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Bild zur Petition mit dem Thema: Schützt den Feldhamster vor dem Aussterben Schützt den Feldhamster vor dem Aussterben
  • Von: IG Bauvorhaben Mittelbuchen Nordwest mehr
  • An: Oberbürgermeister Claus Kaminsky
  • Region: Hanau mehr
    Kategorie: Tierschutz mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Englisch
  • 141 Tage verbleibend
  • 867 Unterstützende
    128 in Hanau
    12% erreicht von
    1.100  für Quorum  (?)

Schützt den Feldhamster vor dem Aussterben

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Deutsche Petition

Der Feldhamster ist eine vom Aussterben bedrohte Art. In vielen Bundesländern ist er bereits ausgestorben. Das bedeutendste Vorkommen in Hessen befindet sich zwischen Hanau Mittelbuchen. Frankfurt Bergen und Maintal. Dieses Gebiet wird durch die Ausweisung des Baugebietes Mittelbuchen Nordwest verkleinert. Bei der letzten Zählung im Herbst 2017 wurde er wieder auf der vorgesehen Fläche nachgewiesen. Ein Artenschutzgutachten darüber liegt der Stadt vor. Trotzdem hält die Stadt an diesem Bauvorhaben fest.

Laut Gesetz darf kein Exemplar der Feldhamster bedroht, gefährdet oder getötet werden. Seine Lebensräume dürfen nicht zerstört werden.

Begründung:

Wie aus dem Faunistischen Gutachten der Stadt  hervor geht, gibt es ein bedeutendes Vorkommen dieser vom Aussterben bedrohten Art auf dem vorgesehenen Baugebiet. Laut Gesetz darf kein Exemplar der Feldhamster bedroht, gefährdet oder getötet werden. Seine Lebensräume dürfen nicht zerstört werden.

Der Feldhamster ist im Untersuchungsgebiet vor allem im südlichen Teil vertreten. Es ist davon auszugehen, dass die Art im Gebiet reproduziert. Sichtbeobachtung, Tot Fund und Nachweis mit der Fotofalle sowie insgesamt 8 Baue des Feldhamsters innerhalb der Untersuchungsfläche deuten auf eine sehr gute Eignung des Gebietes als Lebensraum für Feldhamster .

Das Gutachten sagt weiter, dass es angeblich keine Alternativen zum Baugebiet gäbe.

4.1 Empfohlene Ausgleichsmaßnahmen Bezüglich der Feldhamsterpopulation wäre es wünschenswert alternative Standorte zu prüfen. Allerdings bestehen im Plangebiet keine bekannten Alternativ

Das stimmt nicht! Man hat nur nicht danach gesucht. Nur weil es einen Flächennutzungsplan gibt, der kein anderes Baugebiet in Mittelbuchen ausweist kann man nicht den Feldhamster dafür leiden und sterben lassen. Es ist grundsätzlich Aufgabe der Stadt, nach Flächen zu suchen! und in der Stadt gibt es genügend leerstehende Flächen

Das Gutachten empfiehlt Schutzmaßnahmen. Diese sind auf Grund der Gesetzeslage sowieso notwendig. Sie haben mit dem Baugebiet nichts zu tun.

Unsere Landesregierung hat den Artenschutz in ihrem Koalitionsvertrag als sehr wichtigen Punkt benannt. Die Stadt muss hier alle Artenschutzbelange berücksichtigen.

Schutz und Vernetzung von Naturräumen Das Land Hessen bekennt sich zu den internationalen und europäischen Vereinbarungen im Naturschutz und deren Umsetzung auf Landesebene. Dazu zählen das europäische Netzwerk Natura 2000 sowie die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Ein Dialog zwischen den Kommunen, der Land- und Forstwirtschaft und den Naturschutzverbänden soll die Grundlage für die Erstellung von Managementplänen und die Sicherung von Schutzgebieten nach Natura 2000 sein. Wir wollen dem Artenverlust auch in Hessen Einhalt gebieten. Wir werden deshalb die vorhandenen Artenschutzprogramme nutzen, um die Gefährdungssituation für Rote-Liste-Arten deutlich zu verbessern

Auszüge zum Thema Umsiedlung des Feldhamsters 

Im Frühjahr stört eine Umsiedlung die beginnende Reproduktion sowie die Ausbildung der Territorial- bzw. Aktionsraumstruktur nach der Überwinterung. Der Umsiedlungszeitraum ist sehr lang, da sowohl die früh erwachenden (möglicherweise bald abwandernden oder sterbenden) als auch die ihre Überwinterung erst Ende Mai oder Anfang Juni beendenden Tiere gefangen werden müssen. Bis etwa Mitte Juni werden also weitere Tiere zu den bereits umgesiedelten gesetzt, was die reproduktionszeitliche Territorial- und Aktionsraumstruktur der umgesiedelten Population nicht nur einmalig, sondern während der Hälfte der verfügbaren Reproduktionsperiode des Feld-hamsters stört. […]

Als Nachteil lässt sich anführen, dass bei Umsiedlung im Spätsommer die Populationsdichte bereits ihr Jahresmaximum erreicht hat und bis zur nächsten Reproduktionsperiode populationsbiologisch bedingt wieder abnehmen muss. Der größte Teil der Population besteht zudem aus Jungtieren, deren Mortalität höher ist als die adulter Tiere. Ob diese Unterschiede nach Verfrachtung (dann fehlende Ortskenntnis für Alt- und Jungtiere) und bei Einsetzen in eine gemanagte Ansiedlungsfläche (geminderte Mortalität durch schützende Vegetationsdecke und verbesserte Bevorratung) in gleicher Höhe auftreten, ist unbekannt

Wie aus den Auszügen hervorgeht, sind die Maßnahmen die das M&M (Mammen&Mammen- Gutachten) beschreibt zur Hamsterrettung nicht geeignet.

WIR FORDERN AUF DIE BEBAUUNG DIESER FLÄCHEN ZU GUNSTEN DER FELDHAMSTER ZU VERZICHTEN

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hanau, 14.10.2017 (aktiv bis 11.04.2018)


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