Die Region Mödling ist eine Wachstumsregion (+30% Bevölkerungswachstum bis 2050) und leidet unter einer rasant zunehmenden Verkehrsbelastung. Die bestehende Infrastruktur stößt absehbar an ihre Grenzen und das Mobilitätssystem muss so umgestaltet werden, dass auch für künftige Generationen die Lebensqualität in der Region zumindest erhalten werden kann.

Die Mobilitätskooperative Region Mödling erarbeitet unter dem Titel "Tram on Demand" ein zukunftsträchtiges Konzept, das speziell auf die Mobilitätsbedürfnisse in der Region eingeht. Dieses soll so rasch als möglich entscheidungsreif gemacht werden, damit die konkrete Umsetzung beginnen kann.

In der ersten Projektphase soll die bestehende und sanierte, aber zur Zeit ungenutzte Trasse der Kaltenleutgebner Bahn als ein sogenanntes "Urbanes Mobilitätslabor" reaktiviert werden, wo in einem Forschungs-, Test- und Pilotbetrieb, das Konzept an die Marktreife herangeführt wird.

In den darauf folgenden Schritten soll dann nach und nach ein Anschluss bis zur HTL Mödling geschaffen werden, der wieder - wie ehemals die Straßenbahnlinie 360 - die Ortskerne von Perchtoldsdorf, Brunn am Gebirge, Maria Enzersdorf und Mödling miteinander verbindet und auch dazu beitragen soll, die Identität des Bezirk zu verstärken.

Die große Vision ist, dass schlussendlich alle Orte im Bezirk Mödling mit der "Tram on Demand" erreichbar sind, sie untereinander vernetzt werden und die Anschlüsse an das überregionale Verkehrsnetz (Südbahn und Badner Bahn) für alle gewährleistet sind.

Weitere Informationen: tramondemand.at

Begründung

Da der Ausbau der derzeit eingesetzten Infrastruktur (Straßen, Bahn und Bus) absehbar an Grenzen stößt, werden alternative nachhaltige Mobilitätssysteme immer notwendiger. Diese sollen besser an die Gegebenheiten und Bedürfnisse der Region angepasst sein. Ein Straßenbahnnetz aufzubauen, das mit innovativen Fahrzeugen nach Möglichkeit auf unabhängigem Gleiskörper künftig eine Rückgrat-Funktion im Bezirk übernehmen kann, erscheint als wirkungsvoll gangbarer Weg.

Besonders aufgrund der Nähe zu Wien und den dort in Umsetzung bzw. Planung befindlichen Großprojekten bzw. angesichts der noch nicht verbauten Freiflächen im Bezirk Mödling mit der damit einhergehenden erwartbaren Verkehrsbelastung ist dringender Handlungsbedarf gegeben.

Die Anzahl der UnterstützerInnen ist entscheidend, ob noch mehr EntscheidungsträgerInnen als bisher dieses Projekt befürworten und seine Umsetzung unterstützen werden.

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  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    ich möchte mich auf diesem Weg vor allem und sehr gerne für die Unterstützung und die vielen erfreulichen Kommentare auf unserer Petitionsseite bedanken! Wir sind ziemlich überrascht, dass schon so viel positives Feedback hereingekommen ist, und würden eine Auswahl ggf. gerne für weitere Publikationen verwenden. Wir werden dann freilich versuchen, mit der jeweiligen AutorIn direkt in Kontakt zu treten und uns höflich die nötige Zustimmung einholen.

    Und ich möchte die Gelegenheit auch gleich nutzen, um einen kurzen Zwischenbericht vom Fortgang des Projekts zu liefern:

    Die beiden Förderanträge sind so gut wie fertig gestellt. Das ist auch gut so, weil am 25.9., um 12 Uhr ist Einreichschluss. Unser ExpertInnen-Team vom Forschungsverein "Tram on Demand" hat wahrlich ganze Arbeit geleistet. An vorderster Stelle ist hier Frau DI Dr. Karin Mairitsch zu danken, die die vielen Fäden des Projekts ständig im Überblick behielt und federführend den Förderantrag zur Sondierungsstudie "Mobilitätslabor Kaltenleutgebnerbahn" komponierte. Großer Dank gebührt auch Herrn DI Dr. Harald Frey, der die Feder, besser gesagt die Tastatur beim F&E-Antrag "Tram on Demand" virtuos führte. Die Liste von Leuten, denen zu danken ist, ließe sich noch ziemlich lange fortführen, aber eine muss hier unbedingt noch erwähnt und bedankt werden: Frau DI Dr. Bente Knoll, die uns mit sicherer Hand und großer Expertise so gut wie friktionsfrei durch die nicht ganz einfache Förderlandschaft scoutete.

    Ja, die Förderentscheidung soll Ende Dezember/Anfang Jänner 2015 fallen. Ob wir den Zuschlag bekommen, liegt freilich in den Sternen, aber wir sind sehr gut, um nicht zu sagen optimal aufgestellt.

    Die Zeit bis dorthin werden wir natürlich für Öffentlichkeitsarbeit nutzen, damit das Projekt weiter Breite gewinnt. So darf ich jetzt schon herzlich zur großen Präsentation und Diskussion des "Tram on Demand"-Konzepts am Freitag, den 10 Oktober 2014, um 19 Uhr ins Perchtoldsdorfer Kulturzentrum, Beatrixgasse 5a, einladen!

    Das Programm dazu findet sich in Kürze unter tramondemand.at - ich möchte auch all jenen, die akkurater über das Projekt am Laufenden bleiben wollen, empfehlen, den Blog zu abonnieren, da ich diesen Kommunikationsweg hier nicht überstrapazieren möchte. Der soll den großen Meilensteinen vorbehalten bleiben.

    Abschließend möcht ich Ihnen/ Dir nochmals herzlich für die Unterstützung danken!

    Und falls es auch ein bisschen mehr sein darf oder das Mitwirken in einem überaus spannenden Projekt reizt, hätten wir hier eine kleine Liste an Möglichkeiten zusammengestellt, wie das Projekt noch unterstützt werden könnte :)
    -> tramondemand.at/wie-geht-es-weiter/

    Ich darf noch einen farbenfrohen Herbst wünschen und verbleibe
    mit herzlichen Grüßen

    Christian Apl
    aus dem Projektkoordinationsbüro

Pro

Die Idee ist grundsätzlich begrüßenswert. Allerdings sollten die Proponente überlegen, ob eine "Stadtbahn" nach nicht vielleicht das bessere Mittel der Wahl wäre.

Contra

Prinzipiell eine nette Idee so eine Bahn. Das Problem ist jedoch im speziellen Fall jenes, daß die Bahn nur bis zu den neuen Häusern der Waldmühle geht. Wenn man bedenkt, daß in den vorhandenen Bus auch fast niemand einsteigt, warum sollte dann bei der Bahn dies anders sein!?