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Petition richtet sich an: Hessischer Landtag, Kultusministerium Hessen
Mit dem Schuljahr 2027/28 sollen in Hessen neue Aufnahmekriterien für die Fachoberschule (FOS) und die zweijährige höhere Berufsfachschule eingeführt werden. Durch die geplante neue Verordnung sollen die Leistungsanforderungen verschärft werden.
Künftig soll für die Aufnahme in diesen Schulformen in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch keine Note schlechter als 3 mehr erlaubt sein. Nach der derzeit geltenden Regelung darf hingegen in einem dieser drei Hauptfächer die Note 4 einmal vorhanden sein.
Nach den aktuellen Berechnungen führt die geplante Verschärfung dazu, dass etwa 30 bis 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Aufnahme in die genannten Schulformen in Hessen nicht mehr erreichen.
Wir fordern deshalb, die bisher geltenden Aufnahmekriterien beizubehalten und von einer Verschärfung der Leistungsanforderungen abzusehen. Schülerinnen und Schüler sollen weiterhin faire Möglichkeiten erhalten, ihren Bildungsweg an der Fachoberschule oder der zweijährigen höheren Berufsfachschule fortzusetzen.
Begründung
Durch die geplante Verschärfung der Aufnahmeregelungen könnten Schülerinnen und Schüler mit einem guten Realschulabschluss bereits aufgrund einer einzigen ausreichenden Note (4) in einem der Hauptfächer Deutsch, Mathematik oder Englisch den Zugang zu weiterführender schulischer Bildung verlieren.
Die aktuelle wirtschaftliche Lage erschwert es vielen Jugendlichen, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden. Umso wichtiger sind gute schulische Möglichkeiten, damit junge Menschen ihren Bildungsweg fortsetzen und ihre Chancen auf einen erfolgreichen Einstieg in Ausbildung und Beruf verbessern können.
Gerade für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund kann das Fach Deutsch eine besondere Herausforderung darstellen. Eine einzelne ausreichende Note in einem der Hauptfächer sollte deshalb nicht allein darüber entscheiden, ob ein weiterer Bildungsweg offensteht. Bei der Entscheidung über die weitere Schullaufbahn sollten vielmehr die Gesamtleistung, die individuellen Fähigkeiten und die Entwicklungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden.
Auch die zweijährige höhere Berufsfachschule (HBFS) soll von den geplanten Regelungen betroffen sein. Damit könnte eine wichtige Alternative für Schülerinnen und Schüler wegfallen, die keinen Zugang zur Fachoberschule (FOS) erhalten, ihren Bildungsweg aber trotzdem weiterführen möchten. Wenn für beide Schulformen vergleichbare Aufnahmeregelungen gelten, würden zusätzliche Möglichkeiten zur individuellen Weiterentwicklung eingeschränkt.
Hinzu kommt die Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Nach Aussagen von Unternehmen erreicht ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler nach dem mittleren Schulabschluss noch nicht die notwendige Ausbildungsreife. Gleichzeitig greifen viele Arbeitgeber, Unternehmen und im Besonderen Behörden bei der Besetzung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen bevorzugt auf Bewerberinnen und Bewerber mit einem höheren Bildungsabschluss zurück, beispielsweise auf Absolventinnen und Absolventen der Fachoberschule oder der zweijährigen höheren Berufsfachschule.
Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass junge Menschen ohne schulische oder berufliche Perspektive den Anschluss verlieren. Fehlende Zukunftsperspektiven können soziale Probleme verstärken und bei einem Teil der Betroffenen das Risiko erhöhen, in problematische soziale oder kriminelle Strukturen zu geraten.
Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass Schülerinnen und Schüler auch künftig eine faire Chance auf weiterführende Bildung erhalten. Eine einzelne ausreichende Note in einem Hauptfach sollte nicht allein darüber entscheiden, ob ein weiterer Bildungsweg offensteht.
Unser Ziel ist es, jungen Menschen möglichst viele Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten offenzuhalten und ihnen damit eine faire Chance auf einen erfolgreichen Einstieg in Ausbildung und Beruf zu ermöglichen.
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Angaben zur Petition
Petition gestartet:
30.09.2026
Sammlung endet:
29.03.2027
Region:
Hessen
Kategorie:
Bildung
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Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
Ich finde nicht, dass die Schüler noch mehr unter dem Leistungsdruck stehen sollten. Darüber hinaus sind die Benotungen nur Nomentaufnahmen die durch viele Faktoren beeinflusst werden, die der Schüler nicht immer selbst zu vertreten hatte, dennoch kann er fähig sein den erforderlichen Leistungen eines FOS gewachsen zu sein.
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Eine Benotung ist nur eine Momentaufnahme, die äußeren Einflüsse kann ein Schüler nicht immer beeinflussen, zumal man auch in einem Fach mal etwas schlechter sein kann um dies auszugleichen bleiben dann andere Fächer auf der Strecke.