Sofortiger Stopp der direkten bzw. indirekten Finanzierung korrupter Organisationen (FIFA) durch Rundfunkbeiträge!

Um die 430 Millionen Euro zahlten ARD und ZDF laut interner Angaben für die Übertragungsrechte der Weltmeisterschaften 2018 und 2022. Genaue Zahlen erfahren Fans, Beitragszahlende und Publikum ohne Vorliebe für die gewinnträchtige Rasensportart weder von den Rundfunkanstalten noch von der FIFA. ARD wie ZDF wollen die Zahlen unter Hinweis auf die Vertraulichkeit der Verträge nicht kommentieren. Das von den Verantwortlichen in Politik und Gremien ignorierte Recht der Beitragszahler, genauer zu erfahren wohin die Millionenbeträge ohne Rechnungslegung verschoben werden, sollte alsbald eine politische Kontrolle auf den Plan rufen.

www.spiegel.de/spiegel/vorab/fussball-wm-ard-und-zdf-zahlen-mehr-fuer-uebertragung-a-1014576.html

Reason

Weder gesetzlicher Programmauftrag, freie Meinungsbildung, Bildungsauftrag, noch die Stärkung der demokratischen Grundordnung legitimeren diese offensichtliche Subventionierung korrupter Eliten durch die Beitragszahlenden. Solange die FIFA undurchsichtige Geschäfte betreibt, sollte es privaten Sendeanstalten vorbehalten bleiben, die Kosten für die Übertragungsrechte über ihre Werbeeinnahmen zu generieren, sofern sich angesichts des Verfalls der Geschäftssitten noch Werbepartner finden. Die Beitragszahlenden sollten jedoch nicht dazu gezwungen werden, die unhaltbaren Zustände auf den Baustellen in Katar und in den Hinterzimmern korrupter Funktionäre weiterhin zu alimentieren und somit unfreiwillig zum Teil eines korrupten Systems zu werden.

Die ARD selbst hat vor Jahren die Reißleine bei der Übertragung der Tour de France gezogen, um sich von den dort unhaltbaren Zuständen (insbesondere Doping) zu distanzieren und damit eine Reform voranzutreiben.

Die FIFA finanziert sich ungefähr zur Hälfte aus dem Verkauf von Fernsehrechten. Durch den Entzug dieser Mittel würde die FIFA unter Druck gesetzt, Reformen durchführen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sollten so lange keine Geschäftsbeziehungen mit der FIFA unterhalten, bis die Korruptionsvorwürfe geklärt und Compliance-Regeln eingeführt und umgesetzt wurden. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten tragen ansonsten weiterhin als eine der Hauptfinanziers der FIFA eine erhebliche Mitverantwortung für Missstände und Korruption.

Die moralische Trennung zwischen Sportereignis und korrupter Organisation verbietet sich außerdem aufgrund der sendereigenen Compliance-Ansprüche. Bereits bei einem Verdacht und dem Bekanntwerden von Unregelmäßigkeiten innerhalb von Geschäftsbeziehungen sind im Normalfall umfassende Maßnahmen einzuleiten. Das gilt insbesondere dann, wenn sich involvierte Geschäftspartner oder andere potentielle Nutznießer am Beitragsaufkommen öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten bereichern und Missstände vorsätzlich am Leben gehalten werden. Im Falle von Produzenten trennt man sich dann schnell von diesen.

Es gibt keinen Grund, warum für die FIFA und andere Sportverbände andere Maßstäbe als für alle anderen Geschäftspartner gelten sollen.

Verlinkung: Compliance-Regeln - Mitarbeiterkodex zur Korruptionsverhütung www.zdf.de/compliance-regeln-26701208.html

Thank you for your support, Maren Müller from Leipzig
Question to the initiator

News

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Sehr geehrte MitzeichnerInnen,

    die Petition wird heute auf dem Postweg an die Ministerpräsidentenkonferenz sowie an die Intendanten von ARD, ZDF und Deutschlandradio gesendet.

    Vielen Dank für Ihre feundliche Unterstützung

    Maren Müller

  • Liebe MitzeichnerInnen,

    im Februar 2014 hatte ich nach einer ziemlich verunglückten Sendung - im Zustand höchster Verärgerung - die Petition "Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag" gestartet. Innerhalb kürzester Zeit ging die Zahl der MitzeichnerInnen förmlich durch die Decke, obwohl ich lediglich über Twitter zur Verbreitung aufgerufen hatte.

    Nach nur zwei Wochen verzeichnete diese Petition 233.000 MitzeichnerInnen.

    Alle größeren Medienhäuser (außer den Öffentlich-rechtlichen) stürzten sich auf diese Petition, berichteten ausführlich und halfen damit natürlich bei der Verbreitung und der Erhöhung der Anzahl der UnterstützerInnen.

    Diese Petition ist mein zweiter Versuch auf diesem öffentlichen Wege auf einen Missstand aufmerksam... weiter

pro

Not yet a PRO argument.

contra

No CONTRA argument yet.