Im Oktober 2016 stürzte ein junger Anhänger des 1. FC Magdeburg nach einem Vorfall mit HFC-Fans aus einer Regionalbahn und verstarb. Der Tod von Hannes schlug hohe Wogen in Sachsen-Anhalt. Doch Polizei und Staatsanwaltschaft konnten den Fall in den Augen vieler Beobachter - insbesondere vieler Magdeburger - nicht restlos klären. Die Behörden stellten ihre Ermittlungen nach einem halben Jahr ein.

Mit dieser Petition verfolgen wir die folgenden Ziele: #HannesUnvergessen

• Umgehende Wiederaufnahme der Ermittlungen durch eine andere unabhängige Staatsanwaltschaft

• Überprüfung der Ermittlungen von unabhängigen Polizeibehörden, außerhalb der Polizeidirektion Magdeburg

• Nachholung bzw. Wiederholung von unzulänglichen Ermittlungen/ Vernehmungen

• Bewertung der Ermittlungen durch die Generalsstaatsanwaltschaft Naumburg

• Beweisführung durch Bahngutachten und erneute Vernehmungen aller Zeugen

Begründung

Es ist uns sehr wichtig, hier zu betonen, dass diese Petition nicht dem Gedanken der Rache oder einer Täterbestrafung um jeden Preis zugrunde liegt. Es geht einzig und allein um die lückenlose Aufklärung der Geschehnisse, die zum Tod des Sohnes, des Bruders, des Freundes und Fans des 1. FC Magdeburg, Hannes Schindler, geführt haben.

Der Bruder von Hannes schildert, in einem öffentlichen Brief, wie es der Familie, den Freunden und vielen, vielen Fans auch zwei Jahre nach dessen Tod geht:

„Mit jeder Erinnerung, mit jedem Gedanken an meinen Bruder bleibt auch die Frage der Aufklärung. Es bleibt der Kampf für Gerechtigkeit. Gefühlt passiert gar nichts. Das Thema ruht; die Fronten ruhen. Das ist das Beste, was allen Unbeteiligten passieren kann. Von der Politik alleingelassen, von der Justiz alleingelassen. Unter Gerechtigkeit verstehe ich etwas Anderes. Es geht um ein Menschenleben. Mein Bruder ist tot und nichts geschieht.Was wäre gewesen, wenn es den Sohn eines hochrangigen Politikers, den Sohn einer Berühmtheit, den Sohn einer einflussreichen Person getroffen hätte? Wären die Ermittlungen auch im Sande verlaufen? Wären die Untersuchungen gewissenhafter geschehen? Wären Befragungen druckvoller durchgeführt worden?“

Hannes Schindler kam im Oktober 2016 durch einen „vermeintlichen“ Sturz aus einem fahrenden Zug zu Tode.

Die Ermittlungen zum Tod von Hannes Schindler sollten, laut Staatsanwaltschaft Magdeburg, bereits Anfang Mai 2017 eingestellt werden. Der Rechtsanwalt der Familie Schindler legte sofort im Mai 2017 begründeten Einspruch ein. Seither warteten die Familie Schindler, warteten Freunde und tausende Fans des 1. FC Magdeburg auf eine Entscheidung über die Fortführung der Ermittlungen. Nachdem jedoch durch Medienberichte die Absicht einer Petition zur Wiederaufnahme der Ermittlungen bekannt wurde, erfolgte umgehend, nur einen Tag später, die Ablehnung des Einspruches.

Die Zeitschiene sowie die Ablehnung des Einspruches hinterlassen Verwunderung und Bestürzung, bei der Familie, Freunden und vielen Außenstehenden.

Aus Sicht der Petitionsersteller und deren zahlreichen Unterstützern wurden die Ermittlungen nicht zu 100% korrekt durchgeführt und sind nach heutigem Erkenntnisstand mehr als lückenhaft - einige Beispiele dazu:

Die Staatsanwaltschaft Magdeburg geht davon aus, Hannes Schindler hätte die Tür des Zuges selbstständig geöffnet. Eine Pressesprecherin der Bahn stellte diese Möglichkeit, ohne Signalgabe an den Zugführer, jedoch zuvor öffentlich im TV, als unmöglich dar. Bezeichnend ist, bis zum heutigen Tag liegt das Gutachten zu diesem Sachverhalt weder dem Anwalt der Familie Schindler, noch der Öffentlichkeit vor. Es wurde lediglich veröffentlicht, der Zug wäre in technisch einwandfreiem Zustand gewesen.

1. Medizinische Personal: Die Notärzte/ Rettungssanitäter und das medizinische Personal der Notaufnahme wurden nicht über die Art der Verletzungen vernommen. In der Notaufnahme wurde seitens einer medizinischen Mitarbeiterin deutlich geäußert, die Verletzungen entsprächen nicht denen eines Sturzes. Die öffentliche Begründung für das Ableben von Hannes lautet dennoch: “Tod durch Sturz aus dem Zug“! Eine Nachstellung des Unfalles mit einem „Dummy“ hätte Aufklärung über die Art der Verletzungen geben können – auch diese Möglichkeit der Beweisführung wurde nicht genutzt.

2.Täteridentifizierung: Die mögliche Identifizierung der als Täter infrage kommenden Personen wurde lediglich unzureichend durchgeführt. Laut Medien und einem Polizeibericht belegen Aufnahmen, dass es bereits im Vorfeld des Geschehens auf der Strecke Wolfsburg-Gifhorn im Zug zu Gewalteinwirkungen durch besagte Fahrgäste kam. Die vorhandenen Bilder der gewaltbereiten Personen wurden den Zeugen allerdings nicht vorgelegt!

3.Zeugenvernehmung: Bei den Eltern von Hannes Schindler meldete sich ein Zeuge aus Halle, was umgehend der Polizei gemeldet wurde. Laut Aussage der Polizei sei der Zeuge nicht zum vereinbarten Aussagetermin erschienen, eine telefonische Anfrage beim Arbeitgeber hätte nichts ergeben. Eine weitere Bemühung um die Zeugenaussage – per Vorladung z.B. – erfolgte nicht!

Unterstützen Sie bitte diese Petition für eine lückenlose Aufklärung der Umstände des Todes von Hannes Schindler auf allen gesellschaftlichen Ebenen mit Ihren Möglichkeiten!

Wilhelm Töller, Horst und Silke Schindler

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Wilhelm Töller aus Magdeburg
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Neuigkeiten

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Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 51 Min.

    Fall muss vollständig und korrekt aufgeklärt werden. Auch als Botschaft, künftig sicherer in unserer gesellschaft leben zu können.

  • vor 1 Std.

    Die Eltern haben ein Recht auf die Wahrheit!

  • vor 2 Std.

    Antworten für die Angehörigen des Opfers. Besonders warum jemand die Tür während der Fahrt ungehindert öffnen konnte

  • Stefan Ragan Magdeburg

    vor 7 Std.

    Damit es eine Lückenlose Aufklärung gibt und die Täter ermittelt werden und vor Gericht kommen.

  • vor 8 Std.

    Es geht um die Eltern. Um das Recht

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