Der Stadtrat der Stadt Chemnitz stellt gegenwärtig mit seinen Beschlüssen zu gravierenden Einschnitten bei den Städtischen Theatern die Weichen für die Zukunft. Teilzeitphilharmonie mit Ergebnis B-Orchester, das ist unerträglich! Das wollen wir nicht.

Mit Geschick und Fantasie sind mit Sicherheit Lösungen zu finden, die nicht nur vertrösten und einseitige Opfer abverlangen, sondern die Robert-Schumann-Philharmonie in ihrer künstlerischen Substanz, ihrem Stellenplan und in würdig gerechter Bezahlung der Musiker als A-Orchester und Qualitätsmotor der Städtischen Theater Chemnitz erhält. Dazu fordern wir die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und die Chemnitzer Stadträte und das Land Sachsen, vertreten durch den Ministerpräsidenten Stanislav Tillich mit den Gremien des Sächsischen Landtages auf.

Sichern Sie durch genügend Mittelbereitstellung die Robert-Schumann-Philharmonie als A-Orchester im Rahmen ihrer bisherigen Aufgaben im Verband der Städtischen Theater Chemnitz. Gewährleisten Sie langfristige Perspektiven zu Absicherung der Finanzierung.

Das kann gelingen durch gerechte Lastenverteilung und solidarischen Ausgleich innerhalb der Stadt und bessere Finanzierungsausstattung der Kommune im Verhältnis zwischen Bund, Länder und Kommunen.

Begründung

Unterstützen Sie den Appell und die Petition der Freunde der Robert-Schumann-Philharmonie e.V. zum Erhalt der Robert-Schumann-Philharmonie als A-Orchester in Qualität und Quantität mit gerechter Bezahlung und Würdigung.

Trotz leicht erhöhter Zuschüsse bewirken die als Verhandlungsgrundlage vorgelegten Konzeptvarianten in der gegenwärtigen Spardiskussion um die Städtischen Theater eine einschneidende Stellenreduzierung und einen weiteren Verzicht auf gerechte Bezahlung in der Robert-Schumann- Philharmonie. Damit droht der Philharmonie die Rückstufung auf ein B-Orchester und eine erhebliche Leistungsreduzierung und damit auch dem Theater als Ganzes. Mit der „Abschmelzung“ von mittelfristig 13 Stellen ist der bisherige Qualitätsgarant für Konzert, Musiktheater, Ballett und für die impulsgebend vielfältigen Vernetzung der Philharmoniker in der Kultur der Stadt nicht mehr gegeben. Die Stadt verliert einen Teil ihres identitätsstiftenden Gesichts. Wieder ein Teil A-Qualität bröckelt ab und es sind nicht nur 13 Musiker und der gebotene Anstand würdiger Bezahlung von studierten Fachkräften! Der Anspruch auf Bildung, auf Perspektive und Lebensqualität einer Großstadt, die Wahrnehmung auf Augenhöhe mit Leipzig und Dresden wird um einen weiteren Teil aufgegeben. Chemnitz wickelt sich ab und schadet sich damit nicht nur selbst, sondern der gesamten Region Chemnitz sowie der Metropolregion Dresden-Leipzig-Chemnitz. Das Land Sachsen ist in seiner wichtigsten Wirtschaftsregion Chemnitz unmittelbar von diesem Qualitätsverlust betroffen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Pro

Die Tatsache, dass sich ein A - Orchester zu einem B - Orchester durch Stellenkürzung entwickeln wird und diese an sich schon schlimm genug ist, ist die eine Seite.Denken Sie an Nachwuchsmusiker, denen mit diesem Vorgehen ein Stück Zukunfzsvision genommen wird, genauso wie die Chance in Chemnitz, ihrer Heimatstadt, eine Stelle anzutreten. Es gibt viele talentierte junge Musiker, die es gilt zu fördern! Das tun besipielsweise Orchester wie die Staatskapelle Dresden oder die Dresdner Philharmonie in großem Ausmaß. Kultur fördern und nicht zurück schrauben!

Contra

Das Orchester könnte trotz der Streichung einiger Stellen noch gut als A-Orchester existieren. Lieber auf ein paar Musiker verzichten als die Sparten Schauspiel und Ballett dafür streichen zu müssen. Und die "gerechte und faire" Bezahlung, von der hier gesprochen wird, beträgt jenseits von 3000?. Ich mahne zur Genügsamkeit! Soviel verdient in einer schwächelnden Stadt wie Chemnit kaum jemand!