Betreff: Antrag auf Prüfung zum Bleiberecht unserer Mitarbeiterin Frau Mira K. mit Familie - 23683 Haffkrug.

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2017 erhielten wir als Senioreneinrichtung die Anfrage der Kirchengemeinde Süsel, ob wir uns vorstellen könnten, der Mutter einer in Haffkrug lebenden Flüchtlingsfamilie eine Arbeitsstelle in der Kurpark Residenz Haffkrug zur Verfügung zu stellen.

Das Team der Kurpark Residenz Haffkrug hat sich sofort dazu entschlossen, hier Hilfestellung zu leisten und Frau Kola einen Arbeitsplatz anzubieten, sofern die Ausländerbehörde und die Agentur für Arbeit dem zustimmen würde. In einem langwierigen Behörden-Prüfungsverfahren wurden alle entscheidenden Kriterien abgewägt, deren Ergebnis eine Arbeitserlaubnis mit allen Rechten und Pflichten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer beinhaltete.

Seit 2017 ist Frau Mira Kola eine von 60 Mitarbeitern der Einrichtung. Durch ihre Arbeit als Küchenhilfe leistet sie einen wertvollen Beitrag zum Wohl der hier 123 lebenden Senioren. Sie ist eine sehr freundliche und fleißige Mitarbeiterin und wird zudem durch ihre Umsicht und Hilfsbereitschaft von allen Senioren, Angehörigen, Gästen und Kollegen sehr geschätzt. Die Arbeit von Frau Kola ist weit vielfältiger als nur einfache Hilfsarbeiten in der Küche zu leisten und wird daher von uns über dem gesetzlichen Mindestlohn honoriert.

Familie Kola besteht aus insgesamt 5 Personen. Der Vater geht ebenfalls einer geregelten Arbeit nach und zahlt, wie auch Frau Kola und jeder andere Arbeitnehmer, seine Steuern und Abgaben an den deutschen Staat. Die Kinder, 2 Jungen und 1 Mädchen, haben die deutsche Sprache sehr gut gelernt und gehen hier zur Schule, bzw. absolvieren eine Ausbildung. Privat engagieren sie sich unter anderem bei der Freiwilligen Feuerwehr. Nunmehr wird die Tochter in Kürze 18 Jahre alt, und wie wir erfahren haben, sind die abschiebenden Maßnahmen, zurück in ihr Heimatland Albanien, von der Ausländerbehörde des Kreises Ostholstein bereits eingeleitet worden. Das bedeutet, dass Familie Kola in Kürze in ihr Heimatland ausgewiesen wird.

Für die Senioreneinrichtung und die dort lebenden Senioren bedeutet dieses, dass man von jetzt auf gleich, ohne vorherige Ankündigung, auf eine Arbeitsleistung von Frau Kola verzichten muss, da diese abgeschoben wird.

Auch wenn das Land Albanien heute wieder stabiler erscheint, so hat sich Familie Kola vollwertig in das soziale System der Bundesrepublik Deutschland integriert. Sie sorgen für sich selbst und zahlen, wie schon erwähnt, ihre Steuern und Abgaben an den deutschen Staat und nehmen keine weiteren Leistungen in Anspruch.

Diese Ausweisung, besonders vor dem Hintergrund, dass die in der Einrichtung lebenden Senioren Vertreibung und Flucht selbst erleben mussten, stößt auf großes Unverständnis bei den Senioren. Sie können, wie keine der nachfolgenden Generationen, nachvollziehen, was es heißt, vertrieben und heimatlos zu sein. (Siehe Artikel der Lübecker Nachrichten vom 17.09.2018 weiter unten)

Eine neue Existenz und Heimat incl. Arbeitsstellen ist nun Haffkrug für Familie Kola geworden, und nunmehr sollen sie wieder vertrieben werden. Das darf nicht geschehen!!

Daher beantragen wir ein Bleiberecht für Familie Kola und hoffen auf Ihre Mithilfe, damit diese Familie hier in unserem Land bleiben kann. Wir sind bereit, Frau Kola eine Ausbildung zu ermöglichen, um sie künftig als Fachkraft zu beschäftigen. In Hinblick auf den derzeitigen Fachkräftemangel, der auch aufgrund der allgemeinen schlechten Arbeitsmoral in unserem Land Realität ist, gibt es Flüchtlingsfamilien wie Familie Kola, welche dankbar unseren Senioren einen schönen Lebensabend bereiten möchten.

Es ist die Generation von Senioren, die unser Land nach dem Krieg mühselig wiederaufgebaut hat, und die es verdient, gut versorgt zu werden. Bisher ist es uns als Einrichtung nicht gelungen, entsprechende freie Stellen in den Bereichen an deutsche Arbeitnehmer zu vermitteln.

All das gilt es in diesem besonderen Fall zu berücksichtigen, und dafür setzen wir uns ein.

J. Plötzner Geschäftsführer

Begründung

Wir bitten alle Leser dieser Petition durch einen Eintrag um Ihre Mithilfe, damit Familie K hier in Haffkrug bleiben kann.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: kurparkresidenz-haffkrug.de/index.php/residenz-artikel/181-unsere-senioren-kaempfen-um-unsere-mitarbeiterin

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kurpark Residenz Haffkrug aus Haffkrug
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Neuigkeiten

  • Wir freuen uns, mitteilen zu dürfen, dass die Petition „Unsere Senioren kämpfen um unsere Mitarbeiterin Mira K.“ erfolgreich war.

    Am Freitag, den 07.12.2018, haben wir aus dem Kieler Innenministerium die telefonische Mitteilung erhalten, dass die Härtefallkommission Kiel in ihrer Sitzung vom 04.12.2018 beschlossen hat, dem Innenminister zu unterbreiten, dem Bleiberechtantrag der Senioren der Kurpark Residenz Haffkrug stattzugeben, und der Ausländerbehörde des Kreises Ostholstein eine entsprechende Verfügung zu erlassen, welche Familie Kola ermöglicht, weiterhin in Deutschland bleiben zu dürfen. Wie uns weiter mitgeteilt wurde, hat der Innenminister zwischenzeitlich diese Verfügung persönlich unterzeichnet.

    Die Härtefallkommission hat es für wichtig befunden, dass die Arbeitskraft dieser Familie hier in Deutschland gebraucht wird, zumal sich diese zu Fachkräften ausbilden lassen.

    Nunmehr besteht die Möglichkeit, dass Frau Kola in der Kurpark Residenz Haffkrug eine Ausbildung zur Köchin anstrebt, um danach als Fachkraft Köchin in der Einrichtung tätig zu sein.
    Die Senioren, allen voran unsere 105-jährige Frau Olnhoff, haben sich über die Entscheidung der Härtefallkommission Kiel sehr gefreut und sind erleichtert, dass die Petition und deren Anliegen diesen positiven Ausgang genommen haben.

    An dieser Stelle richten die Senioren der Kurpark Residenz Haffkrug ein ganz großes Dankeschön an alle Unterstützer dieser Petition aus. Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, bis ins hohe Alter für eine Sache zu kämpfen, an welche man glaubt. Unsere Senioren haben nie daran gezweifelt.

    Diese Petition gilt damit als erfolgreich abgeschlossen.

  • Presseerklärung vom 11.12.2018

    Wir freuen uns, mitteilen zu dürfen, dass die Petition „Unsere Senioren kämpfen um unsere Mitarbeiterin Mira K.“ erfolgreich war.

    Am Freitag, den 07.12.2018, haben wir aus dem Kieler Innenministerium die telefonische Mitteilung erhalten, dass die Härtefallkommission Kiel in ihrer Sitzung vom 04.12.2018 beschlossen hat, dem Innenminister zu unterbreiten, dem Bleiberechtantrag der Senioren der Kurpark Residenz Haffkrug stattzugeben, und der Ausländerbehörde des Kreises Ostholstein eine entsprechende Verfügung zu erlassen, welche Familie Kola ermöglicht, weiterhin in Deutschland bleiben zu dürfen. Wie uns weiter mitgeteilt wurde, hat der Innenminister zwischenzeitlich diese Verfügung persönlich unterzeichnet.

    Die Härtefallkommission hat es für wichtig befunden, dass die Arbeitskraft dieser Familie hier in Deutschland gebraucht wird, zumal sich diese zu Fachkräften ausbilden lassen.

    Nunmehr besteht die Möglichkeit, dass Frau Kola in der Kurpark Residenz Haffkrug eine Ausbildung zur Köchin anstrebt, um danach als Fachkraft Köchin in der Einrichtung tätig zu sein.
    Die Senioren, allen voran unsere 105-jährige Frau Olnhoff, haben sich über die Entscheidung der Härtefallkommission Kiel sehr gefreut und sind erleichtert, dass die Petition und deren Anliegen diesen positiven Ausgang genommen haben.

    An dieser Stelle richten die Senioren der Kurpark Residenz Haffkrug ein ganz großes Dankeschön an alle Unterstützer dieser Petition aus. Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, bis ins hohe Alter für eine Sache zu kämpfen, an welche man glaubt. Unsere Senioren haben nie daran gezweifelt.

    Diese Petition gilt damit als erfolgreich abgeschlossen.

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Eine Küchenhilfe ist keine Fachkraft, aber davon unberührt: die Familie kommt aus Albanien, einem sicheren Herkunftsstaat. Das Asylgesuch ist abgelehnt worden, jetzt sollte auch abgeschoben werden. Über Asyl einzureisen und hierbleiben zu wollen ist definitiv der falsche Weg! Die Familie kann durch ein Arbeitsvisum vielleicht wieder einreisen, das wäre ihnen zu wünschen.