf den Alltag hat.
    Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
    Herzliche Grüße
    Nina Klückmann

Why people sign

Ich bin auf alle öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen und es regt mich auf, dass es bei nichts mehr Zuversicht gibt

Der Streik ist mittlerweile unerträglich und "affig" geworden. Seit Mai werden meine Beiträge abgebucht dafür, dass ich mich ärgere.
Kein professionelles Handeln der Gdl.

... ich freue mich jedes Mal, wenn die Saarbahn fährt. Allerdings ist es ein Glücksspiel für mich, wenn ich Termine in SB habe.

Ich wünsche der Gdl, dass sie aus ihrer Starrköpfigkeit erwacht. Allmählich wird's langweilig!

Marianne Alles

Ich kann dieser Petition nur vollkommen zustimmen! Es reicht einfach. Als Fahrgast bezahlt man Monat für Monat teure Tickets (wie das Deutschlandticket oder Jahreskarten), steht dann aber regelmäßig vor ausfallenden Bahnen. Dass die GDL die Stadt durch ständige, oft extrem kurzfristige Streikaufrufe praktisch in Geiselhaft nimmt, ist absolut unverhältnismäßig geworden. Streikrecht hin oder her – die Leidtragenden sind wir Pendler und Schüler. Es wird Zeit, dass sich beide Seiten endlich auf eine Schlichtung einigen und die Eskalation gestoppt wird!“

Beruf

Es muss ein Ende haben, wir verlieren durch diese Streiks unsere Arbeit

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