Volksvertreter Sebastian Maack

Stellungnahme zur Petition Erhalt der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren

AfD, zuletzt bearbeitet am 02.11.2026

Ich stimme zu / überwiegend zu.
Ich unterstütze einen Antrag im Parlament, wenn sich genügend andere Vertreter anschließen.
Ich befürworte eine öffentliche Anhörung im Fachausschuss.
Ich befürworte eine öffentliche Anhörung im Parlament/Plenum.

Sehr geehrter Herr Meyer,

haben Sie herzlichen Dank für Ihre Petition und für die Mühe, mit der Sie Ihre Gründe dargelegt haben. Wer 45 Jahre lang gearbeitet, Beiträge gezahlt und oft auch Kinder großgezogen hat, verdient Respekt. Ihre Sorge, dass diese Lebensleistung gekürzt werden soll, kann ich gut nachvollziehen. Das gilt besonders für Menschen in körperlich anstrengenden Berufen und für alle, die ihre Lebensplanung auf die bestehende Regelung ausgerichtet haben.

Die AfD-Fraktion hat sich im Bundestag mit genau dieser Frage befasst. In unserem Antrag „Regelaltersgrenze von 67 Jahren sichern und abschlagsfreie Rente nach 45 Arbeitsjahren einführen“ (Drucksache 21/2165) lehnen wir eine weitere Anhebung der Regelaltersgrenze über 67 Jahre hinaus ab. Die Rente für besonders langjährig Versicherte soll nicht gestrichen werden, denn nach unserer Auffassung gibt es keinen Grund, warum 45 Jahre Wartezeit für einen abschlagsfreien Rentenbezug nicht ausreichen sollten. Die bisherige Regelung nach § 236b SGB VI soll aus Vertrauensschutzgründen für eine angemessene Übergangszeit bestehen bleiben, bei Bedarf mit einer Günstigerprüfung. Zusätzlich fordern wir eine „Abschlagsfreie Rente 45“, die ab 63 Jahren möglich sein soll, wenn 45 Jahre Wartezeit vorliegen, davon mindestens 40 Jahre mit Beiträgen. Eine „Abschlagsfreie Rente 45 Plus“ soll bei 45 Jahren vollständiger Beitragszeiten auch früher möglich sein. Die Folgen für Rentenversicherung und Arbeitsmarkt sollen begleitend evaluiert und der Bundestag regelmäßig unterrichtet werden.

Einen entsprechenden Antrag hatte unsere Fraktion bereits in der vorigen Wahlperiode eingebracht (Drucksache 20/13762). In der Begründung heißt es unter anderem, eine weitere Anhebung des Rentenalters sei für viele eine verdeckte Rentenkürzung. Zahlreiche Versicherte, die jahrzehntelang körperlich gearbeitet haben, könnten schon vor dem 67. Lebensjahr aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterarbeiten. Auch unser arbeits- und sozialpolitischer Sprecher René Springer hat erklärt: „Wer 45 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, muss auch künftig ohne Abschläge in Rente gehen können.“

Ich werde Ihre Anliegen in die weitere Arbeit der Fraktion zu diesem Thema einbringen.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Maack, MdB
AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag

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