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Änderungen an der Petition
on 21 Jul 2026
Petition addressed to: Landtag von Baden-Württemberg (Petitionsausschuss)
Immer häufiger wird der Schulalltag in Baden-Württemberg von extremen Temperaturen geprägt. Klassenräume heizen sich auf über 30 °C auf, konzentriertes Lernen wird zur Herausforderung und dennoch finden Unterricht, Klausuren und Leistungsnachweise häufig wie gewohnt statt. Während Hitzewellen infolge des Klimawandels zunehmen, orientieren sich die Hitzefrei-Empfehlungen des Landes noch immer an einer Bekanntmachung aus dem Jahr 1975.
Derzeit plant Kultusminister Andreas Jung eine Reform der Hitzefrei-Regelungen in Baden-Württemberg. Darin sehen wir die Chance, die bestehenden Empfehlungen a die heutigen klimatischen Bedingungen anzupassen und Schüler:innen künftig besser vor den Folgen extremer Hitze zu schützen.
Wir fordern die Landesregierung Baden-Württemberg und das Kultusministerium auf, die angekündigte Reform für einen zeitgemäßen und verbindlichen Hitzeschutz an Schulen zu nutzen.
Wir fordern:
Extreme Hitze beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit von Schüler:innen. Hohe Temperaturen können Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung deutlich verschlechtern. Gleichzeitig steigt das Risiko für gesundheitliche Beschwerden wie Schwindel, Erschöpfung oder Kreislaufprobleme.
Unter diesen Bedingungen ist regulärer Präsenzunterricht in Klassenzimmern mit über 30 °C weder gesundheitlich vertretbar noch pädagogisch sinnvoll. Die hohen Temperaturen verhindern effektives Lernen und gefährden gleichzeitig das Wohlbefinden der Schüler:innen. Deshalb sollte ab einer Raumtemperatur von 30 °C kein regulärer Präsenzunterricht mehr stattfinden.
Die derzeitigen Hitzefrei-Empfehlungen werden den heutigen klimatischen Bedingungen nicht mehr gerecht. Noch immer orientieren sie sich unter anderem an der Außentemperatur. Entscheidend für die Belastung im Unterricht ist jedoch die tatsächliche Temperatur im Klassenraum. Sie wird unter anderem durch Sonneneinstrahlung, Gebäudebeschaffenheit, Lüftungsmöglichkeiten und die Anzahl der Personen im Raum beeinflusst. Dadurch können sich Klassenräume trotz gleicher Außentemperatur sehr unterschiedlich aufheizen. Eine Orientierung allein an der Außentemperatur bildet die tatsächlichen Lernbedingungen daher nicht zuverlässig ab.
Hinzu kommt, dass sich viele Schulgebäude in ihrem baulichen Zustand erheblich unterscheiden. Moderne Schulgebäude bleiben häufig kühler als ältere Gebäude. Trotzdem gelten für alle Schüler:innen dieselben Leistungsanforderungen. Um möglichst vergleichbare Lern- und Prüfungsbedingungen zu schaffen, sollte sich die Entscheidung über Hitzemaßnahmen deshalb an der tatsächlichen Raumtemperatur orientieren.
Gleichzeitig braucht es verbindliche landesweite Hitzeschutzmaßnahmen. Der Schutz von Schüler:innen darf nicht davon abhängen, welche Schule sie besuchen oder wie ihre Schulleitung im Einzelfall entscheidet. Schulen sollten deshalb verpflichtet werden, ab bestimmten Raumtemperaturen geeignete Maßnahmen zur Verringerung der Hitzebelastung zu ergreifen, beispielsweise durch Ventilatoren, Verschattungsmaßnahmen, Raumwechsel oder angepasste Stundenpläne.
Darüber hinaus sollten die gymnasiale Oberstufe und berufliche Schulen ausdrücklich in die Hitzefrei-Regelungen einbezogen werden. Hitze wirkt sich unabhängig von Alter oder Schulart auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit aus. Gerade in der gymnasialen Oberstufe und an beruflichen Schulen werden regelmäßig Klausuren geschrieben und andere Leistungsnachweise erbracht, deren Ergebnisse unmittelbar in die Abschluss- oder Abiturnote einfließen. Ein pauschaler Ausschluss dieser Schularten ist daher weder gesundheitlich noch pädagogisch nachvollziehbar.
Die angekündigte Reform der Hitzefrei-Regelungen bietet jetzt die Chance, den Hitzeschutz an Baden-Württembergs Schulen a die heutigen klimatischen Bedingungen anzupassen. Schüler:innen haben ein Recht auf gesunde, sichere und faire Lernbedingungen - auch an heißen Tagen.
Wir bitten die Landesregierung und das Kultusministerium daher eindringlich, die angekündigte Reform der Hitzefrei-Regelungen durchzuführen, unsere Forderungen zu berücksichtigen und im nächsten Schuljahr 2026/2027 umzusetzen sowie den Schutz der Schüler:innen in den Mittelpunkt der Neuregelung zu stellen.
Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie dieses Anliegen und helfen dabei, ein starkes Zeichen für einen zeitgemäßen Hitzeschutz an unseren Schulen zu setzen!
Quellen:
Petition started:
07/17/2026
Collection ends:
01/16/2027
Region:
Baden-Württemberg
Topic:
Education
Es kann nicht sein, das Tiere, die transportiert werden, mehr Schutzrechte bei Hitze als Schüler genießen.
Ich kann diese Petition nicht unterschreiben, da sie in einem für mich nicht greifbaren Sprachstil mit seltsamer Schreibweise geschrieben ist. Inhaltlich ist die Petition sicherlich sinnvoll, aber bitte formulieren Sie diese in korrekter Rechtschreibung. Ich weiß nicht, was SchülerInnen sind. Oder meinen Sie Schüler innen, also in Innenräumen? Vielleicht meinen Sie auch Schülerinnen und Schüler, aber dann formulieren Sie es doch auch bitte so.
Dass etwas passieren muss, dürfte jedem klar sein. Dass es dann auch richtig gemacht wird, anstatt halbe Sachen ist sinnvoll, das haben die Schüler sehr richtig erkannt, sie müssen gehört werden und es darf auch nicht auf die lange Bank geschoben werden.
Außerdem finde ich es gut und wichtig, wenn sich junge Menschen politisch engagieren und für ihre Belange aktiv werden.
(Edited)
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Ich bin Lehrerin und konnte diesen Sommer an etlichen Tagen in einigen Klassenräumen meiner Schule kaum noch unterrichten. Hitzefrei gab es nur an einem einzigen Freitag ab 12:00 Uhr. Nach dem überstandenen Schultag litt ich nachmittags häufig unter Kopfweh und Kreislaufproblemen. Da sich die Temperaturen in den Räumen meiner Schule während eines Hitzetages deutlich unterscheiden, bin ich FÜR eine individuelle, raumbezogene Regelung für Hitzefrei und GEGEN eine generelle Regelung, die von der Außentemperatur zu einer bestimmten Uhrzeit abhängt.