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Die Petition wurde abgeschlossen
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Wir fordern die Änderung des § 5d Abs. 5 DRiG - Keine Anrechnung des Wiederholungsversuch während der Coronapandemie.
Alle Prüflinge, die ihren Wiederholungsversuch der Pflichtfachprüfung des juristischen Staatsexamen in den "Coronasemestern" (Sommer 2020; Winter 2020/21) nicht bestanden haben, soll dieser Versuch als "nicht unternommen" angerechnet werden.
Begründung
Corona hat das gesellschaftliche Leben nicht nur verändert. Nein, es hat uns alle auf eine harte Probe gestellt seinen Alltag zu meistern. Aber "Weitermachen wie bisher", war immer Antrieb und Motivation, um nicht das Ziel aus den Augen zu verlieren.
Das juristische Staatsexamen zählt zu den schwierigsten Abschlussprüfungen in Deutschland, sei es die zeitintensive Vorbereitung, der Umfang des Stoffes und die Vertiefung dessen, sowie der eigentlichen schriftlichen Prüfung mit sechs Klausuren jeweils in fünf Zeitstunden aufs Papier zu bringen. Man muss es wollen!
Ich wollte es auch. Ich habe meinen Alltag ganz und gar auf diese Prüfung ausgerichtet, mich isoliert, tagsüber und bis in die Nachtstunden gelernt, Kurse besucht, Klausuren geschrieben. Die Eigenorganisation im "Homeoffice" habe ich gut hinbekommen. Aber es ist nicht dasselbe. Geschlossene Bibliotheken, Online-Kurse, fehlender Austausch mit Professoren und Kommilitonen.
Ich habe den Wiederholungsversuch der Pflichtfachprüfung nicht bestanden. Jetzt, nach 7 Jahren Studium erwartet mich dass, womit schon den Erstsemestern Angst gemacht wird. Uni ohne Abschluss und nie mehr Jura studieren dürfen. Eine Farce. Ein persönliches Armutszeugnis, obwohl man alles gegeben hat.
Ich will kein Mitleid und keine Vorschläge über das, was ich jetzt "weiter machen" könnte.
Ich möchte, dass alle Prüflinge, die in den "Coronasemestern" (Sommer 2020; Winter 2020/21) ihren Wiederholungsversuch nicht bestanden haben, dass dieser Versuch als nicht unternommen gilt - nicht zählt.
Zahlreiche Beschlüsse von Universitäten hinsichtlich des "Drittversuchs" bestätigen die Meinung, dass eine gute Vorbereitung alles andere als so laufen kann. Ich will mich auch nicht vor Argumenten verstecken, wie "Die Anderen haben es aber auch geschafft" oder "Vielleicht ist das zu schwer für dich". Ja, sie haben es geschafft. Ja, unter den gleichen Bedingungen. Aber ich bin nicht "Die Anderen", was für den Großteil der Gesellschaft ebenso gilt. Und ob es zu schwer ist/war, weiß man erst, wenn man aufgehört hat sich zu fordern und das Mögliche probiert.
Sollte Euch meine Ansicht überzeugt haben, dann stimmt bitte für meine Petition. Anderenfalls erzählt es euern Gegenüber, was nicht überzeugend war.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
27.02.2021
Sammlung endet:
09.04.2021
Region:
Deutschland
Kategorie:
Verwaltung