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Bild zur Petition mit dem Thema: Sicheres Fliegen soll nicht im Billiglohnsektor bleiben Sicheres Fliegen soll nicht im Billiglohnsektor bleiben
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Deutscher BundestagPetitionsausschuss
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Sicherheit mehr
  • Status: Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 19 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Sicheres Fliegen soll nicht im Billiglohnsektor bleiben

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Warum sind die Luftsicherheitskontrollkräfte 16 Euro „Wert“?

Diese Frage stellen sich die Tage bestimmt nicht nur die Passagiere die an verschiedenen Flughäfen in den Warteschlagen stehen, oder mit ansehen müssen wie Ihre Flüge gestrichen werden, nur weil die Sicherheitskontrolle streikt?

Und dann auch noch um 30% Lohnerhöhung streiken?? Ist dass nicht unverschämt und Maßlos übertrieben?

Stellen Wir uns mal die Fragen WARUM und WESHALB fordern diese Mitarbeiter diese 30% und wie viel sind diese 30% überhaupt in Zahlen?

Um zu verstehen was genau dort bestreikt wird, müssen wir kurz in die Materie gehen, sprich die Aufteilung der verschiedenen Aufgaben erklären.

Als erstes fange ich mit den Mitarbeitern der Fluggastkontrolle an, die sogenannten Luftsicherheitsassistenten nach §5 LuftSiG. Das sind die klassischen Personen – und Reisegepäckkontrolleure die an den Gates die Fluggäste kontrollieren. Laut mannigfaltiger Meinung sind das alles angelernte Hilfskräfte die nach einem 6-8 wöchigen Kurs mit anschließender Prüfung bei der Bundespolizei auf die Menschheit losgelassen werden. Dies ist aber leider die halbe Wahrheit. Die Dauer des Kurses, der in der Regel von der Agentur für Arbeit per Bildungsgutschein bezahlt wird und dadurch sehr lukrativ für die Firmen ist, verrät nur die halbe Wahrheit, denn im Anschluss dessen müssen viele LuftAsse einen unbezahlten Probemonat arbeiten. Wie ganz normale Kollegen. In dieser Zeit erfolgt quasi die „praktische“ Ausbildung die erst nach einem halben Jahr als ausreichend angesehen werden kann. Die Luftsicherheitsassistenten erlernen in der Zeit des Kurses zu ca. 70% die rechtlichen Grundlagen dieses Jobs die sehr umfangreich sind. Sie umfasst unter anderem die gesamte Bandbreite an historischen, rechtlichen aber auch die sonstigen Auswirkungen ihres Tuns. Kurz gesagt sehr umfangreich, trocken aber aus Zeitgründen kompakt. Aber wie Arbeiten diese Leute die die Sicherheit der Fluggäste sichern sollen?

Sehr viele Menschen arbeiten in Schichtbetrieb, und kennen die klassische Anordnung eines Tages in Früh – Spät und in Nachtschicht. Idealerweise die Anordnung die einen Meschen am wenigstens Belasten würde. Am Flughafen ist dieses Modell leider nicht gegeben da dort der internationale Flugverkehr mit seinen Flugslots das Geschehen vorgibt. Aus Kostengründen („Fliegen muss billiger werden“) wurden Anfang des neuen Jahrtausends auf Druck der Airlines und der Flughäfen die Fluggastkontrolle, die eine hoheitliche Aufgabe des Staates darstellt, privatisiert. Diese Privatisierung sollte vier Parteien nutzen (Airlines, Flughäfen, Bundespolizei, und den Firmen), bloss nicht den Arbeitnehmern. Da dieser Bereich ein neues Tätigkeitsfeld für die Sicherheitsfirmen bedeutete erfolgten die Ausschreibungen des Bundes nach dem Grundsatz „Je billiger desto besser“. Den Geiz war/ist Geil. Eine Mentalität die zwar für den Fluggast günstige Preise fürs Fliegen ermöglicht, aber für den Luftsicherheitsassistenten folgendes bedeutet:

• Stündliche oder gar viertelstündige Anforderung der Arbeitskraft • Geringe Monatliche angeforderte Arbeitsstunden • Arbeiten rund um die Uhr – der Flugplan beherrscht die Arbeitszeit • Durch die sehr variablen Arbeitszeiten erhöhte körperliche Belastung dadurch hohe Krankheitsquote • Druck seitens des eigentlichen Auftraggebers der Bundespolizei (plötzliche Qualitätskontrollen des BMI´s, Fachaufsichten), schlimmstenfalls mit Jobverlust als Konsequenz • Mangelnde Wertschätzung seitens der Fluggäste (Beschimpfungen, Gewalt usw.) • Mangelnde Unterstützung und Rückhalt durch Aufsichtspersonal (direkte und indirekte Kräfte) • Die Notwendigkeit freie Tage abzugeben um überhaupt auf Stunden zu kommen. • Zwangspausen die willkürlich dem Flugplan vom Arbeitgeber angeordnet werden, weil die Anforderung des Auftragsgebers vorgibt • Dadurch muss dieser diesen ausgefallenen Lohn gemäß §615 BGB einklagen, da diese „Pausen“ eine Abwälzung des Arbeitgeberrisikos zu 100% auf den Arbeitnehmer darstellen • Soziale Vereinsamung da durch die Arbeitszeiten ein soziales Leben sehr schwer oder fast unmöglich ist • Ungerechte Verteilung der Arbeitszeit, da eine „Nasenpolitik“ gewollt und auch gefördert wird seitens der Vorgesetzten • Alle 3 Jahre eine Rezertifizierung gemäß der EU-Verordnung 185/2010, die schlimmstenfalls den Jobverlust bedeutet • Die absolute Verantwortung für Menschenleben

Nur um einige zu nennen. Und das für aktuell 12,36 €. Sicherheit und Fliegen sind sehr eng verknöpft und sollten uns allen 16 € wert sein.

Begründung:

Immer wieder kommen Kommentare in Fernsehen und Presse die ein total falsches Bild unserer Berufsgruppe darstellen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Solingen, 25.02.2013 (aktiv bis 25.02.2013)


Neuigkeiten

Weil ich zu schnell mit dem Text war und einige Fehler auftreten , bzw. Die Petition noch nich fertig ist.

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Debatte zur Petition

PRO: Der Initiator schildert ganz richtig die Situation der Kolleginnen und Kollegen in der Passagierkontrolle gemäß § 5 Luftsicherheitsgesetz. Noch schlimmer sieht es oft im Bereich des § 9 LuftSig aus. Hier geht es um die Eigensicherungsmassnahmen der Airlines. ...

Noch kein CONTRA Argument.
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Petitionsverlauf