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Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
Petition richtet sich an: Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften
Mithat Gedik kann eigentlich als Musterbeispiel für gelungene Integration gelten - wäre da nicht die Satzung einer Schützenbruderschaft. Der 33-jährige türkischstämmige Muslim ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, belegte katholische Religion als Abiturfach und leitet als Kaufmann die Niederlassung eines großen Unternehmens in Mannheim. Im westfälischen Werl-Sönnern lebt er mit seiner Frau Melanie und vier Kindern. Er ist in der freiwilligen Feuerwehr aktiv und im Vorstand des örtlichen Schützenvereins.
Doch nun hat Gedik den Vogel abgeschossen und damit eine Diskussion um Brauchtum, Toleranz und Integration losgetreten: Ein muslimischer Schützenkönig - das geht dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BDHS) zu weit: Beim Bezirksschützenfest darf der König aus Sönnern nicht antreten.
"Wer lesen kann, ist klar im Vorteil", sagt der Sprecher des BDHS, Rolf Nieborg. "Die haben ihre eigene Satzung nicht gelesen." Heißt: Gedik hätte überhaupt nicht Mitglied der Bruderschaft in Sönnern werden können. In Paragraf 2 der Satzung heiße es, dass die Bruderschaft "eine Vereinigung von christlichen Menschen" sei.
Begründung
Warum soll ein muslimischer Mensch nur aufgrund seines Glaubens daran gehindert werden, in einem Schützenverein aktiv zu sein? Ein Ausschluss einer Person nur aufgrund der Glaubensrichtung ist diskriminierend. Gleiches müsste dann auch mit Menschen passieren, die gar keinen Glauben besitzen. Kann dies wirklich im Sinne des BDHS sein?
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
04.08.2014
Sammlung endet:
03.02.2015
Region:
Deutschland
Kategorie:
Soziales