Region: Germany
Civil rights

Wiederaufnahme der Ermittlungen zur Todesursache von Hannes Schindler

Petition is directed to
Bundesministerin der Justiz Katharina Barley, Justizministerin Anne-Marie Keding des Landes Sachsen-Anhalt, ermittelnde Staatsanwaltschaft Magdeburg & Generalstaatsanwaltschaft Naumburg
32.628 Supporters
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  1. Launched January 2019
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Im Oktober 2016 stürzte ein junger Anhänger des 1. FC Magdeburg nach einem Vorfall mit HFC-Fans aus einer Regionalbahn und verstarb. Der Tod von Hannes schlug hohe Wogen in Sachsen-Anhalt. Doch Polizei und Staatsanwaltschaft konnten den Fall in den Augen vieler Beobachter - insbesondere vieler Magdeburger - nicht restlos klären. Die Behörden stellten ihre Ermittlungen nach einem halben Jahr ein.

Mit dieser Petition verfolgen wir die folgenden Ziele: #HannesUnvergessen

• Umgehende Wiederaufnahme der Ermittlungen durch eine andere unabhängige Staatsanwaltschaft

• Überprüfung der Ermittlungen von unabhängigen Polizeibehörden, außerhalb der Polizeidirektion Magdeburg

• Nachholung bzw. Wiederholung von unzulänglichen Ermittlungen/ Vernehmungen

• Bewertung der Ermittlungen durch die Generalsstaatsanwaltschaft Naumburg

• Beweisführung durch Bahngutachten und erneute Vernehmungen aller Zeugen

Reason

Es ist uns sehr wichtig, hier zu betonen, dass diese Petition nicht dem Gedanken der Rache oder einer Täterbestrafung um jeden Preis zugrunde liegt. Es geht einzig und allein um die lückenlose Aufklärung der Geschehnisse, die zum Tod des Sohnes, des Bruders, des Freundes und Fans des 1. FC Magdeburg, Hannes Schindler, geführt haben.

Der Bruder von Hannes schildert, in einem öffentlichen Brief, wie es der Familie, den Freunden und vielen, vielen Fans auch zwei Jahre nach dessen Tod geht:

„Mit jeder Erinnerung, mit jedem Gedanken an meinen Bruder bleibt auch die Frage der Aufklärung. Es bleibt der Kampf für Gerechtigkeit. Gefühlt passiert gar nichts. Das Thema ruht; die Fronten ruhen. Das ist das Beste, was allen Unbeteiligten passieren kann. Von der Politik alleingelassen, von der Justiz alleingelassen. Unter Gerechtigkeit verstehe ich etwas Anderes. Es geht um ein Menschenleben. Mein Bruder ist tot und nichts geschieht.Was wäre gewesen, wenn es den Sohn eines hochrangigen Politikers, den Sohn einer Berühmtheit, den Sohn einer einflussreichen Person getroffen hätte? Wären die Ermittlungen auch im Sande verlaufen? Wären die Untersuchungen gewissenhafter geschehen? Wären Befragungen druckvoller durchgeführt worden?“

Hannes Schindler kam im Oktober 2016 durch einen „vermeintlichen“ Sturz aus einem fahrenden Zug zu Tode.

Die Ermittlungen zum Tod von Hannes Schindler sollten, laut Staatsanwaltschaft Magdeburg, bereits Anfang Mai 2017 eingestellt werden. Der Rechtsanwalt der Familie Schindler legte sofort im Mai 2017 begründeten Einspruch ein. Seither warteten die Familie Schindler, warteten Freunde und tausende Fans des 1. FC Magdeburg auf eine Entscheidung über die Fortführung der Ermittlungen. Nachdem jedoch durch Medienberichte die Absicht einer Petition zur Wiederaufnahme der Ermittlungen bekannt wurde, erfolgte umgehend, nur einen Tag später, die Ablehnung des Einspruches.

Die Zeitschiene sowie die Ablehnung des Einspruches hinterlassen Verwunderung und Bestürzung, bei der Familie, Freunden und vielen Außenstehenden.

Aus Sicht der Petitionsersteller und deren zahlreichen Unterstützern wurden die Ermittlungen nicht zu 100% korrekt durchgeführt und sind nach heutigem Erkenntnisstand mehr als lückenhaft - einige Beispiele dazu:

Die Staatsanwaltschaft Magdeburg geht davon aus, Hannes Schindler hätte die Tür des Zuges selbstständig geöffnet. Eine Pressesprecherin der Bahn stellte diese Möglichkeit, ohne Signalgabe an den Zugführer, jedoch zuvor öffentlich im TV, als unmöglich dar. Bezeichnend ist, bis zum heutigen Tag liegt das Gutachten zu diesem Sachverhalt weder dem Anwalt der Familie Schindler, noch der Öffentlichkeit vor. Es wurde lediglich veröffentlicht, der Zug wäre in technisch einwandfreiem Zustand gewesen.

1. Medizinische Personal: Die Notärzte/ Rettungssanitäter und das medizinische Personal der Notaufnahme wurden nicht über die Art der Verletzungen vernommen. In der Notaufnahme wurde seitens einer medizinischen Mitarbeiterin deutlich geäußert, die Verletzungen entsprächen nicht denen eines Sturzes. Die öffentliche Begründung für das Ableben von Hannes lautet dennoch: “Tod durch Sturz aus dem Zug“! Eine Nachstellung des Unfalles mit einem „Dummy“ hätte Aufklärung über die Art der Verletzungen geben können – auch diese Möglichkeit der Beweisführung wurde nicht genutzt.

2.Täteridentifizierung: Die mögliche Identifizierung der als Täter infrage kommenden Personen wurde lediglich unzureichend durchgeführt. Laut Medien und einem Polizeibericht belegen Aufnahmen, dass es bereits im Vorfeld des Geschehens auf der Strecke Wolfsburg-Gifhorn im Zug zu Gewalteinwirkungen durch besagte Fahrgäste kam. Die vorhandenen Bilder der gewaltbereiten Personen wurden den Zeugen allerdings nicht vorgelegt!

3.Zeugenvernehmung: Bei den Eltern von Hannes Schindler meldete sich ein Zeuge aus Halle, was umgehend der Polizei gemeldet wurde. Laut Aussage der Polizei sei der Zeuge nicht zum vereinbarten Aussagetermin erschienen, eine telefonische Anfrage beim Arbeitgeber hätte nichts ergeben. Eine weitere Bemühung um die Zeugenaussage – per Vorladung z.B. – erfolgte nicht!

Unterstützen Sie bitte diese Petition für eine lückenlose Aufklärung der Umstände des Todes von Hannes Schindler auf allen gesellschaftlichen Ebenen mit Ihren Möglichkeiten!

Wilhelm Töller, Horst und Silke Schindler

Thank you for your support, Wilhelm Töller from Magdeburg
Question to the initiator

News

  • Spendenaufruf

    on 26 Nov 2019

    SPENDENAUFRUF !!
    Wir Kämpfen weiter !!

    Wir haben den Kampf angenommen und nutzen jede Möglichkeit im Fall Hannes mit neuen Erkenntnissen Klarheit an den Tag zu bringen.

    Zur Ermittlung und Ergreifung und Verurteilung der Täter möchten wir num eine Belohnung aussetzen !!!!

    Die Spenden gehen auf das ehemalige Konto von Hannes.

    Kontoinhaber:
    Interessengemeinschaft„Hannes“

    Kreissparkasse Börde
    IBAN : DE43 8105 5000 1501 2961 04

    Kommen die eingezahlten Spenden nicht zur Auszahlung, werden sie zu zwei Teilen gespendet. Einen Teil bekommt das Nachwuchsleistungzentrum des 1. FC Magdeburg, die andere Hälfte bekommt die Mitteldeutsche Kinderkrebsforschung !!!

    Vielen lieben Dank für jeden einzelnen Euro !!!!

  • SPENDENAUFRUF

    Wir kämpfen weiter !!

    Wir haben den Kampf angenommen und nutzen weiterhin jede Möglichkeit im Fall Hannes mit neuen Erkenntnissen Klarheit an den Tag zu bringen.

    Zur Ermittlung und Ergreifung und Verurteilung der Täter möchten wir nun eine Belohnung aussetzen!

    Die Spenden gehen auf das ehemalige Konto von Hannes.

    Kontoinhaber:
    Interessengemeinschaft„Hannes“

    Kreissparkasse Börde
    IBAN : DE43 8105 5000 1501 2961 04

    Kommen die eingezahlten Spenden nicht wie geplant zur Auszahlung, werden sie zu zwei Teilen gespendet.

    Einen Teil bekommt das Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Magdeburg, die andere Hälfte erhält die Mitteldeutsche Kinderkrebsforschung.

    Vielen lieben Dank für jeden einzelnen Euro !!!!

Weil jede Straftat mit allen verfügbaren Mitteln aufgeklärt werden muss. Schlampereien bei den Ermittlungen muss bekämpft und verhindert werden.

Man könnte ja solange ermitteln bis ein Unschuldiger verurteilt wird. Und man könnte tätliche Angriffe auf das Leben (wie gegen Hallefans im gleichen Zeitraum in z.B.Stendal, Sangerhausen, Dessau geschehen) verurteilen . Gegen Hass und Gewalt !

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