Region: Bayern

Petition für kleinere Klassen

Petition richtet sich an
Staatsministerium für Unterricht und Kultus

496 Unterschriften

2 %
462 von 24.000 für Quorum in Bayern Bayern

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  1. Gestartet 10.06.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Kleinere Klassen für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf in der geistigen Entwicklung – Das KMS muss an die Realität angepasst werden.

Begründung

Stell dir vor, du bist ein Kind mit geistiger Behinderung.
Du hast vielleicht auch noch traumatische Erfahrungen gemacht oder Autismus. Du bist schnell überfordert von Lärm, vielen Menschen oder unvorhersehbaren Situationen. Du brauchst Sicherheit. Klarheit. Struktur. Verlässliche Bezugspersonen. Und du sitzt nun in einer überfüllten Klasse, ohne Nebenraum, ohne Rückzugsmöglichkeit.

Stell dir vor, du bist Elternteil.
Du willst nur, dass dein Kind geschützt ist. Dass es lernt, sich entwickelt, Freunde findet. Doch du siehst dein Kind nach jedem Schultag am Rand der Erschöpfung.

Stell dir vor, du bist Lehrkraft oder pädagogische Fachkraft.
Du liebst deinen Beruf – aber du bist erschöpft. Du versuchst jedem Kind gerecht zu werden, doch in zu großen Klassen ist das nicht mehr möglich.
 
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Verantwortliche in Politik und Verwaltung,

wir, die Unterzeichnenden dieser Petition, fordern eine Anpassung des Kultusministeriellen Schreibens (KMS) zur Klassenbildung.

Dieses wird jedes Jahr neu herausgegeben. In diesen Vorgaben für die Klassenbildung ist für die Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung die Schülerhöchstgrenze von 12 pro Klasse, die anzustreben ist, in Bayern jahrzehntelange Verwaltungspraxis. Diese Richtzahl 12 spiegelt längst nicht mehr die Realität unserer heutigen Schülerschaft wider. Wir fordern dringend eine Anpassung an die tatsächlichen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen, der Erziehungsberechtigten und der pädagogischen Fachkräfte. Diese beinhaltet/bedeutet:

  • die Bildung von Klassen in angemessener Klassenstärke -> kleinere Klassen in pädagogischer Verantwortung
  • einen bedarfsgerechten Personalschlüssel
  • angemessen große Unterrichtsräume

Im Februar 2026 hat das Staatsministerium für Unterricht und Kultus das „Gesamtkonzept zur Unterrichts- und Personalversorgung“ für das Schuljahr 2026/2027 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass trotz wachsender Schülerzahlen keine neuen Planstellen geschaffen werden.
Um diese fehlenden Stellen zu kompensieren, können also keine zusätzlichen Klassen gebildet werden, sondern die bestehenden Klassen müssen mit weiteren Schülerinnen und Schülern aufgefüllt werden.

Kleinere Klassen sind an Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung aber unverzichtbar, denn die Schülerschaft hat sich stark gewandelt.

  • Es gibt immer mehr Kinder und Jugendliche, die
  • eine Diagnose aus dem Autismusspektrum haben,
  • traumatische Erfahrungen gemacht haben,
  • zusätzlich eine psychische Erkrankung haben,
  • herausfordernde Verhaltensweisen zeigen.

Viele Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf in der geistigen Entwicklung und zusätzlich angepasstem Sozialverhalten besuchen vermehrt inklusive Schulformen. Dies führt an den Förderzentren zu einem prozentual höheren Anteil an Schülerinnen und Schülern mit herausfordernden Verhaltensweisen.

  •  Die Klassenräume an vielen Schulen sind zu klein, weil sie aus einer Zeit stammen, in der die Klassen kleiner waren und weniger Personal benötigten.
  • Es kommt vermehrt zu körperlicher und verbaler Gewalt gegenüber Mitschülern und Erwachsenen.

Unsere Schülerinnen und Schüler gehören zu den verletzlichsten Mitgliedern unserer Gesellschaft. Nur in kleinen Klassen mit ausreichendem und fachlich qualifiziertem Personal und in angemessen großen Unterrichtsräumen können die Kinder und Jugendlichen mit einem Förderbedarf in der geistigen Entwicklung individuell gefördert werden und ihre Persönlichkeit ausreichend entwickeln. Nur so ist ein Lernzuwachs möglich, nur so werden die Schülerinnen und Schüler im Alltag selbstständiger und nur so können langfristig auch Kosten eingespart werden (z. B. weniger Pflegekosten, erfolgreichere Eingliederung am Arbeitsmarkt, …).
 
Deshalb fordern wir eine Anpassung des KMS.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Tom-Mutters-Schule, Kempten
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 10.06.2026
Sammlung endet: 09.12.2026
Region: Bayern
Kategorie: Bildung

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Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Unterstützende,

    die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.

    Wir bedanken uns für Ihr Engagement!

    Ihr openPetition-Team

Warum Menschen unterschreiben

Zum Wohl der Kinder und auch für die Lehrkraft sind kleinere Klassen wichtig!

Weil es für die Schüler besser ist

Ich bin Fachlehrerin an einer Förderschule, und unsere Räume sind viel zu klein und viel zu eng, um diese Anzahl an SchülerInnen bedarfgerecht zu unterrichten.

Weil kleine Klassen wichtig sind

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