304 Unterschriften
Sammlung beendet
Petition richtet sich an: Bürgermeisterin Imke Heymann
Wir fordern die Stadt Ennepetal und die zuständigen politischen Gremien auf,
1. die geplante Bebauung des Grundstücks „Bergfried“ am Büttenberg nicht weiter zu verfolgen,
2. keine Genehmigung im Rahmen des sogenannten „Bauturbos“ zu erteilen,
3. eine transparente und frühzeitige Bürgerbeteiligung sicherzustellen,
4. Grünflächen zu schützen und stattdessen bereits versiegelte oder brachliegende Flächen für Wohnungsbau zu nutzen,
5. eine nachhaltige, sozial und ökologisch verträgliche Stadtentwicklung umzusetzen.
Begründung
Wir, die unterzeichnenden Bürgerinnen und Bürger sowie Anwohnerinnen und Anwohner des Büttenbergs, sprechen uns entschieden gegen die geplante Bebauung des Grundstücks „Bergfried“ an der Büttenberger / Rahlenbecker Straße in Ennepetal aus.
Auf dem bislang als Grünfläche genutzten Grundstück wurde in kürzester Zeit nahezu der gesamte, jahrzehntealte Baumbestand gerodet. Dies geschah, obwohl das Areal im Flächennutzungsplan als Grünfläche ausgewiesen ist, sich im Außenbereich befindet und kein Bebauungsplan existiert.
Geplant ist nun die Errichtung einer großflächigen Neubausiedlung mit bis zu 90 Wohneinheiten, darunter Mehrfamilienhäuser mit bis zu 10–11 Wohnungen. Diese massive Nachverdichtung ist aus unserer Sicht städtebaulich, verkehrlich, ökologisch und sozial nicht vertretbar.
Unsere wesentlichen Einwände
1. Verkehrsüberlastung und Gefährdung der Sicherheit
Die Büttenberger Straße sowie die angrenzenden Straßen sind bereits heute stark überlastet. Zusätzliche bis zu 250 Fahrzeuge würden unweigerlich zu Verkehrschaos führen. Die Straßen sind weder dafür ausgelegt noch erweiterbar. Bereits jetzt kommt es regelmäßig zu kritischen Situationen, auch für Rettungs- und Entsorgungsfahrzeuge.
2. Unzureichende Parkraumsituation
Die vorgesehenen Stellplätze reichen bei realistischer Betrachtung nicht aus. Der Parkdruck im öffentlichen Straßenraum ist bereits enorm und würde sich weiter verschärfen.
3. Erhebliche Lärm- und Umweltbelastung
Die geplante dichte Bebauung und der zusätzliche Verkehr führen zu einer deutlichen Zunahme von Lärm und Abgasen. Dies stellt eine erhebliche Beeinträchtigung der Wohn- und Lebensqualität dar.
4. Verlust einer wichtigen Grünfläche
Mit der Bebauung geht eine der letzten größeren zusammenhängenden Grünflächen am Büttenberg dauerhaft verloren. Dies widerspricht den Zielen des Klima-, Natur- und Artenschutzes sowie einer nachhaltigen Stadtentwicklung.
5. Überlastung der bestehenden Infrastruktur
Schulen, insbesondere die Grundschule, sind bereits heute stark ausgelastet. Eine weitere Verdichtung verschärft diese Situation zusätzlich.
6. Kein nachgewiesener Wohnraumbedarf
Ein vom Land NRW beauftragtes Gutachten (29.05.2024) bescheinigt Ennepetal keinen angespannten Wohnungsmarkt. Es besteht daher keine Notwendigkeit, wertvolle Grünflächen zu bebauen, während innerstädtische Brachflächen vorhanden sind.
7. Unverträgliche Bebauungsdichte
Die geplanten Mehrfamilienhäuser mit bis zu 10–11 Wohneinheiten passen nicht in das überwiegend von Einfamilienhäusern geprägte Umfeld des südlichen Büttenbergs und verändern den Charakter des Wohngebiets massiv.
Warum diese Petition wichtig ist
Stadtentwicklung darf nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg erfolgen.
Lebensqualität, Umwelt- und Klimaschutz sowie Sicherheit müssen Vorrang vor kurzfristigen Investoreninteressen haben.
Grünflächen sind nicht ersetzbar. Einmal zerstört, sind sie für immer verloren.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
05.01.2026
Sammlung endet:
04.07.2026
Region:
Ennepetal
Kategorie:
Bürgerrechte