Region: Germany
Health

Solidarität in Corona-Zeiten

Petition is directed to
Bundestag und Innenminister Seehofer
213 Supporters 209 in Germany
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  1. Launched 27/03/2020
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  5. Decision

In Zeiten von Corona sitzen 42 000 Menschen in einem Freiluft-Gefängnis in Griechenland fest. Wir fordern: Ermöglichen Sie den Flug von Mission Lifeline und die Landung in Deutschland! Stellen Sie den Schutz der Menschenrechte derjenigen sicher, die auf den griechischen Inseln ausharren und Gefahr laufen, in Kürze Opfer eines Massensterbens zu werden.

Setzen Sie sich für eine Koordination auf europäischer Ebene ein und die Evakuierung der Lager auf den griechischen Inseln! Bringen Sie Geflüchtete in Deutschland dezentral unter!

Reason

Demonstrieren geht im Moment nur mit Worten. Und genau das wollen wir hier tun, denn auch wenn es neben dem Corona-Virus kein anderes Thema mehr zu geben scheint, so sitzen doch auf den griechischen Inseln immer noch 42 000 Menschen in einem Freiluft-Gefängnis fest. Ganz zu schweigen von all denen, die nun an der türkisch-griechischen Grenze in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und mit Tränengas, Wasserwerfern und scharfer Munition beschossen werden. Auf Lesbos gab es bereits den ersten Corona-Fall, ein Grieche wurde positiv getestet. Wenn die EU den Friedensnobelpreis im Jahr 2012 zu Recht bekommen hat, dann kann sie jetzt nicht tatenlos dabei zusehen, wie möglicherweise ein weiteres Massensterben geschieht neben dem Sterben im Mittelmeer.

Wie ´Ärzte ohne Grenzen´ oder ´medico international´ bereits deutlich gemacht haben, ist es dringend nötig, dass all die Menschen, die auf den griechischen Inseln in überfüllten Lagern ausharren müssen, in eine menschenwürdige Umgebung gelangen. Dazu gehören hygienische und sanitäre Zustände, die eine Eindämmung des Corona-Virus zulassen.

Im Bündnis ´Seebrücke Sichere Häfen´ sind 47 Kommunen in Deutschland zusammengeschlossen, die sagen: Wir haben Platz. Wir haben Platz für geflüchtete Menschen. Mindestens für die 50 bis 100 Kinder nebst ihren Begleitpersonen, die vom Verein Mission Lifeline in einem ausschließlich mit Spenden finanzierten Charterflug von Lesbos nach Deutschland gebracht werden sollen. Was fehlt, sind nur die Genehmigungen von Auswärtigem Amt und Bundesministerium des Inneren.

Das rassistische Argument, man könne keine Menschen aufnehmen, da diese das Virus mitbringen würden, überzeugt nicht. Denn das Corona-Virus muss mittlerweile als europäisch und auch deutsch angesehen werden. Wir sind nicht am Rande, sondern Teil des Epizentrums. Deshalb ist es jetzt auch an der Zeit, die Sammelunterkünfte für Geflüchtete in Deutschland aufzulösen, in denen viele Menschen auf engem Raum und oft mangelnden hygienischen Bedingungen eingesperrt sind. Nach den ersten Corona-Infektionen in diesen Lagern werden hunderte von Menschen unter Quarantäne gestellt und in ihrer Angst allein gelassen. Anstatt mit einem massiven und kostspieligen Polizeiaufgebot und Wasserwerfern aufzufahren, können diese Menschen in leerstehenden Hotels untergebracht werden. So ist es auch ihnen möglich, soziale Distanzierung zu betreiben und gleichzeitig gesund zu bleiben.

Zum europäischen Lebensstil gehört es, dass wie nirgendwo sonst auf der Welt die Menschenrechte geachtet werden. Diese unterteilen nicht in mehr oder weniger wertvolle Menschenleben. Setzen Sie sich also für eine Koordination auf europäischer Ebene ein, um Geflüchtete aufzunehmen. Die 700 Millionen Euro, die Griechenland für die gewaltvolle Abwehr von Geflüchteten erhält, könnten in den einzelnen Ländern sinnvoller für die Aufnahme von Geflüchteten verwendet werden.

Lasst uns Menschen auf der Flucht so behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollten, wenn wir aus Armut und Krieg fliehen würden!

Thank you for your support, Elena Ball from Wuppertal
Question to the initiator

Ja, richtig: Ich bin auch für eine sofortige Evakuierung der Flüchtlingslager und eine Rückführung in die Herkunftsländer. Aber nach Europa holen? Keinesfalls! Meine SOLIDARITÄT IN CORONA-ZEITEN besteht darin, ihnen Mittel und Möglichkeiten einzuräumen in ihr Heimatland zurück zu reisen. Für diese Solidarität würde ich sogar spenden.

Ohne Kommentar, siehe Quellenangabe.

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