Täglich kommt es auf Verkehrswegen in ganz Deutschland zu ähnlichen Bildern:

Nachdem sich ein Unfall ereignet hat entstehen schnell Ansammlungen von Menschen, die - statt Erste Hilfe zu leisten - sensationsgierig beobachten und / oder Foto- und Videoaufnahmen anfertigen. Zu besonderen Gefahren führt dies auf Autobahnen und mehrspurig ausgebauten Straßen, da hier sowohl in, als auch entgegen der Fahrtrichtung zum Teil die Geschwindigkeit erheblich reduziert wird, um qualitativ noch hochwertigere Bilder und Filme anzufertigen. Diese können anschließend im Internet veröffentlicht werden, sodass eine angemessene Verständigung Angehöriger der Opfer unmöglich gemacht wird.

Da in diesem Fall einerseits die im Artikel 1 des Grundgesetzes verankerte Menschenwürde der zu Schaden Gekommenen verletzt wird und andererseits durch riskante Fahrmanöver eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer und an der Unfallstelle Hilfe Leistender nicht ausgeschlossen werden kann, ist die Gesetzeslage, auf deren Grundlage sich ein Strafmaß solcher Vergehen bezieht anzupassen und für die Möglichkeit einer angemessenen und praktikablen Strafverfolgung durch die dafür vorgesehenen Behörden zu sorgen.

Diese Maßstäbe sind über die direkt am Verkehr Beteiligten (Fahrzeuglenker) hinaus auch bei den weiteren Insassen bzw. Passagieren (bspw. bei Reisebussen) anzulegen.

Begründung

Als Feuerwehrangehöriger kenne ich die Situation selbst. Durch die in der vergangenen Woche medial fokussierte Berichterstattung zum Thema erhoffe ich mir nun auch in der Bevölkerung eine Sensibilisierung gegenüber dem Thema und freue mich sehr, wenn die hier dargestellte Situation auch zeitnah durch rechtsverbindliche Vorschriften und Tatbestände einschließlich deren Verfolgung verbessert werden kann.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Ralph Kinzie aus Tauberbischofsheim
Frage an den Initiator

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion
Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.