Region: Jork

Tempo 30 im Jorker Zentrum!

Petition richtet sich an
Bürgermeister Matthias Riel, Landrat Kai Seefried des Landkreises Stade

220 Unterschriften

Sammlung beendet

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Sammlung beendet

  1. Gestartet Mai 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Bürgermeister Matthias Riel, Landrat Kai Seefried des Landkreises Stade

Im Zentrum von Jork soll Tempo 30 eingeführt werden, auch und vor allem auf der L140. Konkret geht es um den Bereich zwischen Blütenweg (Osterjork) und Kastanienweg (Westerjork).

Begründung

Jork ist die inoffizielle Hauptstadt des Alten Landes. Jährlich wird es von unzähligen Touristen besucht, die alten Fachwerkhäuser sowie die Kulturlandschaft prägen das Gemeindebild.

Idyllisch ist es jedoch nur auf Fotos: Wenn man als Fußgänger die L140 entlang läuft, stört erheblicher Verkehrslärm jede Unterhaltung. Die Verkehrssituation in Jork ist insgesamt stark durch den Kfz-Verkehr belastet. Durch den starken Pendelverkehr verstärkt sich die Belastung für die Anwohner je nach Tageszeit zusätzlich. In den späten Abend-/Nachstunden wird dieser Streckenabschnitt auch hörbar zur Raserstrecke.
Touristen erleben diese "Idylle" nur einmal - für Anwohner ist es ein dauerhaftes Ärgernis: Gemütliches Sitzen im Garten ist unmöglich. Ein Schnack mit dem Nachbarn? Unerträglich.

Mit Tempo 30 könnte der Verkehrslärm halbiert werden. (Quelle: Umweltbundesamt).

Die Lebensqualität der Anwohner würde steigen, Jork als touristisches Ziel an Attraktivität gewinnen. Auch die anliegenden Geschäfte und Gastronomiebetriebe würden profitieren, denn entspannte Menschen verweilen länger und investieren mehr Geld.

Selbstverständlich hat ein Tempolimit auch Nachteile: Die Fahrt durch Osterjork und Westerjork mit dem PKW würde verlangsamt. Rechnerisch würde auf der genannten Strecke eine Durchfahrt statt 108 Sekunden 180 Sekunden dauern. Also ca. 1 Minute mehr Fahrtzeit. Die Petenten halten diese Einschränkung für gerechtfertigt, wiegt man sie mit der verbesserten Lebensqualität 24 Stunden am Tag der Anwohner auf.

Es gibt noch weitere Argumente für dieses Tempolimit:

  • Erhöhte Sicherheit: Das Risiko für einen Fußgänger, bei Tempo 30 ums Leben zu kommen, ist um 80% niedriger als bei Tempo 50. Bremswege verringern sich, Anzahl und Schwere von Unfällen nehmen ab. (Quelle: Umweltbundesamt, Link s.o.). Laut Inputpräsentation im Rahmen der Erstellung eines Radwegekonzepts sind Osterjork und Westerjork Schwerpunkte für Unfälle mit Radfahrern (Quelle: Gemeinde Jork). Im Umkreis der genannten Straßen sind Schulen, Kindergärten und Pflegeheime. Diese rechtfertigen zusätzlich einen erhöhten Schutzbedarf
  • Verbesserter Umweltschutz sowie Luftqualität: Tempo 30 verringert CO2- und Schadstoffemissionen (Quelle: Umweltbundesamt, Link s.o.)
  • Verminderung von gefährlichen und lauten Überholmanövern: Da für LKW auf der Strecke bereits Tempo 30 gilt, werden regelmäßig Überholmanöver gestartet, die die Lärmbelastung und Unfallgefahr noch erhöhen.

Im Rahmen des oben genannten Radwegekonzeptes empfehlen die Verkehrsexperten von IKS Mobilitätsplanung die Einführung einer Tempo 30-Zone zwischen Kastanienweg und Blütenweg. Dieser Empfehlung schließen sich die Petenten an, und fordern eine zügige Umsetzung. Auf dass Jork lebenswert und attraktiv -auch für Touristen - wird!

Image by https://www.vectorportal.com, https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ CC BY
Image Jork Borstel Windmühle "Aurora" 1 by https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jork_Borstel_Windm%C3%BChle_%22Aurora%22_1.jpg, CC BY-SA 4.0: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Alexander Schöcke, Jork
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 09.05.2025
Sammlung endet: 13.07.2025
Region: Jork
Kategorie: Verkehr

Neuigkeiten

  • Liebe Mitpetentinnen und Mitpetenten,

    es ist seit ein paar Wochen etwas still geworden um die Petition. Da ich versprochen hatte, Euch auf dem Laufenden zu halten, möchte ich Euch heute noch mal eine Information zum aktuellen Stand geben:

    Die Petition ist weiterhin in Bearbeitung. Die Mühlen der Politik und Verwaltung mahlen, die Gemeinde Jork ist noch an dem Thema dran.
    Zusätzlich habe ich einen Übergabetermin mit Landrat Kai Seefried vereinbart, um auch ihm die Unterschriftenlisten zu übergeben. Denn der Landkreis Stade ist, wie bereits erwähnt, am Ende verantwortlich für die betroffenen Straßen.

    Wir haben also weiterhin Grund zur Zuversicht. Der Weg ist noch nicht zuende.

    Viele Grüße!
  • Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner,

    am vergangenen Montag hat die Vorberatung zu unserer Petition im Ausschusses für Bau-, Planungs-, Umwelt- und Klimaschutzangelegenheiten (BPUK) der Gemeinde Jork stattgefunden. Ich hatte die Gelegenheit bekommen, für 5-8 Minuten das Anliegen zu präsentieren.
    Ich habe dies mit einer digitalen Präsentation incl. Sound zur Demonstration der Lärmbelastung umgesetzt, und ich denke der Eindruck ist gelungen.

    Letztlich hat der Ausschuss eine Beschlussvorlage abgestimmt, die unter www.jork.de/allris/wicket/resource/org.apache.wicket.Application/doc1105429.pdf zu finden ist.
    Sie besagt, abweichend zu unserer Forderung, dass Tempo 30 "zur Zeit des Schulbetriebes"(!) zu
    prüfen ist. Das würde eine zeitliche Einschränkung des Tempolimits bedeuten.
    Dieser Punkt ist schade, und er wurde auch im Plenum kontrovers diskutiert. Die Verwaltung hat die Sichtweise, dass die Verwaltungsvorschrift keine anderen Möglichkeiten zulasse - einzelne Stimmen im Ausschuss waren da anderer Meinung.
    Die Beschlussvorlage ist dennoch mit dieser Einschränkung zur Abstimmung gekommen - und angenommen worden, mit sieben Jastimmen zu einer Neinstimme bei zwei Enthaltungen.

    Nach meinem Verständnis - und dem war im Ratsinformationssystem hinterlegt ist: www.jork.de/allris/vo020?VOLFDNR=1000463&refresh=false&TOLFDNR=1003384 - muss nun als nächstes der Verwaltungsausschuss der Beschlussvorlage zustimmen. Wann und wie das geschehen kann, ist mir noch nicht bekannt - ich werde darüber informieren.

    Was bedeutet das nun? Auch wenn ich die zeitliche Einschränkung bedauere: Es war ein erfolgreicher Abend. Der erste Schritt ist getan. Sollte der Verwaltungsausschuss zustimmen, geht die Gemeinde Jork auf die verantwortlichen Landesbehörden zu. Die Gespräche mit den Behörden werden sicherlich keine Selbstläufer - doch die Chancen stehen ungleich größer, als wenn "nur" wir Petenten auf die Behörden zugegangen wären. Wir haben/hätten die Gemeinde nun im Rücken!

    Danke für alle, die das möglich gemacht haben!

    Die dann kommenden Schritte hatte ich hier einmal skizziert: www.openpetition.de/petition/blog/tempo-30-im-jorker-zentrum/22

    Ich halte Euch alle auf dem Laufenden!

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