Wir fordern die Landesregierung auf, den Herkunftssprachlichen Unterricht Italienisch für den Ostkreis des Schulamtsbezirks Marburg-Biedenkopf zu ermöglichen, indem qualifizierte Lehrkräfte unbefristet beschäftigt werden und dadurch sichergestellt wird, dass Sprachbildung für alle interessierten Kinder kostenlos möglich ist. Den Schülerinnen und Schülern soll die Teilnahme an qualifiziertem Italienischunterricht von der ersten Klasse bis zum Abitur ermöglicht werden.

Am Beispiel des bereits umgesetzten HU Polnisch lässt sich erkennen, dass unser vergleichbares Projekt HU Italienisch ebenso zu realisieren ist. Deshalb fordern wir die Umsetzung des HU Italienisch (analog zum HU Polnisch) nach den Vorgaben des Kultusministeriums auf der Seite schulaemter.hessen.de/schulbesuch/herkunftssprache-und-mehrsprachigkeit/herkunftssprachshylicher-unterricht/antworten-auf.

Begründung

In Stadtallendorf, Kirchhain und Umgebung findet seit den fünfziger Jahren ein kontinuierlicher Zuzug von italienischen Familien aufgrund der Produktionsstätte der Firma Ferrero und anderer Unternehmen statt. Dadurch liegt ein erheblicher Bedarf an HU Italienisch vor. Aktuell findet verstärkter Zuzug aus Italien statt. Das Bistum Fulda hat auf diese Entwicklung im September 2015 mit der Einstellung eines italienischen Pfarrers mit dem Sitz Stadtallendorf reagiert. Der Bedarf an HU Italienisch ist durch zahlreiche Erhebungen nachgewiesen. Die vorliegenden Zahlen sprechen für den mittel- und langfristigen Bedarf, und der HU Italienisch ist in der von uns gewünschten Form bereits in anderen Schulen Hessens realisiert.

Aufgrund des mittel- und langfristigen Bedarfs an HU Italienisch in Stadtallendorf, Kirchhain und Umgebung, ist eine solide Italienischausbildung von der 1. Klasse bis zum Abitur für diese Region von erheblicher kultureller, wirtschaftlicher und letztlich auch europapolitischer Bedeutung.

Dieser Unterricht muss kostenlos sein, damit Kinder aus finanziell schlechter gestellten Familien nicht ausgeschlossen werden.

Bereits im Koalitionsvertrag wird die Mehrsprachigkeit in einer immer internationaler werdenden Welt als Notwendigkeit formuliert. Die Sprachkenntnisse in der Herkunftssprache sollen dadurch gefördert werden, dass sie in der Schule als 2. und 3. Fremdsprache angeboten werden können (vgl. Seite 58 des Koalitionsvertrages). Aus der Richtlinie 77/486/EWG, deren Gültigkeit nach wie vor besteht, lässt sich ableiten, dass ein Rechtsanspruch auf die staatliche Absicherung des Herkunftsstaatlichen Unterrichts besteht. Ebenso ist auf die Entschließung des europäischen Parlaments vom 02.04.2009 zu verweisen.

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