Petition richtet sich an:
Bürgermeister Iris Itgenshorst
Wir fordern die Gemeinde Kerken auf, ab dem Schuljahr 2026/27 das bisherige VGS-System bis 13:10 Uhr ohne verpflichtendes Mittagessen und ohne Hausaufgabenbetreuung erneut umzusetzen. Wir fordern, dass die Gemeinde sich an die Preisgestaltung hält, welche sie bislang aufgerufen hat (Tabelle mit den Berechnungen "über 80000 = max. 209€").
Begründung
Diese Petition verdeutlicht den Wunsch der Eltern in Aldekerk nach einem bezahlbaren, flexiblen und familiengerechten Betreuungssystem, das sowohl mit dem Schülertransport in die Randgebiete, als auch mit unterschiedlichen Lebenssituationen der Familien vereinbar ist. Berufstätigen Eltern, die den Wunsch haben, ihre Kinder ab 13:10 Uhr selbst zu betreuen, müssen die Möglichkeit zum Arbeiten haben. Auch Inklusionskinder profitieren von kürzeren Betreuungszeiten. Familien mit Kindern an verschiedenen Schulformen können gemeinsam Mittagessen und die Hausaufgaben nach individuellen Bedürfnissen (Ruhepausen, ruhige Umgebung ohne Reize, 1-zu-1-Unterstützung durch die Eltern) erledigen.
Durch diese Petition soll der Gemeinde gezeigt werden, dass die Interpretation der im Dezember 2025 durchgeführten Umfrage misslungen ist. Eine so geringe Wahlbeteiligung von 25% (z.B. aufgrund der Zustellung der Wahlzettel über die Postmappen der Kinder) und eine fehlende Differenzierung der Wünsche zwischen den beiden Kerker Grundschulen, dürfen keine Grundlage dafür sein, Familien zu einem VGS-System zu zwingen, das doppelt so teuer ist wie die OGS-Betreuung.
Es ist nicht gerechtfertigt, Stimmen für das zweitgünstigste Modell (Differenz höchste Stufe: 84€) bis 14:00 Uhr ohne Mittagsessen und Hausaufgabenbetreuung mit Stimmen für das Modell bis 14 Uhr mit verpflichtetem Mittagessen (Differenz 117€) gleichzusetzen. Durch diese Zusammensetzung wurden Kategorien gebildet, wodurch die Wahlergebnisse verzerrt interpretiert wurden.
Die separate Betrachtung jeder einzelnen Wahloption hätte ergeben, dass die Betreuung bis 13:10 Uhr die höchste Zustimmung erhalten hat.
Es ist zudem unfair anzunehmen, dass die 24 Stimmberechtigten, die sich primär ein Betreuungssystem bis 14:00 Uhr gewünscht haben, bereit wären, ein verpflichtetes Mittagessen zu zahlen, das sie nicht benötigen.