115 Unterschriften
Petition richtet sich an: Umweltamt Prignitz, Veterinäramt Prignitz
Seit 2023 leiden wir als direkte Anwohnerinnen und Anwohner der Hamburger Straße in Perleberg unter massiven Geruchsbelästigungen durch den in der Straße liegenden Schlachtbetrieb.
Die Gerüche treten unregelmäßig auf – teilweise abends, teilweise in den frühen Morgenstunden, oft aber auch ganztägig. Eine Vorhersehbarkeit gibt es nicht: Manchmal dauert die Belastung Stunden, manchmal mehrere Tage am Stück.
Besonders im Sommer war die Situation durch Hitze und stehende Luft kaum auszuhalten. Doch inzwischen kommt es auch im Winter zu extremen Geruchsphasen. Der Geruch ist oft so intensiv, dass er Würgereiz verursacht. In diesen Zeiten ist es faktisch unmöglich, Fenster zu öffnen oder sich im Freien aufzuhalten. Balkon, Garten und selbst der Gehweg vor dem Haus können dann kaum genutzt werden.
Damit wird die Wohn- und Lebensqualität erheblich eingeschränkt. Wohnen bedeutet Rückzugsort, Erholung und Gesundheit – nicht dauerhafte Belastung durch industrielle Emissionen.
Wir haben wiederholt das zuständige Landesveterinäramt, das Umweltamt, den Betreiber des Schlachtbetriebs und sogar die Polizei informiert. Trotz mehrfacher Hinweise und Beschwerden ist bislang keine nachhaltige Verbesserung eingetreten.
Rechtliche Grundlage:
Rechtlich ist die Situation klar geregelt:
- Nach § 22 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) müssen Anlagen so betrieben werden, dass schädliche Umwelteinwirkungen verhindert werden, soweit dies nach dem Stand der Technik möglich ist
- Die Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) legt fest, wann Gerüche als erhebliche Belästigung einzustufen sind und wann Handlungsbedarf besteht
- Dauerhafte oder regelmäßig wiederkehrende, unzumutbare Geruchsbelästigungen können eine erhebliche Beeinträchtigung darstellen und behördliche Maßnahmen erforderlich machen
Wenn Anwohnerinnen und Anwohner über Monate und Jahre hinweg immer wieder gezwungen sind, Fenster geschlossen zu halten oder Aufenthalte im Freien zu vermeiden, ist eine Grenze überschritten!
Begründung
Wir fordern die zuständigen Behörden auf, unverzüglich wirksame Maßnahmen gegen die anhaltende Geruchsbelästigung durch den Schlachtbetrieb zu ergreifen!
Dazu gehören regelmäßige Kontrollen, transparente Information der Öffentlichkeit sowie verbindliche technische Maßnahmen zur dauerhaften Reduzierung der Geruchsemissionen.
Unser Ziel ist eine spürbare und nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität für alle Anwohnerinnen und Anwohner!
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
26.02.2026
Sammlung endet:
25.08.2026
Region:
Prignitz
Kategorie:
Umwelt
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Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
Als direkter Anwohner empfinde ich die Geruchsbelästigung in Teilen unerträglich. Die Arbeiten zu unmöglichen Zeiten stören außerdem die Ruhe innerhalb der Nachbarschaft. Kontrolle und ein genaues Hinsehen der Gesetzgeber ist unbedingt erforderlich! Zudem erreichte auch viel Müll mein Grundstück (grenzt direkt an den Schlachthof an)
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Da ich in unmittelbarer Nähe des Schlachthofes wohne kann die genannte Geruchsbelästigung voll bestätigen und möchte noch ergänzen das es häufig auch zu Lärmbelästigung kommt da Tiere die am Tag nicht mehr geschlachtet werden konnten sich über die Nacht mit anhaltenden Muhlauten bemerkbar machen was nur mit geschlossen Fenstern zu ertragen ist.