122 Unterschriften
Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen
Petition richtet sich an: Umweltamt Prignitz, Veterinäramt Prignitz
Seit 2023 leiden wir als direkte Anwohnerinnen und Anwohner der Hamburger Straße in Perleberg unter massiven Geruchsbelästigungen durch den in der Straße liegenden Schlachtbetrieb.
Die Gerüche treten unregelmäßig auf – teilweise abends, teilweise in den frühen Morgenstunden, oft aber auch ganztägig. Eine Vorhersehbarkeit gibt es nicht: Manchmal dauert die Belastung Stunden, manchmal mehrere Tage am Stück.
Besonders im Sommer war die Situation durch Hitze und stehende Luft kaum auszuhalten. Doch inzwischen kommt es auch im Winter zu extremen Geruchsphasen. Der Geruch ist oft so intensiv, dass er Würgereiz verursacht. In diesen Zeiten ist es faktisch unmöglich, Fenster zu öffnen oder sich im Freien aufzuhalten. Balkon, Garten und selbst der Gehweg vor dem Haus können dann kaum genutzt werden.
Damit wird die Wohn- und Lebensqualität erheblich eingeschränkt. Wohnen bedeutet Rückzugsort, Erholung und Gesundheit – nicht dauerhafte Belastung durch industrielle Emissionen.
Wir haben wiederholt das zuständige Landesveterinäramt, das Umweltamt, den Betreiber des Schlachtbetriebs und sogar die Polizei informiert. Trotz mehrfacher Hinweise und Beschwerden ist bislang keine nachhaltige Verbesserung eingetreten.
Rechtliche Grundlage:
Rechtlich ist die Situation klar geregelt:
- Nach § 22 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) müssen Anlagen so betrieben werden, dass schädliche Umwelteinwirkungen verhindert werden, soweit dies nach dem Stand der Technik möglich ist
- Die Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) legt fest, wann Gerüche als erhebliche Belästigung einzustufen sind und wann Handlungsbedarf besteht
- Dauerhafte oder regelmäßig wiederkehrende, unzumutbare Geruchsbelästigungen können eine erhebliche Beeinträchtigung darstellen und behördliche Maßnahmen erforderlich machen
Wenn Anwohnerinnen und Anwohner über Monate und Jahre hinweg immer wieder gezwungen sind, Fenster geschlossen zu halten oder Aufenthalte im Freien zu vermeiden, ist eine Grenze überschritten!
Begründung
Wir fordern die zuständigen Behörden auf, unverzüglich wirksame Maßnahmen gegen die anhaltende Geruchsbelästigung durch den Schlachtbetrieb zu ergreifen!
Dazu gehören regelmäßige Kontrollen, transparente Information der Öffentlichkeit sowie verbindliche technische Maßnahmen zur dauerhaften Reduzierung der Geruchsemissionen.
Unser Ziel ist eine spürbare und nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität für alle Anwohnerinnen und Anwohner!