Petition addressed to:
Verwaltungsrat & Politik
Wir fordern den sofortigen Bau eines modernen, zentralen und barrierefreien Schulstandortes für die sozialpädagogischen Bildungsgänge des RBZ Steinburg.
Die Planungen liegen bereits vor – dennoch wird die Umsetzung nicht mit der notwendigen Priorität vorangetrieben. Genau hier besteht akuter Handlungsbedarf.
Der Neubau ist zwingend erforderlich, da die aktuellen Zustände am Lübscher Kamp eine qualitativ hochwertige Ausbildung massiv beeinträchtigen und in zentralen Punkten unzumutbar sind:
Aufgrund massiven Platzmangels müssen Klassen geschlossen werden. Gleichzeitig werden Bewerberinnen und Bewerber abgelehnt oder gezwungen, in andere Kreise auszuweichen, um ihre Ausbildung fortzusetzen – selbst dann, wenn sie ihre SPA-Ausbildung bereits in Itzehoe absolviert haben. Dies verschärft den Fachkräftemangel zusätzlich und ist bildungspolitisch nicht vertretbar.
Es fehlen feste Klassenräume – Wanderklassen prägen den Alltag
Barrierefreiheit ist nicht gegeben, wodurch Menschen mit Einschränkungen ausgeschlossen werden
Die räumliche Trennung verhindert Austausch, Zusammenarbeit und gleiche Lernbedingungen
Es fehlen Selbstlern- und Gruppenarbeitsbereiche
Container sind räumlich, akustisch und klimatisch ungeeignet
Extreme Temperaturen (zu kalt im Winter, zu heiß im Sommer) machen Lernen kaum möglich
Fachräume sind unzureichend ausgestattet oder nicht nutzbar
Es fehlen Lagermöglichkeiten für Materialien und Projekte
Beratungsangebote sind schwer erreichbar oder nicht anonym nutzbar
Sanitäre Anlagen und Sportbedingungen sind unzureichend
Schlechte Lage, mangelhafte Anbindung und fehlende Pausenversorgung belasten zusätzlich
Ein Neubau ist daher keine langfristige Option, sondern eine sofort notwendige Maßnahme, um eine würdige, inklusive und qualitativ hochwertige Ausbildung sicherzustellen.
Wir fordern, dass der Bau unverzüglich umgesetzt und mit höchster Priorität realisiert wird.
Reason
Die aktuellen Zustände am Lübscher Kamp sind weder fachlich noch menschlich vertretbar. Sie gefährden die Qualität der Ausbildung, demotivieren angehende Fachkräfte und stehen im direkten Widerspruch zu den Werten der Pädagogik – insbesondere Inklusion, Chancengleichheit und Professionalität.
Es fehlt an grundlegenden Voraussetzungen: funktionierende Räume, Barrierefreiheit, ausreichende Ausstattung und verlässliche Strukturen. Stattdessen prägen Provisorien, räumliche Mängel und organisatorische Hürden den Alltag. Besonders gravierend ist, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen faktisch ausgeschlossen werden.
Aufgrund des massiven Raummangels ist es aktuell nicht einmal möglich, dass alle Interessierten ihre Ausbildung beginnen oder fortsetzen können. Klassen müssen reduziert oder geschlossen werden, Bewerberinnen und Bewerber werden abgelehnt oder gezwungen, in andere Kreise auszuweichen. Das geschieht ausgerechnet in einem Bereich, der seit Jahren unter akutem Fachkräftemangel leidet.
Diese Situation wirft eine grundsätzliche Frage auf: Welche Priorität hat die Ausbildung sozialpädagogischer Fachkräfte überhaupt noch? Während überall vom Fachkräftemangel gesprochen wird, verhindern die bestehenden Bedingungen konkret, dass neue Fachkräfte ausgebildet werden.
Dabei ist die gesellschaftliche Bedeutung unseres Berufs unbestreitbar: Ohne Erzieherinnen, Erzieher und sozialpädagogische Fachkräfte würde ein zentraler Teil unserer Gesellschaft nicht funktionieren. Eltern könnten ihrer Arbeit nicht nachgehen, Betreuungssysteme würden zusammenbrechen, und die frühkindliche Bildung wäre massiv gefährdet.
Die derzeitigen Bedingungen senden ein fatales Signal an zukünftige Fachkräfte: dass ihre Ausbildung nicht die notwendige Wertschätzung erhält.
Wenn hier nicht umgehend gehandelt wird, verschärft sich der Fachkräftemangel weiter – mit direkten Folgen für Kitas, Schulen, Familien und die gesamte Gesellschaft.
Wir fordern daher mit Nachdruck: Jetzt handeln statt weiter aufschieben. Unsere Ausbildung darf kein Provisorium bleiben.
ja und das sofort.