Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die steuerfreien Spesensätze bzw.Verpflegungskostenpauschale für Berufskraftfahrer im Übernachtungsverkehr derart anzuheben, dass der Betrag auch dem notwendigen Mindestmass an Ernährung und Hygiene auf bundesdeutschen Autobahnen entsprechen. (bei der aktuellen Preissituation sind das mindestens 100% Steigerung seit der Euroeinführung) Jedoch auf mindestens 35,-€ pro 24std Zeitraum. Ferner möge der Deutsche Bundestag beschließen, dass die Spesensätze künftig und regelmässig an die Teuerungsrate angepassr wird.

Begründung

Zum 1. Januar 2014 wurde die dreistufige Staffelung der Verpflegungspauschalen (6/12/24 Euro) und die Mindestabwesenheitszeiten (8/14/24 Stunden) durch eine zweistufige Staffelung ersetzt: Es gilt 12/24 Euro und 8/24 Stunden. Derzeit liegen die Pauschalbeträge für Verpflegungsmehraufwand bei

8 - 24 Stunden - 12 EUR ab 24 Stunden - 24 EUR

Zu geringe Spesensätze für zu großen Bedarf

Sind in den vergangenen Jahren in Deutschland die Löhne für angestellte Berufskraftfahrer stark unter Druck geraten, selbst im Fernverkehr werden teilweise nur noch Bruttomonatslöhne von € 1500,- gezahlt, so wäre eine kostengerechte Spesenregeling für die Unterwegsversorgung, das Mindeste um gesunde konzentrierte BKF im Strassenverkehr zu haben. Eine gesunde Lebensführung ist insbesondere dann kaum noch möglich wenn sowohl der Lohn als auch die Spesen unterhalb der tatsächlichen Lebenshaltungskosten liegen.Selbst das MiLoG konnte diesem negativen Umstand nichts entgegen setzen.

Dass LKW Fahrer Ausgaben haben, wenn sie auf den Autobahnen des Landes oder in Europa unterwegs sind, ist unbestritten. Tagelang oder manchmal auch wochenlang sind sie unterwegs und müssen auf viele Annehmlichkeiten verzichten. Sie müssen aber die ganze Zeit über essen und trinken, brauchen regelmäßig eine heiße Dusche und jeder Toilettengang kostet sie bares Geld. Man braucht kein Spezialist für Spesenabrechnungen zu sein, um sich auszurechnen, dass da ganz schön was zusammenkommt. Die Preise der bundesdeutschen Raststätten sind nicht unbedingt auf Schnäppchen-Niveau und wer auf sie angewiesen ist, der wird in kurzer Zeit viel Geld los.

Alle LKW Fahrer haben einen anstrengenden Job und sie müssen sich in ihren Ruhepausen gut versorgen können. Das geht auf Dauer nicht allein mit Kühltasche und Thermoskanne, die sie sich mitbringen. LKW Fahrer brauchen warme Mahlzeiten, frisch aufgebrühten Kaffee und eine heiße Dusche, damit sie ihrem schweren Job unbelastet nachgehen können. Dazu kommen kalte Getränke, die je nach Jahreszeit auch in größerer Menge benötigt werden.

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Pro

Die aktuellen Spesensätze haben mit der Realität nichts mehr zu tun! Ein Blick in die Speisekarte auf dem Autohof oder der Raststätte gefällig? Ein Hackbraten kostet 8,99 Euro, eine Grillhaxe 9,99 Euro, die Pizza des Tages 7,90 Euro, eine Kasslerrippe mit Mettwürstchen 7,40 Euro, dazu ein Getränk. Dann sind auf jeden Fall über zehn Euro beim Teufel. Damit wäre laut Spesensatz eine Mahlzeit am Tag abgedeckt. Er beläuft sich nämlich bei einer eintägigen Reise im Inland auf zwölf Euro. Aber es ist eben nur eine Mahlzeit.

Contra

Die Speditionen müssen erstmal die Frachtpreise an die Mindestlöhne anpassen. Wenn ein Fahrer weiter für 1500€ brutto im Monat fahren soll, dann kann der Fahrer nur maximal 176 std eingesetzt werden. Pro Woche also (176x12/52=)40,62 std inclusive bereitschaftszeit und darf nicht nachts oder an Sonn- und Feiertagen eingesetzt werden. Solche Zeiten hat fast keiner von uns. Normal sind doch ca 3x15 std und 2x13 std. Plus 3-4 Nachtstunden minus ca 90 min Pause am Tag. Also ca 63,5 std/Woche = 2338€ zuzüglich nachzuschläge etc. Die Löhne müssen bei 2000-3500 liegen+Spesen, Fahrerkart richtig nutzen