Petition richtet sich an:
Ministerium Gesundheitswesen Bundestag
Seit Jahren ist die Bürgerversicherung im Gespräch. Die Umsetzung wäre für viele Privatversicherte der PKV eine Erlösung. Ständig steigende Beiträge bringen vor allem ältere Versicherte an den Rand der Armut, die ja eigentlich bekämpft werden soll. Es ist nicht nachvollziehbar, dass wenige Versicherte für medizinischen Fortschritt zur Kasse gebeten werden und in den finanziellen Ruin gestürzt werden.
Ich bin bei der Central KV seit 1993, hatte keine Möglichkeit, aufgrund meiner Selbständigkeit dieses Verhältnis zu lösen. Wollte auch keineswegs in die Arbeitslosigkeit gehen. Heute bezahle ich als Rentner mittlerweile 575 Euro monatlich und einer Selbstbeteiligung von jährlich 350 Euro. Dabei sind Leistungen auf das nötigste reduziert. Die angeblichen Vorteile eines Privatversicherten sind völlig falsch und betreffen wahrscheinlich nur gut verdienende, die die Beitragsgrenze erreichen und trotzdem keinen wesentlichen höheren Beitrag bezahlen wie ein Rentner mit rund 1000.00 Euro.
Ich bin und viele andere auch in die Riege der gesetzlich Versicherten eingereiht und bekomme ein Minimum von dem an Leistungen, was ein gesetzlich Versicherter erhält. Man ist lebenslang gefangen, kann keinen Wechsel in eine andere KK vornehmen und kann nur machtlos zusehen, wie die Rente immer weniger wird und das Sozialamt, was man sein Leben lang vermieden hat, immer näher rückt. Es ist überhaupt nicht vereinbar mit der Wahrung der Würde des Menschen wie es im Grundgesetz verankert ist. Ich fordere die Regierung auf dieses Thema wieder auf zu nehmen und endlich eine sinnvolle Lösung zu finden ohne Rücksicht auf Jahrzehnte langes Wirken der PKV.
Die ca. 1 Million Versicherte in so vielen PKV können die Kosten nicht mehr stemmen. Die PKV ist einfach nicht mehr tragbar. Hinzu kommt die unzähligen Tarife für einzelne Mitglieder der Versicherung und der unterschiedlichen Leistungen. Das gesamte System ist in Tarife eingeteilt und jährlich von "unabhängigen Beratern " bewertet und der neue Beitrag festgelegt. Es gibt kein Sozialprinzip wie in der GVK wo alle zusammen für alle zahlen. In der PKV zahlt man immer für die Mitglieder in einem Tarif, also auch wieder nur für wenige. Wer bezahlt z. B die ganzen privaten Zusatzversicherungen ? Bei geringen Beitrag monatlich und einer relativ schnellen Inanspruchnahme können die in tausende gehenden Kosten ( z.B. Zahnversicherung) nur auf Kosten der eigentlich Versicherten gehen. Und wer bezahlt die Stammzellentherapie von Michael Schumacher, der auch in der Central versichert ist? Es gibt so viele Dinge, die es einfach erforderlich machen dieses Thema endlich auf einen Lösbaren Prüfstand zu stellen und dieses Festhalten an den PKV nicht das Leben von tausenden Versicherten zu zerstören.
Begründung
Ich habe seit vielen Jahren an unzählige Institutionen, Parteien und politische Personen geschrieben, einschließlich Frau Merkel. Alle Antworten beliefen sich immer auf "festgelegte Texte" die für mich keine Antwort waren. Und ich weiß aus meinem näheren und entfernteren Umfeld, sowie aus den Medien, das diese Frage tausende Versicherte betrifft. Warum wird keine Entscheidung getroffen (außer dass dieses Thema einfach als nicht wichtig beigelegt wird)?
Wenn beide Systeme in einer sinnvollen Regulierung zusammengelegt werden fließen viele Beiträge in die GKV, die wieder neue Forschungen unterstützen. Mitarbeiter der PKV werden nicht arbeitslos, die übernommenen Versicherten müssen weiter betreut werden. Neben den Beiträgen fließen außerdem die vorhandenen Millionen der PKV in das Gesamtvermögen ein.
Warum soll derjenige, der das Geld hat für bestimmte Leistungen nicht selbst bezahlen, wenn er das möchte. Warum wird das abgelehnt, wenn es sonst um die Reichen und Superreichen geht, denen auch keine Steuererhöhung zu gemutet werden kann. Aber die Würde der Privatversicherten kann angegriffen werden.
Mit dieser Petition möchte ich wachrütteln, warum schweigen so viele, es geht doch um unser Leben, um unserer Gesundheit. Denn bei einem wäre ich sicher, wenn ich nicht die Hälfte meiner Rente in die Beiträge der PKV zahlen müsste, wäre ich gesundheitlich schon besser gestellt. Denn diese Ungerechtigkeit ist nach zu vollziehen . Weil man aus Unwissenheit, vor allem Ostdeutsche, diese Entscheidung getroffen hat. Und das sind auch diejenigen, die mit Selbständigkeit den Weg in die Arbeitslosigkeit vermeiden wollten.