Junge Geflüchtete, ausgestattet mit erfolgreichen Schulabschlüssen und Ausbildungsverträgen, treffen auf eine große Anzahl offener Lehrstellen in Mittelfranken – Das Problem?! Viele erhalten keine Genehmigung der zuständigen Ausländerbehörde und konnten am 01. September ihre Ausbildung nicht beginnen.

Wir fordern die Politik und die verantwortlichen Behörden daher auf allen Ebenen auf, den gegebenen Ermessensspielraum bei der Vergabe der Ausbildungserlaubnisse und Ausbildungsduldungen zugunsten der Geflüchteten zu nutzen und Ausbildungen zu genehmigen.

Begründung

Den jungen Geflüchteten wird die Integration in die deutsche Gesellschaft massiv erschwert. In vielen Fällen verweigern die Ausländerbehörden in Mittelfranken die ersehnte Ausbildung. Als Begründung für die Ablehnungen wird durch die kommunalen und zentralen Ausländerbehörden häufig die fehlende Identitätsklärung der jungen Menschen angeführt.

Die meisten der jungen Menschen befinden sich im Klageverfahren gegen den negativen Asylbescheid. Nach aktuellem Stand über die Auslastung der Gerichte, können sich die Entscheidungen über die Verfahren noch über Jahre hinwegziehen. Ob eine Abschiebung später überhaupt durchgesetzt werden kann, ist vollkommen unklar. Die Folgen der abgelehnten Ausbildungen sind vielfältig und schwerwiegend. Dass gesellschaftliche Ausgrenzung – und dazu gehört die Nichtteilnahme am Berufs- und Arbeitsleben – nicht nur zu erheblichen persönlichen Belastungen führen kann, ist bekannt.

In den letzten zwei Jahren wurden Bildungsangebote geschaffen und junge, unbegleitete Flüchtlinge in Jugendhilfeeinrichtungen auf ein gesundes und stabiles Lebensfundament gestellt. Viele gerade mittelständische Unternehmen haben jungen Geflüchteten Praktika ermöglicht und Auszubildende gefunden, die sie jetzt einstellen möchten. Es wurden seitens der öffentlichen Hand und privater Initiativen massive Investitionen und Anstrengungen getätigt. Ziel dieser Ausgaben sollte u.a. eine Vermittlung in Ausbildung sein. Allerdings werden, wenn die jetzige Ablehnungspraxis weitergeführt wird, weitere Kosten produziert, da die jungen Menschen dann Sozialleistungen beziehen müssen, anstatt selbst in die Sozialkassen einzahlen zu können.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Mimikri e.V. aus Nuernberg
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Auch wenn nur ein Bruchteil der jungen Flüchtlinge mit einer guten Ausbildung in Ihre Heimat zurückkehren, nachdem es befriedet ist, so nutzt das dem Land wesentlich mehr zum Aufbau als das was wir heute in Afghanistan ausgeben.

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