Wer aus dem östlichen Umland mit dem Fahrrad nach Erlangen fahren möchte, findet am Rand des Reichswaldes theoretisch einen idealen Weg vor: eben, im Grünen und ohne Autoverkehr. Leider ist die Oberfläche des Weges für Radfahrer schlecht geeignet, teilweise mit groben Schotterauflagen, Schlaglöchern und nach Regen aufgeweicht. Dabei ist dieser Weg, der teilweise auf der alten Eisenstraße von der Kalchreuther Straße (St 2243) bis zum Obi-Kreisel in Erlangen verläuft, von großer Bedeutung. Noch viel mehr Radfahrer aus Neunkirchen, Dormitz oder Eschenau würden diesen schönen und sicheren Weg nach Erlangen nutzen, wenn er fahrradfreundlicher wäre.

Ich fordere die Verantwortlichen auf, diesen wichtigen Weg dauerhaft für Radfahrer zu verbessern.

Reason

Warum dieser Weg? Hier sind einige Argumente:

  • Innenminister Herrmann hat das Ziel ausgegeben, bis 2020 einen Radverkehrsanteil im Modal Split von 20% zu erreichen. Derzeit liegt der Anteil bei 10%. Ohne deutlich bessere Radwegeinfrastruktur wird dieses Ziel nicht zu erreichen sein.

  • Der Weg entlang des Waldes stellt eine sehr wichtige Radwegeverbindung zwischen östlichem Umland (Eckental/Eschenau, Neunkirchen) und Erlangen dar, u.a. ist er auch Teil des Bayernnetz für Radler (Pegnitztal-Radweg).

  • Der Weg entlang des Waldes führt nach Erlangen zum Obi-Kreisel. Von dort gibt es gute Radwegeverbindungen zum Universitätsgelände Süd, zum neuen Siemens-Campus und in die Erlanger Innenstadt.

  • Durch den neuen Radweg (Bau voraussichtlich 2020) entlang der Mühlenstraße (von der Minderleinsmühle bis zur Staatsstraße nach Kalchreuth ST 2243) wird eine wichtige Lücke im Radwegenetz des Landkreises Erlangen-Höchstadt beseitigt werden. Der Weg entlang des Waldes ist die konsequente Weiterführung.

  • Verbesserungen an der Staatsstraße in Uttenreuth, die in den nächsten Jahren kommen sollen, werden nicht ausreichend sein. Aufgrund der beengten Flächen, den Nutzungskonflikten mit den Fußgängern und den zahlreichen Ein- und Ausfahrten wird die Strecke entlang der Staatsstraße in Uttenreuth auch nach der Sanierung keine erstklassige Radwegeverbindung für Pendler werden.

  • Radfahren liegt im Trend. Immer mehr Bürger möchten das Rad nicht nur in der Freizeit, sondern auch für den täglichen Weg zur Arbeit nutzen. Durch die weitere Verbreitung von Pedelecs sind Entfernungen wie die nach Neunkirchen am Brand (ca. 9 km) oder nach Eschenau (ca. 14 km) leicht zu bewältigen. Radfahrer, die diese Strecken fahren wollen, brauchen die dazu passende Radwegeinfrastruktur.

  • Die derzeitige Oberflächenbeschaffenheit des Waldweges ist für viele Bürger ein Argument, ihn nicht zu nutzen. Im Sommer bei Trockenheit sind die Wege sehr staubig, bei Nässe verursacht das Wegematerial hartnäckige Flecken auf der Kleidung. Auf die Wege wird regelmäßig zum Teil grober Schotter aufgebracht, der durch seine lose Beschaffenheit zu einer Gefährdung der Radfahrer führt. Gleichzeitig muss der Radfahrer sich erheblich mehr anstrengen, da der Rollwiderstand deutlich größer ist.

  • Klimaschutz ist ein nationales Ziel. Jeder Radfahrer, der mit dem Fahrrad anstelle des Autos zur Arbeit fährt, entlastet unsere Straßen und spart CO2. Bessere Radwege führen zu mehr Nutzern und damit zu mehr Klimaschutz.

Forderung: Der Weg entlang des Waldes, beginnend bei der Staatsstraße 2243 Richtung Kalchreuth und endend in Erlangen am Obi-Kreisel, soll fahrradfreundlicher werden. Dazu ist es nötig, den Belag so zu wählen, dass Radfahrer ohne großen Rollwiderstand ganzjährig fahren können.

Dicke Feinsplittschichten oder grober Schotter scheiden als Oberflächenmaterial aus, der Weg muss dauerhaft und zuverlässig gepflegt werden. Wir fordern die Politik auf, Gespräche mit den Grundstückseigentümern, den Anrainer-Kommunen und den zuständigen Gebietskörperschaften aufzunehmen, um das Ziel eines fahrradfreundlichen Weges baldmöglichst zu erreichen.

Thank you for your support, Esther Schuck from Uttenreuth
Question to the initiator

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News

  • Ich freue mich sehr, dass 2 Wochen vor dem Ende der Unterschriftensammlung schon mehr als 700 Bürger unterschrieben haben. Das ist mehr, als ich erhofft hatte und zeigt, dass das Thema Radfahren viele bewegt. Besonders freue ich mich über die vielen persönlichen Kommentare, die zeigen, dass den Unterzeichnern eine echte Verbesserung dieser wichtigen Radwegeverbindung ein Anliegen ist. Gute Wege sind die Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen das Rad nutzen, auch für den täglichen Weg zur Arbeit. Die Petition endet am 4.6. Ein gemeinsamer Gesprächstermin mit den zuständigen Verantwortlichen in Politik und Verwaltung wurde bereits von mir angefragt. Dort werden dann die Unterschriften übergeben werden. Ich werde davon hier berichten. weiter

pro

1. Ein gut ausgebauter Radweg würde sicherlich viele Gelegenheitsradler dazu motivieren mehr Fahrrad zu fahren und das Auto stehen zu lassen. 2. Besserer Belag: - Im jetzigen Zustand gibt es stellenweise gefährlich tiefe Löcher in der Eisenstraße. Passt man kurz nicht auf kann es, durch die immer tiefer werdenden Löcher, zum Sturz kommen - Gefrorene Fahrrillen und Fußspuren im Winter machen die Eisenstraße für Radfahrer an manchen Tagen nahezu unpassierbar - Hat man nicht gerade ein voll gefedertes Mountainbike sind die Rillen die manche Traktorreifen hinterlassen für Radfahrer sehr unbequem

contra

Der Weg wird in den ortsnahen Bereichen von Uttenreuth und Buckenhof nicht nur von Radlern, sondern überwiegend auch von Fußgängern genutzt. Würde er asphaltiert werden, käme es, wie von den Petitionsbefürwortern gewünscht, vielleicht zu einem höheren Radverkehrsaufkommen und damit aber auch auf jeden Fall zu einer geringeren Benutzerfreundlichkeit für Fußgänger. Zusätzlich ist damit zu rechnen, dass mit einer Asphaltierung der Grundstein gelegt würde für die Forderung eines Radschnellwegs auf dieser Strecke. Dann wäre der Weg für Fußgänger verloren. Er ist aber für alle da.

Why people sign

  • 4 h. ago

    Alternativer Arbeitsweg nach Erlangen zu Auto und den suboptimalen öffentlichen Verkehrsverbindungen

  • 8 h. ago

    Umweltschutz, Fahrradfahrer, Kinder

  • 8 h. ago

    Ich benutze diese Strecke sehr häufig.

  • 2 days ago

    Ich habe eine Zeitlang im Uni-Südgelände gearbeitet und bin - von Hagenau aus über die Passhöhe Marloffstein und dann über diesen und die angrenzenden Wege gefahren, um an meinen Arbeitsort zu kommen. Dabei ist es mir mehrmals passiert, dass ich fast im Schlamm versunken bin oder einen anderen Weg nehmen musste, weil die Wege neu geschottert und damit unbefahrbar waren.

  • Andrew Dewdney Neunkirchen

    3 days ago

    Ich fahre jeden Tag von Neunkirchen nach Erlangen. Beim Regen ist aber die Eisenstraße sehr dreckig, aber trotzdem besser als mit dem Autos und Schulgänger zu kämpfen.

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