Petition is addressed to:
Deutscher Bundestag - Petitionsausschuss
Alkohol gehört zu den gefährlichsten Alltagsdrogen – und doch steht er überall im Supermarkt: grell beworben, direkt an der Kasse, neben Kaugummis und Snacks. Für Menschen mit Suchterkrankung ist das täglicher Stress – für Kinder ein fatales Signal. Wir fordern klare Regeln: Alkohol raus aus dem Sichtfeld – rein in abgetrennte Verkaufsbereiche. Helft mit, das Schweigen zu brechen!
Reason
Alkohol ist legal – aber nicht harmlos.
In Deutschland leben über 1,5 Millionen Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit – Millionen weitere kämpfen täglich gegen Rückfälle, vor allem im Alltag. Der Einkauf im Supermarkt wird dabei oft zur Zerreißprobe: Hochprozentiges direkt an der Kasse, Mini-Flachmänner neben Süßigkeiten, Schnaps im Wochenprospekt.
Wir sagen: Es reicht.
Diese Petition richtet sich an den Deutschen Bundestag sowie an große Einzelhandelsketten wie REWE, Edeka, Lidl, Aldi und Kaufland. Wir fordern eine verantwortungsbewusstere Präsentation von Alkohol – nicht aus Bevormundung, sondern aus Mitgefühl.
Unsere Forderungen:
- Keine alkoholischen Getränke mehr im Kassenbereich, insbesondere keine Schnapsfläschchen oder Spirituosen-Miniaturen.
- Keine auffälligen Werbeaufsteller oder Sonderaktionen für Alkohol in Sichtweite der Laufwege.
- Verkauf von Alkohol ausschließlich in abgetrennten, unauffälligen Bereichen der Geschäfte – vergleichbar mit Tabak.
- Gleichwertige Platzierung alkoholfreier Alternativen fördern (alkoholfreies Bier, Wein, Sekt etc.).
Warum das wichtig ist:
- Sucht ist keine Schwäche, sondern eine Krankheit. Wer abstinent lebt, hat ein Recht auf einen möglichst reizarmen Alltag – auch beim Einkaufen.
- Kinder und Jugendliche wachsen mit Alkoholwerbung im Alltag auf – das prägt und senkt die Hemmschwelle.
- Andere Länder wie Schweden, Kanada oder Island zeigen: Weniger Sichtbarkeit = weniger Konsum = weniger Leid.
Diese Maßnahmen verbieten keinen Tropfen Alkohol – aber sie senden ein wichtiges Signal: Gesundheit und Respekt vor suchtkranken Menschen sind wichtiger als Verkaufszahlen.