die Zumutbarkeit der Schülerbeförderung zur Gemeinschaftsschule Pönitz für Schülerinnen und Schüler aus Scharbeutz neu zu bewerten,
mögliche Anpassungen der Haltestellenlage, Linienführung oder Schulbusangebote zu prüfen,
und Maßnahmen zu ergreifen, die einen altersgerechten, sicheren und zumutbaren Schulweg ermöglichen, um sowohl die Chancengleichheit der Schülerinnen und Schüler als auch die Verkehrssicherheit vor der Schule zu verbessern.
Eine verlässliche und fair gestaltete Schülerbeförderung ist eine zentrale Voraussetzung für freie Schulwahl, pädagogische Entwicklung und die Sicherheit aller Kinder. Wir bitten den Kreis Ostholstein daher, dieses Anliegen ernsthaft zu prüfen und gemeinsam mit den Betroffenen tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Situation:
Doppelführung der Linie 502 und 503 während der Schulverkehrszeiten reduzieren
Frei werdende Streckenkilometer für eine Neuführung der Route 503 oder eine Bedarfslinie Pönitz-Bahnhof/Schule - Scharbeutz nutzen
Einrichtung zusätzlicher Bushaltestellen im Bereich Pönitzer Chaussee und im Wohngebiet Fuchsberg, um auch das kinderreiche Neubaugebiet an den ÖPNV anzuschließen
Reason
Wir wenden uns mit dieser Petition an den Kreis Ostholstein und bitten um eine Überprüfung und Verbesserung der Schülerbeförderung für Schülerinnen und Schüler aus Scharbeutz, die die Gemeinschaftsschule Pönitz besuchen. Derzeit sind viele Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse (ca. 10 Jahre alt) mit einem sehr langen und unzumutbaren Schulweg konfrontiert. Der Fußweg zur nächstgelegenen Bushaltestelle beträgt teils mehr als 1,4 km, was einer reinen Gehzeit von rund 20 Minuten entspricht. Hinzu kommen Wartezeiten sowie eine Busfahrt von ca. 30 Minuten, sodass sich eine Gesamtwegzeit von etwa 60 Minuten pro Strecke ergibt.
Besonders problematisch ist dabei die deutliche Unverhältnismäßigkeit zwischen tatsächlicher Entfernung und Schulwegdauer: Die Strecke zur Gemeinschaftsschule Pönitz ist mit dem Auto in etwa 7-10 Minuten zu bewältigen, während Schülerinnen und Schüler im öffentlichen Schülerverkehr täglich rund zwei Stunden für Hin- und Rückweg aufbringen müssen.
Diese Situation führt in der Praxis zu weiteren gravierenden Folgen:
Schülerinnen und Schüler werden faktisch indirekt dazu gedrängt, statt der Gemeinschaftsschule Pönitz das näher gelegene Ostsee-Gymnasium Timmendorfer Strand zu besuchen, da der Schulweg dorthin deutlich kürzer und einfacher ist.
Gerade für leistungs- oder entwicklungsbedingt schwächere Kinder entsteht dadurch ein erheblicher pädagogischer und psychischer Druck, der ihre schulische Entwicklung und Chancengleichheit nachteilig beeinflusst.
Eltern, die den Schulweg per Bus als unzumutbar empfinden und über ein Auto verfügen, sehen sich gezwungen, ihre Kinder mit dem Pkw zur Schule zu bringen.
Dies führt zu einem erhöhten Aufkommen sogenannter Elterntaxis und damit zu gefährlichen Verkehrssituationen im Umfeld der Gemeinschaftsschule Pönitz, insbesondere zu Schulbeginn.
Damit wirkt sich die aktuelle Ausgestaltung der Schülerbeförderung nicht nur negativ auf die betroffenen Kinder und Familien aus, sondern auch auf die Verkehrssicherheit vor der Schule. Da zahlreiche Familien aus Scharbeutz betroffen sind, handelt es sich nicht um einen Einzelfall, sondern um ein strukturelles Problem der Schülerbeförderung im ländlichen Raum.
vielen Dank für eure großartige Unterstützung! Bereits nach kurzer Zeit hat unsere Petition viel Aufmerksamkeit erzeugt – und wir können ein erstes Update geben.
📨 Antwort des Kreises Ostholstein
Der Kreis Ostholstein hat auf unsere Beschwerde reagiert und erklärt, dass der Schulweg aus formaler Sicht als „zumutbar“ gilt. Grundlage hierfür ist die aktuelle Schülerbeförderungssatzung, die feste Entfernungen zur Haltestelle definiert, jedoch keine maximale Schulweg- oder Fahrzeit vorsieht.
Positiv ist:
Der Kreis hat angekündigt, kleinere Anpassungen an der Buslinie 503 vorzunehmen. Das zeigt, dass unser Anliegen ernst genommen wird und Bewegung entstanden ist.
⚠️ Unsere Einschätzung
- Diese angekündigte Maßnahme löst das eigentliche Problem nicht:
- Die zusätzlich vorgesehenen Haltestellen (Scharbeutz, Hansastr. und Augustenhof) bringen keinen realen Vorteil
- Für viele Schülerinnen und Schüler würde sich der Weg sogar verlängern
- Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass sich die Fahrzeit für alle Kinder erhöht und Schulen nicht mehr pünktlich erreicht werden
Das Kernproblem bleibt bestehen:
Unsere Kinder sind weiterhin bis zu zwei Stunden täglich für einen Schulweg unterwegs, der mit dem Auto nur wenige Minuten dauert. Aus unserer Sicht ist das nicht verhältnismäßig – insbesondere bei Dunkelheit, schlechtem Wetter und im Winter.
🧭 Wie es jetzt weitergeht
Wir haben dem Kreis unsere fachliche Stellungnahme übermittelt und deutlich gemacht:
Punktuelle Einzelmaßnahmen reichen nicht aus. Was es braucht, ist eine gesamtheitliche Betrachtung der Schülerbeförderung, die reale Wegzeiten, Auslastung der Busse, Sicherheit und das Alter der Kinder berücksichtigt.
Parallel dazu:
- informieren wir Politik und Verwaltung weiter
- sprechen mit regionalen Medien
- und tragen das Thema bewusst in die Öffentlichkeit
🙌 Eure Unterstützung ist jetzt besonders wichtig
Bitte helft uns, den Druck aufrechtzuerhalten:
- teilt die Petition weiter
- sprecht im Freundes- und Bekanntenkreis darüber
- weist andere Eltern auf das Thema hin
Je sichtbarer das Problem wird, desto größer ist die Chance auf eine echte, nachhaltige Verbesserung für unsere Kinder.
Vielen Dank für euren Einsatz und eure Unterstützung!
Wir ziehen im Sommer nach Scharbeutz und unser Sohn müsste um 5 Uhr nachts aufstehen und um 6Uhr aus dem Haus, um den Schulbus zu nehmen. Dieser fährt zahlreiche Umwege und erst mal ins Landesinnere. Man kann doch einem zehnjährigen Kind nicht zumuten, nachts aufzustehen und dann konzentriert den ganzen Tag Schule zu haben. Die Alternative ist, dass es leider Eltern Taxis gibt, was nicht umweltfreundlich ist, zu mehr Verkehr und Stau an den Schulen führt und natürlich für uns Eltern eine wahnsinnige Belastung ist.
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Wir ziehen im Sommer nach Scharbeutz und unser Sohn müsste um 5 Uhr nachts aufstehen und um 6Uhr aus dem Haus, um den Schulbus zu nehmen. Dieser fährt zahlreiche Umwege und erst mal ins Landesinnere. Man kann doch einem zehnjährigen Kind nicht zumuten, nachts aufzustehen und dann konzentriert den ganzen Tag Schule zu haben. Die Alternative ist, dass es leider Eltern Taxis gibt, was nicht umweltfreundlich ist, zu mehr Verkehr und Stau an den Schulen führt und natürlich für uns Eltern eine wahnsinnige Belastung ist.