Faire Beiträge für alle – Stoppt die finanzielle Überforderung von Eltern in Esslingen!

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Matthias Klopfer

764 Unterschriften

Sammlung beendet

764 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Oktober 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 13.04.2026
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Matthias Klopfer

Esslinger Eltern tragen bereits heute außergewöhnlich hohe Kosten:
Für zwei Kinder in Ganztagsbetreuung werden schnell vierstellige Monatsbeträge fällig – obwohl die Stadt selbst bestätigt, dass Elternbeiträge nur rund 7–10 % der tatsächlichen Kosten decken.
Trotz dieser geringen Kostendeckung wurden die Gebühren in den letzten Jahren mehrfach und automatisch erhöht:

  • 01.01.2022: RG/VÖ +5 %, GT +3 %
  • 01.01.2023: RG/VÖ +5 %, GT +3 %
  • 01.03.2024: RG/VÖ/GT +8,5 %
  • 01.03.2025: RG/VÖ/GT +7,5 %

Damit wurden die Esslinger Kita-Gebühren innerhalb von drei Jahren um insgesamt über 25 % erhöht, ohne dass eigene Berechnungen oder kommunale Vergleichsdaten vorlagen.
Die Erhöhungen wurden von der Stadt pauschal übernommen, da sie sich auf eine sogenannte Landesempfehlung bezieht – ein unverbindlicher Richtwert, der 1:1 ohne eigene Prüfungen umgesetzt wurde.

Wesentliche Transparenzlücken, die im GEB-Protokoll vom 21.11.2023 bestätigt werden:

  • Die Stadt hat keinen Vergleich mit anderen Kommunen durchgeführt.
  • Es existiert keine Berechnung der tatsächlichen Kosten pro Betreuungsstunde.
  • Für Ganztagsplätze gibt es keine Landesempfehlung, trotz hoher Gebührensteigerungen.

Warum Esslingen im Landesvergleich heraussticht
Esslingen liegt besonders im Ganztagsbereich deutlich über den Gebühren vieler anderer Städte – bei vergleichbaren oder sogar niedrigeren Betriebskosten.

Esslingen dagegen setzt stark auf finanzielle Lenkungseffekte, die berufstätige Familien belasten, die auf Ganztagsbetreuung angewiesen sind. Dadurch entsteht eine soziale Schieflage und ein Rückschritt bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Unser Appell
Wir fordern die Stadt Esslingen auf:

  • die Gebührensystematik offenzulegen,
  • eine unabhängige Prüfung durchzuführen,
  • und die Gebührenordnung sozial ausgewogen anzupassen.

Nur durch Transparenz und faire Gebühren kann Esslingen seinem Anspruch als familienfreundliche Stadt gerecht werden.

Begründung

Eltern von zwei Kindern zahlen für Ganztagsplätze mittlerweile vierstellige Monatsbeträge, während die Stadt selbst angibt, dass die Elternbeiträge nur rund 7–10 % der tatsächlichen Betreuungskosten decken.
Trotzdem wurden die Gebühren in den letzten Jahren mehrfach erhöht – zuletzt um 8,66 % im Kita-Jahr 2023/24, die höchste Steigerung seit 25 Jahren.
Diese Erhöhung wurde von der Stadt Esslingen automatisch übernommen, da sie sich an der sogenannten Landesempfehlung orientiert – einem unverbindlichen Richtwert, der ohne eigene Berechnungsprüfung umgesetzt wird.
Das Protokoll der GEB-Vollversammlung vom 21. November 2023 belegt zudem:

  • Der Stadt liegt kein Vergleich mit anderen Kommunen in Baden-Württemberg vor.
  • Es gibt keine Berechnung der tatsächlichen Kosten pro Betreuungsstunde.
  • Für Ganztagsplätze existiert keine Landesempfehlung, die als Grundlage dienen könnte.

Trotz dieser Lücken zahlen Familien in Esslingen im Landesvergleich überdurchschnittlich hohe Beiträge – vor allem im Ganztagsbereich, der inzwischen bis zu dreimal teurer ist als verlängerte Öffnungszeiten.
Das ist sozial ungerecht und nicht verhältnismäßig, denn die Stadt trägt ohnehin den größten Teil der Kosten und profitiert zusätzlich von Landeszuschüssen.
Andere Städte zeigen, dass es anders geht:
Heilbronn hat für Ü3-Kinder beitragsfreie Plätze eingeführt, Ostfildern halbiert die Gebühren für Einkommen unter 30.000 €, und in Ludwigsburg liegen die Beiträge trotz ähnlicher Kostenstruktur deutlich niedriger.
Eltern, die arbeiten, dürfen nicht länger bestraft werden, weil sie auf Ganztagsbetreuung angewiesen sind.
Wir fordern deshalb, dass die Stadt Esslingen ihre Gebührensystematik offenlegt, überprüft und anpasst, um Familien finanziell zu entlasten und echte soziale Gerechtigkeit herzustellen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Mikail Doğanay, Esslingen am Neckar
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 27.10.2025
Sammlung endet: 02.03.2026
Region: Esslingen am Neckar
Kategorie: Familie

Diese Petition wurde in folgende Sprachen übersetzt

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    die Petition ist übergeben.
    764 Stimmen.
    Ein klares Signal.

    Und trotzdem:
    Es bewegt sich nichts!

    Hier könnt ihr den Termin nachlesen:
    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.hohe-gebuehren-das-ist-ungerecht-kita-eltern-treffen-esslingens-ob-klopfer-im-rathaus.c02feda9-432e-43a6-a903-9032e99fd84b.html

    Was im Gespräch deutlich wurde:

    • Das Problem ist bekannt.
    • Die Belastung der Familien ist bekannt.
    • Die Auswirkungen sind bekannt.

    Aber:
    👉 Es gibt keinen konkreten Plan zur Entlastung.
    👉 Es gibt keine klare Definition von „sozial verträglich“.
    👉 Es gibt keinen erkennbaren politischen Willen, kurzfristig etwas zu ändern.

    Stattdessen wurde Zeit damit verbracht, bekannte Zahlen zu erklären.

    Ich hatte mehrere konkrete Fragen vorbereitet.
    Ich konnte genau eine stellen.

    Das zeigt, worum es gerade wirklich geht:

    • Nicht um Lösungen.
    • Sondern um das Festhalten am bestehenden System.

    Und das ist kein Zufall.

    Denn die Zahlen sind eindeutig:
    Aus einer geplanten Verbesserung von rund 379.000 € wurden über 1 Mio. € Mehreinnahmen pro Jahr.

    Das ist keine normale Anpassung.
    Das ist eine bewusste Entscheidung – zulasten von Familien.

    Noch deutlicher wird es hier:
    Es gibt bereits konkrete politische Vorschläge zur Anpassung der Gebührenstruktur – z. B. diesen Antrag von FDP/Volt:
    https://ris.esslingen.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZfee4S4x_vDRoIjb7pbD1c3mbBPt5k8vlaxnDxLj1oZx/AT-043-2025_FDP_Volt.pdf

    Das heißt:
    👉 Lösungen liegen auf dem Tisch.
    👉 Die Diskussion ist längst geführt.
    👉 Eine Entscheidung wird bewusst nicht getroffen.

    Warum?
    Weil der Druck noch nicht ausreicht!

    Und genau hier kommen wir ins Spiel.

    Die Petition war der erste Schritt.
    Jetzt beginnt der entscheidende Teil.

    Wenn ihr wollt, dass sich etwas ändert:
    👉 Sprecht mit Gemeinderäten
    👉 Schreibt E-Mails
    👉 Teilt eure persönlichen Geschichten
    👉 Bleibt sichtbar

    Denn eins ist nach diesem Termin klar:
    Ohne Druck bleibt alles wie es ist.

    Ich bleibe dran.
    Und ich bin auf euch angewiesen.

    Viele Grüße

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
    ich möchte mich herzlich bei euch bedanken. Dank eurer Unterstützung konnten wir die Petition „Faire Beiträge für alle“ mit 764 Stimmen persönlich im Rathaus Esslingen übergeben.
    Beim Gespräch anwesend waren Oberbürgermeister Matthias Klopfer, Bürgermeister Yalcin Bayraktar, Amtsleiter Bernd Berroth, Vertreter der Esslinger Zeitung, eine betroffene Mutter sowie Herr Anderka als Vertreter der AfD-Fraktion.

    Ich möchte euch offen und transparent schildern, wie das Gespräch verlaufen ist:

    • Die Stadt hat deutlich gemacht, dass ihr die Problematik grundsätzlich bekannt ist.
    • Es wurde nicht bestritten, dass die aktuellen Kita-Gebühren für Familien eine erhebliche wirtschaftliche Belastung darstellen können.
    • Gleichzeitig wurde aber auch klar gesagt, dass die Verwaltung derzeit keine Bereitschaft erkennen lässt, von sich aus ein neues Modell vorzulegen oder konkrete Veränderungen anzustoßen.
    • Die zentrale Botschaft der Stadt war:
    • Ohne politische Mehrheit im Gemeinderat wird es keine grundlegende Änderung der Gebührenstruktur geben.
    • Besonders ernüchternd war für mich, dass auf die entscheidende Frage, woran die Stadt die wirtschaftliche Zumutbarkeit beziehungsweise Sozialverträglichkeit der Beiträge konkret misst, keine klare Antwort gegeben werden konnte.
    • Es wurde eingeräumt, dass es dafür keine feste Definition, keine konkrete Grenze und keine eindeutige Formel gibt.

    Ich habe im Gespräch unter anderem deutlich gemacht:

    • dass Familien durch die aktuelle Gebührenlogik massiv belastet werden,
    • dass insbesondere der starke finanzielle Unterschied zwischen Ganztag und VÖ unfair ist,
    • dass höhere Erwerbstätigkeit, gerade auch bei Müttern, durch die Gebührenstruktur wirtschaftlich unattraktiv gemacht werden kann,
    • und dass viele Familien faktisch keine echte Wahlfreiheit haben, obwohl genau damit argumentiert wird.

    Die Stadt hat ihre bisherige Linie im Kern verteidigt:

    • VÖ-Plätze sollen bewusst attraktiver gehalten werden, weil sie weniger Personal benötigen, günstiger sind und so mehr Plätze geschaffen werden können.
    • Familien, die auf Ganztagsbetreuung angewiesen sind, werden dadurch finanziell benachteiligt.

    Mein persönliches Fazit nach diesem Termin:

    • Ich habe mich menschlich durchaus verstanden gefühlt.
    • Ich habe aber nicht den Eindruck gewonnen, dass aktuell echter politischer Wille besteht, kurzfristig etwas zu verändern.

    Trotzdem war das Gespräch wichtig:

    • Denn nun ist noch klarer, dass es sich nicht um ein Missverständnis handelt, sondern um eine bewusste politische Entscheidung.
    • Und genau deshalb kann sich nur dann etwas ändern, wenn der öffentliche und politische Druck weiter aufrechterhalten wird.

    Ich werde deshalb nicht locker lassen und die nächsten Schritte weiter vorbereiten. Dazu gehört insbesondere, das Thema gegenüber Politik und Öffentlichkeit weiter sachlich, fundiert und beharrlich zu platzieren.
    Noch einmal danke für eure Unterstützung, eure Kommentare und euer Vertrauen. Ohne euch wäre dieses wichtige Signal nicht möglich gewesen.

    Viele Grüße

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    morgen ist es soweit: 
    Die Petition „Faire Beiträge für alle“ wird offiziell an die Stadt Esslingen übergeben. 📢

    📍 Ort: Rathaus Esslingen, Rathausplatz 2 
    🕥 Zeit: 10:30 – 11:00 Uhr (1. OG, Büro des Oberbürgermeisters)

    Mit dabei sind unter anderem Oberbürgermeister Klopfer, Bürgermeister Bayraktar und Amtsleiter Berroth.

    Es wäre ein starkes Zeichen, wenn möglichst viele von euch vor Ort dabei sind. Schon eine kleine Gruppe zeigt, dass hinter der Petition echte Familien stehen. 👨‍👩‍👧‍👦

    Der Termin dauert nur etwa 30 Minuten – jede Unterstützung zählt.

    Lasst uns gemeinsam Präsenz zeigen. 💪

    Viele Grüße 

Als berufstätige Eltern wissen wir, wie hoch die Belastung durch Kita-Gebühren in Esslingen ist. Trotz Arbeit bleibt am Monatsende kaum Spielraum. Kinderbetreuung darf kein Luxusgut sein, sondern muss für alle Familien bezahlbar bleiben. Faire Beiträge sind ein Gebot sozialer Gerechtigkeit – sie stärken Bildung, Gleichstellung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir fordern: gleiche Chancen für alle Kinder, unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern.

Noch kein CONTRA Argument.

Diese Petition wurde in folgende Sprachen übersetzt

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