Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass der Verkauf von "Halal"-Produkten an "Jedermann" in Supermärkten/Discountern eingestellt und nicht mehr zugelassen wird.

Begründung

Die Produktion von Fleisch ist in der heutigen Zeit der Massentierhaltung schon mit großem Leid für die Schlachttiere verbunden. Aber dass die Tiere dann noch geschächtet werden, ist nicht hinnehmbar. Das gültige Tierschutzgesetz schreibt in § 4a vor, dass das Schächten, also das betäubungslose Schlachten warmblütiger Tiere, in Deutschland grundsätzlich verboten ist. Es gibt Ausnahmeregelungen für die Angehörigen bestimmter Religionsgemeinschaften, denen ihre Religion zwingend vorschreibt, dass nur Fleisch gegessen werden darf, welches aus derart qualvoller Schlachtung gewonnen wurde.Da im Einzelhandel diese Produkte zunehmend allen Kunden angeboten werden, ohne vorherige Prüfung ob es für die entsprechende Person zwingend notwendig ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch Personen dieses Fleisch verzehren, denen es die Religion NICHT verbietet, Fleisch aus konventioneller Schlachtung zu essen. Somit handeln die entsprechenden Supermärkte/Discounter wider geltendes Recht.Ergänzend kommt noch hinzu, dass ein Großteil der Kunden eventuell nicht weiß, was "Halal" eigentlich bedeutet. Einige glauben, Halal bedeute lediglich, dass das Produkt ohne Schweinefleisch hergestellt wurde. Wenn diese Verbraucher wüssten, wie eine Schächtung vor sich geht, würden sie dies wahrscheinlich nicht durch den Kauf solcher Produkte unterstützen wollen. Wer nicht weiß, was Schächten bedeutet, der schaue sich bitte entsprechende Videos im Internet an.Einige Firmen/Konzerne behaupten, die Tiere würden vor dem Schächten sehr wohl für kurze Zeit betäubt, es werde nur ein Gebet während der Schlachtung gesprochen. Diese Art, "Halal" zu schlachten, wird von Muslimen sowieso nicht anerkannt, weshalb sie diese Produkte nicht kaufen. Das betrifft die Waren im Einzelhandel sowie beim Verkauf von Döner-Kebab.Ich gehe davon aus, dass diese Petition kein Tierleben retten wird, wohl aber das Bewusstsein der Bevölkerung schärfen und etlichen Tieren das außerordentlich grausame Schächten ersparen könnte.

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Neuigkeiten

  • Pet 3-18-10-78470-026932

    Tierschutzgerechtes Töten


    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 16.02.2017 abschließend beraten und
    beschlossen:

    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden
    konnte.

    Begründung

    Der Petent möchte erreichen, dass der Verkauf von Produkten, die als „halal“
    gekennzeichnet sind, an Personen, die diese Produkte nicht aus Glaubensgründen
    zu sich nehmen, in Supermärkten bzw. Discountern eingestellt wird.
    Es wird ausgeführt, dass Schächten in Deutschland grundsätzlich verboten sei.
    Ausnahmeregelungen bestünden für Angehörige bestimmter
    Religionsgemeinschaften. In den Geschäften würden diese Produkte jedoch
    zunehmend allen Kunden angeboten werden. Daher würden auch Verbraucherinnen
    und Verbraucher möglicherweise Fleisch von geschächteten Tieren verzehren,
    obwohl es ihnen durch ihre Religion nicht vorgegeben sei. Zudem gebe es Kunden,
    die nicht wüssten, was „halal“ bedeute.
    Die Petition war als öffentliche Petition auf den Internetseiten des Deutschen
    Bundestages veröffentlicht. Sie wurde von 245 Mitzeichnenden unterstützt. Der
    Petitionsausschuss hat im Rahmen seiner parlamentarischen Prüfung der
    Bundesregierung Gelegenheit gegeben, ihre Auffassung zu dem Anliegen
    darzulegen. Die Prüfung des Petitionsausschusses hatte das im Folgenden
    dargestellte Ergebnis:
    Die Kennzeichnung von Lebensmitteln als „halal“ oder „helal“ ist freiwillig. Sie erfolgt
    durch spezielle Zertifizierungsstellen im Auftrag der Wirtschaft. Die Kennzeichnung
    bedeutet, dass bestätigt wird, dass diese Produkte für Muslime zum Verzehr
    geeignet sind. Eine diesbezügliche Kennzeichnung lässt jedoch nach den
    Ausführungen der Bundesregierung keinen Rückschluss darauf zu, dass die Tiere
    bei der Schlachtung nicht betäubt wurden. Die Bundesregierung hat weiterhin
    mitgeteilt, dass in Deutschland Rinder fast ausschließlich durch Bolzenschuss

    betäubt werden, auch wenn die aus ihnen erzeugten Lebensmittel als „halal“
    gekennzeichnet sind.
    Die Bundesregierung hat auch darauf hingewiesen, dass nähere Informationen zur
    Frage der Betäubung der Tiere bei der Schlachtung und der Kennzeichnung von
    Lebensmitteln als „halal“ auf den Internetseiten des Europäischen Halal
    Zertifizierungsinstitutes nachgelesen werden können. Dieses Institut hat in seiner
    Internetpräsenz die Halalrichtlinien für die Halal-Zertifizierung eingestellt.
    Da die Kennzeichnung von Fleisch- und Fleischprodukten als „halal“ überwiegend
    keinen Rückschluss darauf zulässt, dass die Tiere nicht betäubt wurden, unterstützt
    der Petitionsausschuss das geforderte Verbot, derartige Lebensmittel in
    Supermärkten bzw. Discountern zu verkaufen, nicht. Er empfiehlt, das
    Petitionsverfahren abzuschließen, da dem Anliegen nicht entsprochen werden
    konnte.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.