Die B15 neu wird südlich der A 92 aus dem Bedarfsplan für Bundesfernstraßen gestrichen und nicht in den Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgenommen.

Begründung

  1. Südlich der A 92 besteht kein Bedarf für eine vierspurige nach Autobahnstandard gebaute völlig neue Trasse durch Nieder-und Oberbayern. Das Verkehrsaufkommen der B 15 alt ist für eine Bundesstraße unterdurchschnittlich, und beträgt nur ca 6000 KFZ im Durchgangsverkehr. Nur um Landshut, Dorfen und Rosenheim erhöht sich das Verkehrsaufkommen durch Ziel- und Quellverkehr auf bis zu 25 000 Fahrzeuge. Seit 2001 ist eine Stagnation der Jahresfahrleistung zu verzeichnen. Eine Verkehrszunahme ist aufgrund der demografischen Entwicklung ab 2020 nicht zu erwarten.

2 .Die B 15 neu Pläne stoßen in der Bevölkerung auf heftigen Widerstand. So haben sich die Gemeinden Essenbach, Adlkofen, Vilsbiburg, Wurmsham, Rechtmehring, Tuntenhausen, Kolbermoor und Bad Aibling, sowie der Landkreis Ebersberg gegen die B 15 neu ausgesprochen. Zahlreiche Bürgerinitiativen in Essenbach, Adlkofen, Geisenhausen, Vilsbiburg, Velden, Buchbach, Schwindegg, Rechtmehring und Kolbermoor sowie die Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse von Regensburg nach Rosenheim e.V. und der Bund Naturschutz in Bayern e.V. werden diese Pläne entschieden und mit allen rechtlichen Mitteln bekämpfen. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung der bayerischen Staatsregierung 2012 wurde die B 15 neu überwiegend abgelehnt.

  1. Die Trasse durchschneidet rücksichtslos die nieder- und oberbayerische Hügellandschaft wegen der zahlreichen Einschnitte und Aufböschungen. Sie trennt Ortsteile und vernichtet wertvollen landwirtschaftlichen Boden in einer Breite von bis zu 80 Metern.

  2. Die Trasse durchschneidet Naturschutz-, Wasserschutz- und FFH- Gebiete südlich der Isar, bei Schwindegg, im Atteltal und bei Kolbermoor.

  3. Durch die immensen Eingriffe in die Topologie, und die sich daraus ergebenden Maßnahmen, durch eine Beton-Wanne bei Ohu, die Brücke über die Isar, den Tunnel unter dem FFH- Gebiet in den Isarhangleiten, wird diese gelbe Autobahn immens teuer.

  4. Die B 15 neu Pläne blockieren sinnvolle örtliche Umgehungsstraßen in Landshut, Taufkirchen, Dorfen und St. Wolfgang. Diese Entlastungsmaßnahmen sollten vorrangig geprüft werden.

  5. Die über 40 Jahre alte Planung berücksichtigt weder den Flughafen München und seine Anbindung, noch die mittlerweile erstellten Ortsumgehungen bei Geisenhausen, Vilsbiburg, Haag und die im Bau befindliche Westumfahrung von Rosenheim. Im Bereich Landshut könnte eine Osttangente den Ziel und Quellverkehr aufnehmen.

  6. Die Alternative ist die sogenannte Versatzlösung: Durch die Ableitung des Durchgangsverkehrs über die A 92 und die Flughafentangente Ost, die vierspurig ausgebaut werden soll, kann das von der bayerischen Staatsregierung festgelegte Ziel, den nordöstlichen Quadranten vom Verkehr um München zu entlasten, mit geringem finanziellen Aufwand erreicht werden.

  7. Die Region von Landshut bis Rosenheim ist mit Straßen bereits gut erschlossen. Eine gelbe Autobahn bringt der Region keine Verbesserung der Infrastruktur, sondern erhebliche Belastungen durch das Heranziehen hoher Verkehrsaufkommen aus anderen Regionen.

  8. In der Region Südostbayern wartet man seit Jahrzehnten auf die den Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Landshut-Platting sowie München-Mühldorf-Freilassing. Hier wären die Mittel weitaus zukunftsträchtiger eingesetzt.

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Neuigkeiten

  • B15 neu in weiter Ferne
    Bundestags-Petition in Berlin übergeben.

    Ende 2013 hatten die Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg-Rosenheim eine Online-Petition gestartet mit der Forderung, die B15 neu südlich der Autobahn A92 nicht mehr in den nächsten Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen. Innerhalb weniger Wochen unterzeichneten mehr als 12.000 Bürgerinnen und Bürger diese Petition mit vollem Namen und ihrer Adresse. Die BUND Naturschutz Kreisgruppe Landshut, zahlreiche örtliche Bürgerinitiativen und mehrere Kommunen entlang der geplanten Trasse unterstützten diese Petition. Eine parallel dazu durchgeführte Online-Umfrage der IDOWA-Zeitungsgruppe im Januar 2014 bestätigte eindrucksvoll, dass sich mehr als 90 Prozent der Abstimmenden gegen einen Weiterbau der B 15 neu über die A 92 hinaus aussprachen.

    Um den Willen dieser und vieler gleich gesinnter Bürger den verantwortlichen Politikern zu verdeutlichen, konnten vor kurzem Reinhold König, Vorstandsmitglied der BUND Naturschutz Kreisgruppe Landshut (BN) und Mitglied im BN-Landesarbeitskreis Verkehr, und Gisela Floegel, Vereinsvorsitzende der B 15 neu Gegner, der Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär, die Petition und die Forderungen des BN in Berlin übergeben. Sie hatten dabei die Gelegenheit, die Gründe für die breite Ablehnung der Bürgerschaft vorzubringen und wiesen dabei auf die massiven Eingriffe in die nieder- und oberbayerische Natur- und Kulturlandschaft hin. Frau Bär zeigte sich offen für die Argumente ihrer Gesprächspartner, zumal für den Straßenbauetat des zukünftigen Bundesverkehrswegeplanes so viele Anmeldungen eingegangen seien, dass er „dreifach überbucht“ sei. Doch die Finanzmittel seien sehr begrenzt, zusätzliche Mittel seien nicht zu erwarten. Deshalb müsse der Freistaat seinerseits Prioritäten setzen; sie sicherte eine faire, neutrale Bewertung nach sachlichen Kriterien zu. Zusammen mit dem Petitionsordner nahm sie auch eine Resolution der BUND Naturschutz Kreisgruppe Landshut entgegen und zeigte starkes Interesse am ebenfalls übergebenen Dokumentarfilm über den vierzigjährigen Widerstand der Bevölkerung gegen diese gelbe Autobahn. Frau Bär sicherte zu, den Bundesverkehrsminister, Alexander Dobrindt, über das Anliegen ihrer Gäste zu informieren.

    In weiteren politischen Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Bundesverkehrsausschusses, Martin Burkert, wurden weitergehende Informationen ausgetauscht. Martin Burkert wies selbst auf die unrealistische Menge bayerischer Straßenbauwünsche hin, ausreichend für die nächsten 160 Jahre, welche im Gegensatz zu anderen Bundesländern immer noch auf Straßenneubau setzen. Wegen des hohen Bedarfes an Ersatz und Sanierung bestehender Straßen müssten zukünftig 80 Prozent der verfügbaren Mittel für den Erhalt der bestehenden Infrastruktur verwendet werden, so Burkert. Aufgrund der begrenzten Finanzmittel soll der Eigenanteil der Länder an der Finanzierung verdoppelt werden. Alle Gesprächspartner waren sich einig, dass es bei diesen Voraussetzungen sinnlos sei, umstrittene Projekte mit geringem Nutzen weiter zu betreiben. “Wo gestritten wird, geht gar nichts“, da würden dann eben unumstrittene Projekte realisiert. Es wurde vereinbart das Gespräch mit den Bürgern in der von der B 15 neu betroffenen Region fortzusetzen und zu vertiefen.

    Als Ergebnis der Gespräche nahmen Gisela Floegel und Reinhold König mit, dass sich weiterer Widerstand lohne. Dabei fühlten sie sich bestärkt durch ein Zitat von Ministerpräsident Seehofer, mit dem Staatsekretärin Bär die beiden bayerischen Besucher verabschiedete: „Gegen den Willen der Bürger wird nichts geschehen“.

    Weitere laufende Informationen finden Sie unter:
    www.stop-b15-neu.de/

    oder unserer Facebook-Präsenz:
    www.facebook.com/pages/Stop-B15-neu/106564479488415?ref=hl


    Gisela Floegel

  • Liebe Unterstützer,

    es sind noch 4 Tage, wir haben nun das erstklassige Ergebnis von knapp 11.000 Unterschriften,davon 10.000 aus Bayern, erreicht.

    Wir sagen vielen Dank dafür, gemeinsam können wir unsere Meinung nun dem Bund weiterreichen.

    Gerne würden wir Sie weiterhin über die Geschehnisse rund um die B15 neu unterrichten.
    Der bisherige OpenPetitions-Email-Service (über den Sie diese Email erhalten), steht uns langfristig irgendwann nicht mehr zur Verfügung.

    Sind Sie an den weiteren Entwicklungen interessiert ?

    Melden Sie sich einfach über unseren Newsletter an:
    www.stop-b15-neu.de/index.php?id=234

    Gerne sind wir auch behilflich über unsere Email-Adresse:
    bi-vg-velden@freenet.de

    oder sie erreichen uns über unsere Facebook-Präsenz:
    www.facebook.com/pages/Stop-B15-neu/106564479488415

    Wir würden uns freuen, weiterhin mit Ihnen in Kontakt bleiben zu dürfen.

    Herzliche Grüße

    Ihre

    Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg-Rosenheim (B15neu) e.V.

  • Liebe Mitunterzeichner,

    wir haben die sagenhafte Zahl von 9300 Unterzeichnern geschafft.
    Nun sind es noch 13 Tage und es fehlen noch 700 Unterschriften zum Ziel von 10000 !

    Vielleicht können Sie weitere Stimmen zur Unterschrift motivieren, dann wird das Ziel schnell erreicht.
    Gerne natürlich auch mehr, nach oben gibt es keine Grenzen.

    Über Ihre Mithilfe würden wir uns sehr freuen und gemeinsam können wir stolz auf unseren Erfolg blicken.

    Herzliche Grüße
    von der
    Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg-Rosenheim (B15neu) e.V.

Pro

Jeder dem etwas an seiner Heimat liegt und verhindern will, dass unsere schöne Landschaft zerstört wird, muss hier unterschreiben. Lassen sie sich nicht von der Wirtschaft und Politik weichkochen.

Contra

Gestern 02.12.13 wurde das neue Teilstück Neufahrn/Ergoldsbach eröffnet. Heute 03.12.13 kann ich sagen 40 Jahre zu spät. Der Verkehr nach Landshut oder durch Landshut hindurch ist eine Umweltkatastrophe 1000de von Autos die im Verkehr bei Schrittgeschwindigkeit stecken, das ist eine Umweltbelastung ! B15neu Gegner bitte Hirn einschalten. Gruß aus Ergoldsbach. Fahren will jeder die Straße will keiner.