Studienplätze im Masterstudiengang Psychologie

Jelena Marz
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Petitionsausschuss des Rheinland-Pfälzischen Landtages
342 Supporters 342 in Rheinland-Pfalz
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  1. Launched January 2019
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Dies ist eine Online-Petition des Rheinland-Pfälzischen Landtages.

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Über welche Entscheidung / welche Maßnahme / welchen Sachverhalt wollen Sie sich beschweren?

Quote der Studienplätze im Fach Psychologie. Durch die Bologna-Reform wurde die Quote der zu vergebenden Masterplätze im Fach Psychologie im Vergleich zu den vorherigen Diplomplätzen drastisch eingekürzt. Somit kommt es zu einer Einkürzung der Plätze um bis zu 50%. Dies resultiert in einem extremen Notendruck während des kompletten Bachelor Studiums (es geht nur noch um gute Noten und das im Fach Psychologie ist doch etwas paradox). Durch die enorme Noteninflation kommt es dazu, dass ein Bachelorabschluss mit einem Notendurchschnitt von 1,6 an vielen Universitäten nicht ausreicht. Das heißt, dass eine enorme Anzahl der Bachelorstudenten keinen Studienplatz im Master bekommt. Daraus folgt, dass sich einige von ihnen umorientieren und einen anderen Masterabschluss anstreben. Dies kann wohl kaum im Sinne der Bildungspolitik sein. Der Sinn der Bologna-Reform war unter anderem ein schnellerer Einstieg in den Arbeitsmarkt. Dies ist mit einem Bachelor in Psychologie leider nicht möglich. Der Mindestabschluss, der hier auf dem Arbeitsmarkt gefordert wird, ist der des Masters. Dies bedeutet, dass der Bachelor in Psychologie keinen vollwertigen akademischen Abschluss darstellt. Laut DGP entspricht der Umstand keinen Masterstudienplatz zu bekommen einem Berufsverbot. Auch fordern der DGP (Deutsche Gesellschaft für Psychologie) sowie die PsyFaKo (Psychologische Fachschaftskonferenz) analog zu den Lehramtsstudenten seit mehreren Jahren eine 100%-Übernahmequote für Psychologiestudenten, welche erfolgreich einen Bachelorabschluss absolviert haben. In diversen Ländern (bspw. Schweiz, Österreich) funktioniert dies bereits reibungslos. Dies wäre ebenfalls ein weiterer Schritt dem drohenden, teilweise bereits bestehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Was möchten Sie mit Ihrer Bitte / Beschwerde erreichen?

Das Ziel ist ganz klar eine reibungslose 100%-Übernahmequote vom Bachelor in den Master für Psychologiestudenten.

Gegen wen, insbesondere welche Behörde / Institution richtet sich Ihre Beschwerde?

Bildungsministerium des Landes Rheinland-Pfalz.

Bitte geben Sie eine kurze Begründung für Ihre Bitte / Beschwerde.

Neben vielen anderen Studenten bin auch ich betroffen. Ich habe mich vor fünf Jahren dazu entschieden, mich mittels des zweiten Bildungsweges beruflich nochmals neu zu orientieren. Nach erfolgreichem Abschluss der Fachhochschulreife (berufsbegleitend auf der Abendschule) konnte ich damals lediglich an einer Hochschule (in Hessen berechtigt beispielsweise die Fachhochschulreife dazu auch an einer staatlichen Universität zu studieren) meinen Bachelor in Psychologie aufnehmen. Somit musste ich, um zu meinem Studienort zu kommen eine einfache Fahrt von 98 km auf mich nehmen. Ein Umzug kam aufgrund meiner Kinder nicht in Frage. Im September diesen Jahres konnte ich mein Studium erfolgreich mit dem Bachelor of Science in Psychologie mit einem Notendurchschnitt von 1,7 abschließen. Für das WS hatte ich mich an meiner nächsten Universität für einen Master in klinischer Psychologie beworben, da mein Ziel eine Ausbildung als Psychologische Psychotherapeutin ist. Trotz eines eingereichten Härtefallantrages bekam ich keine Zusage für einen Studienplatz. Gerne wäre ich meinen Kindern weiterhin ein positives Modell für lebenslanges Lernen. Diese oder ähnliche Erfahrungen müssen jährlich zu Bewerbung- und Studienbeginn etliche Studierende der Psychologie durchleben. In Zeiten, in denen psychisch kranke Menschen im Durchschnitt 4,6 Monate auf einen Therapieplatz warten müssen, ein Erstgespräch bei 1,9 Monaten Wartezeiten liegt und dann fraglich ist, ob überhaupt Kapazitäten für eine Therapie mit jeweiligem Krankheitsbild zur Verfügung stehen, sollte schnellstmöglich ein Umdenken der psychotherapeutischen Versorgungssituation in Deutschland stattfinden. Eine garantierte Übernahmequote ohne Wartezeiten von Bachelor in den Master im Studienfach Psychologie, um dann für den Arbeitsmarkt (oder für weitere psychologische Ausbildungen) zur Verfügung zu stehen, könnte der bereits bestehenden Versorgungslücke ebenfalls entgegenwirken.

Thank you for your support, Jelena Marz

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