Volksvertreter Leon Eckert
Stellungnahme zur Petition Recht auf Vergessenwerden für Krebsüberlebende jetzt!
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, zuletzt bearbeitet am 24.08.2026
Fraktionsbeschluss, veröffentlicht von Linda Heitmann.
Die Entscheidungsgrundlage ist ein Beschluss der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Wir unterstützen das grundlegende Anliegen der Petition, Benachteiligungen von Menschen nach einer überstandenen Krebserkrankung abzubauen. Wer eine schwere Erkrankung erfolgreich überwunden hat, sollte nicht noch viele Jahre später beim Abschluss von Versicherungen, Krediten oder anderen Verträgen pauschal benachteiligt werden.
Patient*innenrechte müssen sich auch daran messen lassen, ob Menschen nach einer Erkrankung ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe ohne ungerechtfertigte Hürden fortsetzen können. Ein Gesundheitssystem, das niemanden zurücklässt, muss deshalb auch die langfristigen Folgen einer Erkrankung für die Betroffenen in den Blick nehmen.
Das Anliegen zeigt einmal mehr, wie wichtig und richtig in Deutschland in der Kranken- und Pflegeversicherung die Einführung einer Bürgerversicherung ist, in die alle Menschen solidarisch nach Höhe ihres Einkommens einzahlen und nicht - wie es die PKV heute praktiziert - Vorerkrankungen in die Beitragsberechnung mit einfließen.
Ein gesetzlich verankertes Recht auf Vergessenwerden kann dazu beitragen, Krebsüberlebenden einen tatsächlichen Neustart zu ermöglichen und sie vor dauerhafter Benachteiligung zu schützen. Auch in Deutschland sollte daher geprüft werden, wie eine wirksame und rechtssichere Regelung ausgestaltet werden kann.
Das grundlegende Ziel der Petition, Menschen nach einer überstandenen Krebserkrankung vor ungerechtfertigter Benachteiligung zu schützen und ihre Rechte zu stärken, unterstützen wir ausdrücklich.