Der Deutsche Bundestag möge beschließen, eine Sozialdienstpflicht gegen den Pflegenotstand in Deutschland einzuführen.

Begründung

Einführung einer Sozialdienstpflicht zur Eindämmung bzw. Vermeidung eines zukünftigen Pflegenotstandes in Alters- u. Seniorenheimen, Pflegeheimen allgemein sowie sozialen Einrichtungen.Mit der Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht endete dementsprechend auch der Zivildienst als Alternative zur Wehrpflicht. Bei der Bundeswehr konnte bis zur Aussetzung der Wehrpflicht ein großer Teil an Zeit- u. Berufssoldaten aus dem Bereich der Wehrdienstleistenden generiert werden, was dort bis heute ein Nachwuchsproblem darstellt.Dies traf auch auf den Zivildienst zu. Die Einführung des freiwilligen Sozialen Jahres reicht bei weitem nicht aus, um die Zahl der dringend benötigten Pflegekräfte/Helfer abzudecken.Mit der Einführung einer Sozialdienstpflicht werden junge Menschen mit den Problemen, Nöten und Ängsten, Gewohnheiten im Alter, Denkweisen usw. älterer Menschen und pflegebedürftiger Personen vertraut gemacht. Es kann ein, für beide Seiten, hilfreicher Erfahrungsaustausch stattfinden, von dem eben dann auch beiden Seiten profitieren können.Ältere Menschen und Pflegebedürftige können oft nicht am normalen Leben in der Gesellschaft teilhaben und sind letztendlich leider oft nur eine Nummer auf den Arbeitsplänen der überforderten Pflegekräfte. Von ihren Erfahrungen und Sichtweisen können junge Menschen viel lernen und auch weiter geben bzw. vorleben. Gleichzeitig erfahren ältere Menschen Wertschätzung, Respekt und Zuwendung und fühlen sich nicht abgegrenzt. Oft genügt einfach etwas Zeit zum Zuhören, Essen oder spazieren gehen.In einigen europäischen Nationen werden fast ausschließlich positive Erfahrungen durch den Kontakt zwischen jung und alt bei der Pflege und Betreuung gemacht. So leben z.B. in den Niederlanden Studenten mit älteren Menschen in Wohnheimen.Mit der Sozialdienstpflicht und den Einblicken in diesen Berufszweig kann es zudem gelingen Menschen für den Einstieg in diesem Bereich zu gewinnen.In einer Art Grundausbildung werden Sozialdienstleistende zu Ersthelfern ausgebildet und können auf ein Basiswissen aufbauen, das je nach Aufgabengebiet erweitert werden kann.Schnelle Erste Hilfe bei den häufigen Alterserkrankungen Herzinfarkt und Schlaganfall kann so gewährleistet und auch im zivilen Leben von Nutzen sein und angewendet werden.Der Zeitraum der Sozialdienstpflicht sollte zwölf Monate dauernAls Ersatzdienst bleiben z.B. Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz oder sogar Wehrdienst.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung
Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Man könnte einfach die Wehrpflicht wieder einführen, nur mit umgekehrten Zeichen: nicht der Dienst an der Waffe muss aktiv verweigert werden, sondern der Zivildienst