Lieber Bauernverband, sehr geehrter Herr Rukwied, sehr geehrter Herr Folgart,

diese Milchkrise wird zum Wendepunkt in der politischen Diskussion um die Ausrichtung der Agrarpolitik. Soviel länger diese Krise noch andauert, desto klarer wird allen Beteiligten, dass die momentane Agrarpolitk scheitert. Das Marktungleichgewicht und der dadurch resultierende Preisverfall geht alleine zulasten der Landwirtschaftlichen Betriebe. Hier geht es jetzt um Existenzen. Die ersten politischen Signale gehen eindeutig in Richtung Angebotsbegrenzung. Auch die Molkereien fordern Reduzierungen der Milchanlieferungen. Hier muss unser Verband sich neu positionieren. Wenn weiter vom Bauernverband ein Kurs gefahren wird, der Produktionseinschränkungen jeglicher Form eine Absage erteilt, weil sie glaubt, die Wirkung auf den Markt wäre zu gering, wird er bald jegliche Glaubwürdigkeit verlieren. Wir fordern unseren Verband auf, eine Milchmengenregulierung in Krisenzeiten, ähnlich wie es auch das European Milk Board fordert, zu unterstützen. Für die Ausarbeitung der Rahmenbedingungen soll eine Arbeitsgruppe, die im Interesse der aktiven Milchviehhalter handelt, installiert werden. Dieses Modell soll dann auf den Delegiertenversammlungen zur Abstimmung gebracht werden. All das hat möglichst Zeitnah zu erfolgen. Wir glauben, die Chancen dadurch zukünftig besser durch Krisen zu kommen ist größer als die damit verbundenen Risiken, die vom Bauernverband angeprangert werden. Jetzt ist Handeln angesagt. Wenn unser Verband glaubt, er kann die Situation weiter aussitzen, wird es eine Austrittswelle geben, die ihn sicher mehr schwächen wird, als das Zugeständnis, einen falschen Weg gegangen zu sein.

Begründung

Liebe Berufskollegen, Die Milchkrise, in der wir uns momentan befinden, sollte uns alle wach rütteln. Wir können als einzelne Betriebe keinen Einfluss auf Marktverwerfungen nehmen. Auch unsere Molkereien können das nicht. Wir brauchen politische Rahmenbedingungen um in Krisenzeiten Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Beeinflussung unseres Berufsverbandes sollte ein erster Schritt sein, um in die politische Meinungsbildung einzugreifen. Nur mit einem europaweiten allgemeinverbindlichen Modell zur Milchmengenbegrenzung, welches ausschließlich in Zeiten greift, wo kein Marktgleichgewicht herrscht ,werden wir künftige Krisen besser durchstehen können.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Frank Bruns aus Aurich
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Pro

Weshalb war durch die drohende Superabgabe des allerletzten Quotenjahres die Milchmenge deutlich gedrosselt worden? Wir hätten den totalen Absturz schon einige Monate früher gehabt ! Milchmenge runter. sofort. Und dies am besten mit Allgemeinverbindlichkeit und für jeden ! Anders wird der Preis niemals wieder ansteigen können ! Der Bauernverband trägt Verantwortung für diese Katastrophe, und sollte nun endlich ein Einsehen haben,

Contra

Jahrelang haben die zukunftsfähigen Milchviehbetriebe über die Milchquote gejammert. Kaum ist sie weg, soll sie wieder eingeführt werden? Staatliche Regulierungen haben noch nie zu einer Besserung von Marktsituationen geführt.