Die Mehrheit der Eltern erfreut sich gesunder Nachkommen, die ohne lebensbegrenzende Erkrankungen aufwachsen. Versetzen Sie sich aber in die Lage eines todkranken Kindes und in die Situation derer Eltern und Geschwister, die auf stationäre oder ambulante Hospizleistungen angewiesen sind. Die umfassende Pflege und Begleitung einer betroffenen Familie wird heutzutage immer noch nicht voll finanziert. Viele Therapien werden von der Kassenleistung komplett ausgeschlossen.

So ist es beispielweise völlig absurd, dass aus Deutschland Milliarden Euro für Raumfahrtprojekte investiert werden, u.a. auf der Suche nach Lebensspuren auf dem Mars, während gleichzeitig dem kurzen Leben der unheilbar kranken Kinder eine umfassende, ausreichende Finanzierung der Pflege verweigert wird.

Bedenkt man die unzähligen Steuerverschwendungen durch Politikerwahn und Behördenirrsinn, kann man die aktuelle gesetzliche Unterstützung für todkranke Kinder als mangelhaft bezeichnen. Die umfassende Pflege und Begleitung einer betroffenen Familie muss und kann vollfinanziert werden.

Begründung

Das §39a SGB V Stationäre und ambulante Hospizleistungen muss geändert werden und speziell auf die Anforderungen der Hospizleistungen für Kinder angepasst werden. Es geht hier nicht um ein Aufwiegen zwischen einem todkranken Kind und einem todkranken Erwachsenem. Das Leben, unabhängig vom Alter, ist genauso viel wert. Es geht jedoch darum, dass ein sterbendes Kind in ihrem jungen Leben andere Bedürfnisse hat. Man darf nicht vergessen, dass ein Kind mit lebensbegrenzender Erkrankung nicht den Hauch eine Chance hat, all das zu erleben, was einem älteren sterbenden Menschen im Leben möglich war.

Ich fordere eine 100%-Finanzierung der stationären und ambulanten Kinderhospize. Inbegriffen sind die Übernahme weiterer Kassenleistungen, die bisher davon ausgeschlossen sind, z.B. Musiktherapie, Sitzwachen sowie eine Änderung der strikten Zeitvorgaben bei den Pflegeleistungen.

Ein Kind, ein junges Leben, unschuldig an der Situation, hilflos, hat ein Recht auf vollkommene staatliche Unterstützung. Das kann aber nur gewährleistet werden, in dem die Kinderhospize auf Ihre Aufgaben konzentrieren, und nicht um die offene Restfinanzierung um Spenden betteln.

Eine zivilisierte Gesellschaft mit steigender Lebenserwartung muss in erster Linie auf unheilbar kranke Kinder schauen, für die „steigende Lebenserwartung“ nicht existiert. Genauso, wie das Bestreben eines angemessenen Standardniveaus im Rentenalter, muss das Bestreben bestehen, einem sterbenden Kind einen „kleinen Luxus“ in seinem extrem kurzen Leben zu bieten.

Beiträge zum Gesundheitsfond müssen notfalls angepasst werden, um die Vollfinanzierung der Hospizarbeit gewährleistet zu werden.

Meine Petition richtet sich direkt an den Bundespräsidenten (auch) der todkranken Kinder, der nicht auf rein repräsentative Aufgaben beschränkt ist, sondern das Recht und die Pflicht zum politischen Handeln hat, wenn die Gesetzgebung, bzw. das Gesundheitsministerium, eine umfassende, ausreichende Finanzierung der Kinderhospizpflege verweigert.

Ich appelliere an das Gewissen eines jeden einzelnen Menschen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Marek Gornowitz aus Hamburg
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Pro

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Contra

Gegen die Petition als solche spricht nichts, ich habe unterschrieben. Ich möchte allerdings darauf aufmerksam machen, dass "Bundespräsident Gauck" als Adressat nicht korrekt ist, wenn die Petition noch ein Jahr läuft. Es wird demnächst einen neuen Bundespräsidenten geben.