Staatliche Förderung von Gnaden - bzw. Lebenshöfen

Petition richtet sich an:
Umweltministerium

2.086 Unterschriften

Sammlung beendet

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  1. Gestartet 2021
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Umweltministerium

Seit 2002 hat der Tierschutz Verfassungsrang:
Der Staat hat eine Schutzpflicht für die unserer Obhut anvertrauten Tiere ( §1 TierSchG, BVerfG, Urteil vom 06.07.1999, NJW 1999, 3253, Artikel 20a GG, BT-Dr. 14/8860, dazu Kluge-v. Loeper, Tierschutzgesetz, Einführung Rn 104 e ).
Der Tierschutz hat durch den Verfassungsrang des Einzeltierschutzes - laut Art. 20a GG "der Staat schützt die Tiere..." seit 2002 eine wesentliche Aufwertung erfahren, weil diese als Norm als Querschnittsklausel mit weitreichenden Folgen für das ganze Rechtssystem geschaffen wurde ( Kloepfer / Rossi JZ 1998, 369, 373 und Hirt / Maisack / Moritz, TierSchG, Art. 20 a GG, 3 Aufl. 2015 ).
§ 1 des TierSchG besagt: "Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen."
Der Gesetzgeber formuliert also klar, dass Tiere geschützt werden müssen !
In der Regel sind es die im Tierschutz ehrenamtlich Tätigen, die es in Not geratenen Tieren ermöglichen ein art - und tiergerechtes Leben zu führen. Das ist aus Sicht der Ambition absolut zu begrüßen.
Allerdings wird es problematisch wenn es um die Finanzierung von sog. Gnaden - bzw. Lebenshöfen sowie Tierasylen geht. Hierfür gibt es grundsätzlich weder Unterstützung aus öffentlicher Hand noch andere Förderungen.
Der Staat läßt die Tierfreunde, die mit sehr viel Herzblut ihre Arbeit bewerkstelligen im Allgemeinen im Regen stehen,
obwohl er zum Betreiben eines Gnaden - bzw. Lebenshofes in einem nicht unerheblichem Maße, neben der alltäglichen Arbeit, mehrere bürokratische und administrative Hürden aufbürdet.
Die Empathie der Tierfreunde hat der Staat sehr wohl gut in Gesetzen und Verordnungen eingeordnet, reglementiert und bedingt.
Hierzu nur einige Beispiele:
Sogenannte Nutztiere ( Schafe, Ziegen, Hausschweine, Rinder, Gefügel ) müssen auf Gnaden - bzw. Lebenshöfen in Bestandslisten bei der Landwirtschaftkammer sowie bei der Tierseuchenkasse angemeldet werden.
Laut Gesetz müssen Nutztieren Ohrmarken angebracht werden. Impftermine müssen eingehalten werden.
Bei Pferden sind Equidenpässe Vorschrift.
Der Gnaden - bzw. Lebenshof muss beim Veterinäramt angemeldet werden.
Ein Sachkundenachweis nach § 11 TierSchG ist notwendig um Tiere ordnungsgemäß zu pflegen und zu versorgen. Lehrgänge in Tierhygiene, Seuchenschutz, Tierheilkunde und allgemeine Gesetzeskunde sowie betreibswirtschaftliche Kenntnisse sind von großem Nutzen.
Wird der Gnaden - bzw. Lebenshof als eingetragener Verein geführt, so sind notarielle Formalien notwendig, z.B. die Eintragung im Vereinsregister mit Erstellung einer Satzung sowie evtl. im Handels- und Gewerberegister mit Einholung einer Betriebsnummer ( ab einem bezahlten Mitarbeiter ).
Auch Aufnahmestellen von Vereinen für "entlassene" Labortiere sollten staatlich unterstützt werden.
Helfer sollten unfallversichert, Tiere haftpflichtversichert sein.
Bei gemeinnützigen Vereinen sind beim Finanzamt periodisch Steuererklärungen abzugeben und die Buchführung einzureichen sowie Mitgliederlisten zu führen.
Beim Geländeankauf sind neben dem Grundstückspreis die Grunderwerbssteuer als auch die jährliche Grundsteuern fällig. Nachbarschaftliche Regelungen sind zu beachten.
Bei aller Notwendigkeit, all dies bleibt den Ehrenamtlichen, die sich moralisch verpflichtet fühlen in Not geratenen Tieren - oftmals aus der Nutztierhaltung - zu helfen, nicht erspart und verursacht eine Menge Kosten, inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer, woran der Staat selbst noch verdient.
Die finanziellen Mittel für all diese Kosten werden größtenteils aus Mitgliedsbeiträgen und freiwilligen Spenden zusammengebracht mit denen also Grund und Boden, Futter- und Personalkosten, Gerätschaften, Zäune und Weideunterstände, tierärztliche Tätigkeiten sowie Werbung und Marketing bezahlt werden.

Begründung

Warum fördert der Staat den Tierschutz auf Gnaden - bzw. Lebenshöfen finanziell nicht, wenn er doch gleichzeitig in großem Umfang von den Tierschützern fordert ? Gnaden - bzw. Lebenshöfe sind für Amtsveterinäre oftmals die einzige Möglichkeit beschlagnahmte Tiere aus schlechter Haltung bzw. sog. Nutztiere ordnungsgemäß unterzubringen.
Im Vergleich zu staatlichen Förderungen in anderen Bereichen, z.B. Sport - und Kultur, würde es sich zudem um sehr übersichtliche Beträge handeln.
Gehen wir mal von 2.000 Gnaden - bzw. Lebenshöfen bundesweit aus. Würde jeder Hof 4.000 Euro Zuschuss jährlich bekommen, wäre dies eine staatliche Förderung von allemal 8 Millionen Euro - ein kleiner Betrag im Bundeshaushalt bzw. den Länderhaushalten.
Mit dieser Petition fordern wir eine unbürokratische Förderung von Gnaden - und Lebenshöfen über die Umweltministerien der jeweiligen Länder.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Stadttauben Saarbrücken e.V., Völklingen
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 05.04.2021
Sammlung endet: 30.11.2021
Region: Deutschland
Kategorie: Tierschutz

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende, liebe Tierfreunde,

    der Aufruf zum WDR - Sendebeitrag bezüglich Tierquälerlerei und extremer Brutalität gegen Tiere im Tönnies Schlachthaus an die Verantwortlichen, hat zu vielen Rückmeldungen bei mir geführt.
    Deshalb habe ich einen Musterbrief für Euch, den ihr kopieren und an die Verantwortlichen senden könnt:

    poststelle@stk.nrw.de,
    ministerpraesident@stk.nrw.de,
    hendrik.wuest@cdu-nrw.de,
    info@toennies.de,
    bundestierschutzbeauftragte@bmel.bund.de,

    Sehr geehrte Damen und Herren des WDR / Aktuelle Stunde Redaktion,
    sehr geehrter Herr Wüst,
    sehr geehrter Herr Tönnies,
    sehr geehrte Frau Breher,

    ich bin dem WDR sehr dankbar, dass er den Zuschauern zur besten Sendezeit einen Einblick in die Machenschaften der Fleischindustrie, insbesondere des Tönnies Schlachthofes, gegeben hat und damit zur Aufklärung skandalöser Zustände im Schlachtbetrieb beiträgt:

    https://www1.wdr.de/nrw/ostwestfalen-lippe/kreis-guetersloh/toennies-geheime-aufnahmen-tierquaelerei-schlachthof-kellinghusen-100.html

    Die im Beitrag gezeigten Grausamkeiten gegenüber den Tieren sind durch rein gar nichts zu rechtfertigen und selbst jedem Omnivoren muss beim Anblick dieser barbarischen Tierquälereien, die die Tiere noch kurz vor ihrem Tod erleiden müssen, das Essen im Halse stecken bleiben.
    Es bedarf einer umfassenden Aufarbeitung mit strafrechtlichen Folgen für die Verantwortlichen bis hin zur Schließung solcher Betriebe, damit sich zukünftig solcher Horror an Tieren nicht wiederholt.

    "Aus unser aller Erfahrung passiert jedoch meistens nichts. Die Industriealisierung hat eine neue Politik und damit auch einen neuen Schlag an Politikern hervorgebracht, die im Sinne der ökonomischen Gesichtspunkte, der Wirtschaft fast alles "durchgehen" lassen. Die Abhängigkeit der Politik ist unerträglich geworden. Dadurch leidet die Glaubwürdigkeit und Funktionalität des Staates, wie man heutzutage immer mehr feststellen kann."

    So kann und darf es auf gar keinen Fall weitergehen. Ich zeige hier Politik und Fleischindustrie die Rote Karte.
    Beenden Sie diese Gräueltaten an hilflosen Lebewesen !

    Vielen Dank an den WDR für mutigen und guten Journalismus, der zum Nachdenken aufrüttelt. Bitte gerne noch mehr davon. Ich fordere eine schonungslose Aufklärung !

    In Erwartung einer Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,

  • Liebe Unterstützende, liebe Tierfreunde,

    der WDR hat in der Aktuellen Stunde am 19. Okt. geheime Aufnahmen von Tierquälerei im Skandal-Schlachthof Tönnies zur besten Sendezeit ausgestrahlt. Dies ist sehr lobenswert und jeder sollte dem WDR dankbar sein, dass unverblümt gezeigt wurde, was hinter den Mauern von Tönnies Tag für Tag vorgeht und welche Grausamkeiten die Tiere noch kurz vor ihrem Tod ertragen müssen:

    https://www1.wdr.de/nrw/ostwestfalen-lippe/kreis-guetersloh/toennies-geheime-aufnahmen-tierquaelerei-schlachthof-kellinghusen-100.html

    Das kann nicht unkommentiert bleiben !
    Bitte schreibt eine Email an Tönnies und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und dankt gleichzeitig dem WDR für die schonungslose Aufklärung über die Grausamkeiten in der Fleischindustrie.
    Hier die Kontaktdaten:

    info@toennies.de,
    hendrik.wuest@cdu-nrw.de,
    aktuellestunde@wdr.de,

    Bitte lasst diese Grausamkeiten nicht ungeschehen und gebt den Tieren eine Stimme !
    Vielen Dank.

    Herzliche Grüße
    Andreas

  • Liebe Unterstützende,

    zur erstaunlichen Geschichte von Ludwig - bitte Link anklicken.
    Vielleicht verliebt sich jemand in Ludwig und schenkt ihm ein schönes Zuhause:

    https://www.helpinganimalsromania.de/2026/10/12/ludwig-rettet-leben-und-wartet-selbst-auf-sein-gl%C3%BCck/#gsc.tab=0

    Herzliche Grüße

Milliarden Euros fließen jährlich in die zerstörerische Massentierhaltung. Damit muss endlich Schluss sein ! Gnaden - und Lebenshöfe müssen zukünftig staatlich unterstützt werden !

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