Petition richtet sich an:
Petitionsausschuss des deutschen Bundestages
Ebenfalls für Deutschland, nach dem Vorbild Österreichs, einen sehr hohen Anteil an sozialen Mietswohnungen (Besitz und Verwaltung) in Staats-, Länder-, Gemeinde- oder Städte anstreben. Dadurch wird ein kostengünstiger Konkurrenzmarkt zum Gewinnoptimierten freien Wohnungsmarkt geschaffen und die Mieten können auch zukünftig noch von Normal- und Geringverdienern bezahlt werden. Menschenwürdiges Wohnen würde dadurch für jedermann erschwinglich sein.
Begründung
Leider hat Deutschland die Anzahl an Sozialwohnungen von 3,9 Mio in 1987 (Quelle Wikipedie:https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialer_Wohnungsbau) auf 1,14 Mio in 2019 (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/892789/umfrage/sozialwohnungen-in-deutschland/) reduziert. Dadurch müssen vom Sozialamt teure Wohnungsmieten für Bedürftige auf dem freien Wohnungsmarkt bezahlt werden. Da jeder von uns durch z.B. Krankheit, Scheidung oder Arbeitslosigkeit (auch heutige Gutverdiener) sehr leicht in Armut rutschen kann, sollte aufgrund der heutigen hohen Mieten mit einem geringen Einkommen nicht gleich in eine existenzbedrohend Situation entstehen. Wenn sich Wohnungsmieten weiterhin als Spekulationsgarant anbieten, wird der Trend zu hohen Mietsteigerungen, vor allem in Ballungsräumen, nicht aufhören. Folgen wir Österreich und ermöglichen bezahlbare Wohnungen und somit einen höheren Lebensstandard für alle. Auch wenn ich selbst nicht in dieser Not bin, ist es mir eine Herzensangelegenheit, dass alle in diesem Land ohne Angst vor Armut leben müssen. Profitmaximierung einzelner darf nicht auf Kosten der sozial Scwächeren gehen. Darüber hinaus dürfen Sozialwohnungen niemals wieder aus der Sozialbindung fallen und auch nicht veräußert werden, damit der Neubau oder Kauf von Wohnungen durch die öffentliche Hand auch nachhaltig siene Wirkung zeigt.
Anteil Sozialwohnungen zu allen Mietwohnungen Deutschland 2019 (1,14 Mio von 42,5 Mio = 2,7% ) Quelle (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Wohnen/_inhalt.html)
Vergleich zur Situation in Österreich: "Die Zahl der Hauptwohnsitzwohnungen lag im Jahresdurchschnitt 2019 bei 3.949.863. Dieser hochgerechnete Wert basiert auf der Mikrozensus-Wohnungserhebung und spiegelt auch die Zahl der österreichischen Privathaushalte wider – gegenüber dem Vorjahr ist diese um etwa 33.770 gestiegen. Etwas weniger als die Hälfte der Haushalte wurde im Jahr 2019 in Eigentum, weitere 43% in Mietverhältnissen bewohnt. Davon waren 17% Gemeindewohnungen, 39% entfielen auf von Genossenschaften bzw. gemeinnützigen Bauträgern vermietete Wohnungen, die übrigen 44% sind andere, meist private Hauptmietwohnungen." (Quelle: https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/wohnen/wohnsituation/index.html). Das ergibt einen Anteil von 56% aller Mietwohnungen als Gemeinde oder Genossenschaftswohnungen.