• Von: Maren Müller mehr
  • An: Ministerpräsidentenkonferenz, ARD, ZDF, Dradio
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Medien mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 128 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Sofortiger Stopp der Finanzierung korrupter Organisationen (FIFA) durch Rundfunkbeiträge!

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Sofortiger Stopp der direkten bzw. indirekten Finanzierung korrupter Organisationen (FIFA) durch Rundfunkbeiträge!

Um die 430 Millionen Euro zahlten ARD und ZDF laut interner Angaben für die Übertragungsrechte der Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Genaue Zahlen erfahren Fans, Beitragszahlende und Publikum ohne Vorliebe für die gewinnträchtige Rasensportart weder von den Rundfunkanstalten noch von der FIFA. ARD wie ZDF wollen die Zahlen unter Hinweis auf die Vertraulichkeit der Verträge nicht kommentieren. Das von den Verantwortlichen in Politik und Gremien ignorierte Recht der Beitragszahler, genauer zu erfahren wohin die Millionenbeträge ohne Rechnungslegung verschoben werden, sollte alsbald eine politische Kontrolle auf den Plan rufen.

www.spiegel.de/spiegel/vorab/fussball-wm-ard-und-zdf-zahlen-mehr-fuer-uebertragung-a-1014576.html

Begründung:

Weder gesetzlicher Programmauftrag, freie Meinungsbildung, Bildungsauftrag, noch die Stärkung der demokratischen Grundordnung legitimeren diese offensichtliche Subventionierung korrupter Eliten durch die Beitragszahlenden. Solange die FIFA undurchsichtige Geschäfte betreibt, sollte es privaten Sendeanstalten vorbehalten bleiben, die Kosten für die Übertragungsrechte über ihre Werbeeinnahmen zu generieren, sofern sich angesichts des Verfalls der Geschäftssitten noch Werbepartner finden. Die Beitragszahlenden sollten jedoch nicht dazu gezwungen werden, die unhaltbaren Zustände auf den Baustellen in Katar und in den Hinterzimmern korrupter Funktionäre weiterhin zu alimentieren und somit unfreiwillig zum Teil eines korrupten Systems zu werden.

Die ARD selbst hat vor Jahren die Reißleine bei der Übertragung der Tour de France gezogen, um sich von den dort unhaltbaren Zuständen (insbesondere Doping) zu distanzieren und damit eine Reform voranzutreiben.

Die FIFA finanziert sich ungefähr zur Hälfte aus dem Verkauf von Fernsehrechten. Durch den Entzug dieser Mittel würde die FIFA unter Druck gesetzt, Reformen durchführen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sollten so lange keine Geschäftsbeziehungen mit der FIFA unterhalten, bis die Korruptionsvorwürfe geklärt und Compliance-Regeln eingeführt und umgesetzt wurden. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten tragen ansonsten weiterhin als eine der Hauptfinanziers der FIFA eine erhebliche Mitverantwortung für Missstände und Korruption.

Die moralische Trennung zwischen Sportereignis und korrupter Organisation verbietet sich außerdem aufgrund der sendereigenen Compliance-Ansprüche. Bereits bei einem Verdacht und dem Bekanntwerden von Unregelmäßigkeiten innerhalb von Geschäftsbeziehungen sind im Normalfall umfassende Maßnahmen einzuleiten. Das gilt insbesondere dann, wenn sich involvierte Geschäftspartner oder andere potentielle Nutznießer am Beitragsaufkommen öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten bereichern und Missstände vorsätzlich am Leben gehalten werden. Im Falle von Produzenten trennt man sich dann schnell von diesen.

Es gibt keinen Grund, warum für die FIFA und andere Sportverbände andere Maßstäbe als für alle anderen Geschäftspartner gelten sollen.

Verlinkung: Compliance-Regeln - Mitarbeiterkodex zur Korruptionsverhütung
www.zdf.de/compliance-regeln-26701208.html

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Leipzig, 04.06.2015 (aktiv bis 03.08.2015)


Neuigkeiten

Sehr geehrte MitzeichnerInnen, die Petition wird heute auf dem Postweg an die Ministerpräsidentenkonferenz sowie an die Intendanten von ARD, ZDF und Deutschlandradio gesendet. Vielen Dank für Ihre feundliche Unterstützung Maren Müller

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Petitionsverlauf

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