Auf Basis der Befürchtung, dass Lehrkräfte für besondere Aufgaben (LfbAs) ihren Arbeitsvertrag in Zukunft mithilfe einer Klage entfristen lassen könnten, wurde im Dekanat die Entscheidung getroffen, einige LfbAs zum Ende ihres aktuellen Arbeitsverhältnisses hin, also Ende September, zu entlassen.

Wir fordern das Dekanat auf, die Entlassungen innerhalb der bildungswissenschaftlichen Fakultät zurückzunehmen und die Fristen der Lehrkräfte zu verlängern. Außerdem verlangen wir, dass gemeinsam mit Vertretern der Studierendenschaft über einen langfristigen Lösungsansatz entschieden wird.

Begründung

Welche Folgen hat das neue Prinzip „Entlassung statt Fristverlängerung“?

  • Es leidet die Qualität und Kontinuität der Lehre o Die Entscheidung des Dekans wird zur Folge haben, dass befristete Verträge standardmäßig nicht verlängert werden. Das bedeutet für uns Studierende laufend mit neuen Lehrkräften konfrontiert zu werden, die wieder gehen müssen sobald sie sich eingearbeitet haben. Das bedeutet auch: kein Studium in Regelstudienzeit ohne eine komplette Neubesetzung der LfbA-Stellen mitzuerleben. o Derzeit arbeiten an der Fakultät für Bildungswissenschaften einige sehr kompetente und engagierte LfbAs, auf die wir als Studierendenschaft nicht verzichten möchten! Lehre ist eine Daueraufgabe!

  • Es leidet die Qualität der Betreuung von Abschlussarbeiten o Wenn auch die Betreuung offiziell Aufgabe der Professor*innen ist, sind es häufig die LfbAs, welche die Studierenden intensiv beim Schreibprozess begleiten. Ständiger Wechsel der Lehrkräfte an einem Lehrstuhl führt dazu, dass keine Vertrauensbasis aufgebaut werden kann, wie wir Studierenden sie uns wünschen und brauchen!

  • Es leidet die Qualität von wissenschaftlichen Karriereverläufen o Wie wir erfahren haben, werden auch Arbeitsverträge von LfbAs nicht verlängert, die vor kurzem erst ihr Dissertationsthema angemeldet haben. Könnt ihr euch vorstellen eine Doktorarbeit zu schreiben und euch regelmäßig parallel um einen Arbeitsplatz kümmern zu müssen? o Es ist kein Geheimnis, dass konkrete Karriereplanung in der Wissenschaft kaum bis gar nicht möglich ist, aber wir sind dagegen diesen Missstand noch weiter auszubauen!

Hintergrund: Wie der Titel LfbA es vorgibt, soll diese Beschäftigungsgruppe in besonderen Fällen eingesetzt werden, um zeitlich begrenzte Aufgaben zu übernehmen. Die Legitimation der Befristung stützt sich also auf der Berufsbezeichnung. Zusätzlich wird auch damit argumentiert, dass diese Arbeitsstelle hauptsächlich der Qualifikation diene. Ist die Qualifikation erreicht, sollte also auch das Arbeitsverhältnis beendet werden. Die Realität sieht anders aus: Weiterqualifizierung ist in der knapp angelegten Zeit kaum möglich und die Hauptaufgabe der LfbAs liegt heute in der Lehre, also alles andere als ein Sonderfall, denn Lehre ist eine Daueraufgabe!

Weil uns die Qualität der Hochschule am Herzen liegt und wir euch – ob nun studierend, betroffen oder außenstehend die Möglichkeit geben möchten, zu diesem Thema Stellung zu beziehen, bitten wir um eure Unterschriften. Wir werden uns mit euren Unterschriften an den Dekan richten. Nur mit eurer Hilfe haben wir die Chance die Qualität unserer Lehre zu erhalten!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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  • Petition wird nicht weiter verfolgt.

  • ps:

    am 11.07.2013

    Bitte NICHT online und handschriftlich unterschreiben!
    Bitte mit echtem Namen (meinetwegen auch abgekürzt) und NICHT mit wildem Buchstaben Wirrwarr und unechten E-Mail Adressen unterschreiben. Wir bedanken uns für das Engagement, aber die Sache ist wichtig, deshalb möchten wir zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit bieten, uns Betrug zu unterstellen.

  • Rechts neben dem Petitionstext gibt es die Möglichkeit Sammelunterschriftsbögen herunter- und ausgefüllt wieder hochzuladen.
    Wer also möchte, kann hier und da mal ein paar Zettelchen rumgehen lassen.

    Beachtet dabei bitte:
    - Ihr müsst die auf dieser Seite angebotenen Zettel Formulare benutzen wegen des Barcodes.
    - Es können nur bis zu 10 Unterschriften auf ein Blatt. Alle weiteren können nicht gezählt werden.

    Wir freuen uns über jeden Unterstützer. Danke!

Pro

Es gibt dringend Handlungsbedarf, um diesen unsinnigen Verschleiß von Lehrkräften und das sinnlose verbrennen von öffentlichen Geldern zu stoppen. Es hätte schon vor langer Zeit ein Umdenken in den Führungsebenen stattfinden müssen. Hier und jetzt wird es sich zeigen ob die, die entscheiden können, dies auch erkennen, oder weiterhin aus dem Vollen schöpfen bis wir "amazon" auch an Unis und Fhs haben.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.